11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Folgende Ressourcen werden durch die Tätigkeiten des Unternehmens in Anspruch genommen:
In welchem Umfang die wesentlichen natürlichen Ressourcen genutzt werden, wird zurzeit nicht konkret gemessen.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Die GWG Ingolstadt hat sich bezüglich des Ressourcenmanagements vielfältige Ziele gesetzt. Diese betreffen Themen wie Energieeffizienz, Entsorgung und insbesondere Umweltschutz. Das Unternehmen ist sich schon früh seiner Verantwortung und den Risiken seiner Geschäftstätigkeit bewusst gewesen. Diese betreffen insbesondere den Verbauch von Ressourcen wie Baumaterialien, (Grün-)Flächen und Energien. Deshalb hat das Unternehmen bereits seit vielen Jahren Maßnahmen ergriffen, die diesen Risiken effektiv entgegenwirken:

Energieeffizienz
Im Zuge der Erstellung des Erstberichts hat die GWG Ingolstadt im Bereich Ressourcenmanagement bisher ein konkretes Ziel formuliert (s. auch Kriterium 3: Ziele). Das Unternehmen verpflichtet sich die gesetzlichen Mindeststandards Kfw 100 bei 100 Prozent der Neubauten und Sanierungen einzuhalten. Das KfW Effizienzhaus 100 entspricht den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV), ein Effizienzhaus 55 benötigt zum Beispiel nur 55 Prozent Primärenergie im Vergleich dazu. Der KfW-Effizienzhaus-Standard ergibt sich aus der Kombination verschiedener baulicher und technischer Maßnahmen, vor allem aus den Bereichen Heizung, Lüftung und Dämmung. Die Wärmedämmung sollte gleichmäßig über die Gebäudehülle verteilt sein; bei der Anlagentechnik müssen erneuerbare Energien eingesetzt werden. Dies wird zum Beispiel über Umweltwärme durch Nutzung von Wärmepumpen, mit dem Einsatz von Solarenergie zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung oder auch über den Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung erfolgen.
Entsprechende Vorgaben werden bei der Vergabe von Aufträgen an die Planungsbüros weitergegeben. Der Datennachweis erfolgt über die Abnahmeprotokolle.

Flächenverbrauch
Weitere Maßnahmen betreffen die Verminderung des Flächenverbrauchs. Ingolstadt wächst und deshalb soll möglichst schnell mehr Wohnraum geschaffen werden. Millionenprojekte mit einer hohen Wohnungsanzahl werden umgesetzt, neue Bebauungsgebiete erschlossen und Flächen optimiert. Dies ist alles notwendig, um den begrenzten Platz in der Stadt effektiv zu nutzen. Dennoch ist es genauso wichtig, einen „grünen“ Ausgleich zu schaffen und die Verbindung zur Natur zu bewahren und sie zu schützen. Ökologische Nachhaltigkeit steht gleichwertig neben den anderen Unternehmenszielen. Denn das biologische Erbe soll für die nächsten Generation bewahrt bleiben. Deshalb strebt die GWG Ingolstadt, soweit möglich, bauliche Ergänzungen in den bestehenden Wohngebieten an und baut möglichst in die Höhe. Außerdem bemüht sich das Unternehmen seit einigen Jahren verstärkt, Freiflächen zu entsiegeln. Die Anlage von PKW-Stellflächen wird kritisch auf ihren Bedarf hin überprüft und mit den Behörden besprochen. Des Weiteren wird geprüft, wann der Bau eines oberirdischen Parkhauses dem Bau einer Tiefgarage vorzuziehen ist. Erdgeschossige Parkierungsflächen werden grundsätzlich als wasserdurchlässige Flächen angelegt.

Natur- und Artenschutz
Besonders im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit nimmt die GWG Ingolstadt im Branchenvergleich eine Vorreiterrolle ein. Grundsätzlich wird sehr viel Wert auf ein großzügiges und attraktiv gestaltetes Wohnumfeld gelegt. Die rund 50 Hektar Außenanlagen werden ausschließlich mit eigenem Personal bewirtschaftet. Im Zusammenhang mit dieser Außenanlagengestaltung wurden in den vergangenen Jahren viele verschiedene ökologische Projekte aufgenommen. Die Gesellschaft sieht hierin eine ideale Möglichkeit, den Wohnungsbau mit dem Natur- und Artenschutz zu verbinden. So hat sie bereits vor über zehn Jahren damit begonnen, rund 20.000 m² der Rasenfläche in langfristige oder temporäre Blühflächen umzuwandeln. Mit Hilfe des Umweltprojektes „Robinsonsche Blumenwiese“ konnten sich so bereits fast 250 verschiedene Pflanzenarten dort ansiedeln und entwickeln. Die so gestalteten Grünanlagen haben sich mittlerweile zu einem wertvollen Biotop mit sehr artenreicher und vielfältiger Vegetation und Insektenfauna entwickelt.

Weitere Beispiele für alternative und ökologische Gestaltung sind Umweltprojekte, wie Dachbegrünungen, Wildbienenwände, Nistkästen, die Verwendung von torffreier Bioerde oder der Bau von Fledermausquartieren.

Auszeichnung "Biodiversität"
Das Engagement der GWG Ingolstadt wurde bereits in den Jahren 2016 und 2018 auch überregional besonders honoriert: Das Unternehmen erhielt die Auszeichnung der UN-Dekade für biologische Vielfalt. Diese Auszeichnung findet im Rahmen der Aktivitäten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt statt, welche von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2020 ausgerufen wurde. Die internationale Dekade und das Bundesamt für Naturschutz zeichnen Projekte aus, die sich in nachahmenswerter Weise für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzen. Ziel ist es, den weltweiten Rückgang der Artenvielfalt aufzuhalten. Eine Fachjury wählte Projekte zum Schwerpunktthema „Vielfalt bewahren – als Partner der Natur“ aus und die Gesellschaft konnte mit ihren innovativen und nachhaltigen Umweltkonzepten überzeugen.

Mikroklima
Die ökologische Bewirtschaftung der Außenanlagen verbucht neben der Förderung der Artenvielfalt auch eine Kosten- und Lärmreduzierung und eine deutliche Verbesserung des Mikroklimas innerhalb des Wohngebietes. Darüber hinaus wurden aufgrund der immer weiter steigenden Temperaturen in den vergangenen Jahren einige Maßnahmen für den Hitzeschutz veranlasst. Nach einer detaillierten Analyse des Gebäudebestands wurden verschiedene Maßnahmenpakete beschlossen. Diese wurden bereits komplett umgesetzt. Damit sind alle Gebäude auf aktuellem energetischen Stand. Bei allen Neubauten der letzten Jahre werden Maßnahmen zum sommerlichen Wärmeschutz durchgeführt.

Bienenfreundlichkeit
Dank einer Anregung seitens des Mieterbeirates engagiert sich das Unternehmen gemeinsam mit dem Bund Naturschutz (BN) und dem Landesbund für Vogelschutz für die Initiative „Ingolstadt summt“. Es geht darum, die Städte „bienenfreundlich“ zu machen und somit ein sehr wichtiges biologisches Erbe zu bewahren. In diesem Zusammenhang hat die GWG Ingolstadt drei Bienenkoffer erworben und für Kita- und Grundschulkinder zur Verfügung gestellt. Unter der Leitung der Experten der beiden Naturschutzvereine werden die Kinder mit Hilfe von Requisiten, Spielen, spannenden Bastel- und Lerneinheiten spielerisch an das Thema der Wild- und Honigbienen herangeführt und entwickeln so schon von klein auf eine bewusstere Sichtweise und Sensibilität in diesem Bereich. Zudem wurden auch die Mieter in diese Zielsetzung mit eingebunden. Der traditionelle Blumenschmuckwettbewerb, bei welchem jährlich die schönsten Mietergärten, Balkone und Rabatten bewertet und prämiert werden, wurde um die neue Kategorie des „bienenfreundlichen Gärtnerns“ erweitert und traf hier bereits im ersten Jahr auf sehr positive Resonanz.

Animal Aided Design (AAD)
Ein weiteres zukunftsträchtiges Projekt in Zusammenarbeit mit der Universität Kassel und der Technischen Hochschule München ist das so genannte Animal-Aided-Design (AAD). Hierbei geht es darum, die Bedürfnisse von Wildtieren in die städtebauliche und landschaftsarchitektonische Objektplanung besser zu integrieren.

Unterflurabfallsystem
Seit vielen Jahren werden Mieter informiert, wie der Hausmüll am besten zu trennen ist, um einerseits eine möglichst umweltverträgliche Entsorgung und andererseits niedrige Mietnebenkosten zu bewirken. Um den Platzverbrauch für Müllstandorte zu reduzieren, ist auf Initiative der Gesellschaft erstmalig in Ingolstadt in Kooperation mit dem kommunalen Entsorger ein Unterflurabfallsystem eingeführt worden. Hierbei befinden sich die Abfallbehälter unter der Erde, lediglich die Einwurfschächte sind oberirdisch sichtbar. Die Vorteile umfassen hier nicht nur den geringen Platzbedarf, sondern auch saubere Aufstellplätze, keine Belästigungen durch Geruch und Ungeziefer, Barrierefreiheit durch ebenerdigen Einbau und niedrige Einwurfhöhe sowie weniger Entleerungsvorgänge durch ein großes Sammelvolumen von zwei bis fünf Kubikmetern. Das Konzept erfüllt die Anforderungen an ein modernes Stadtbild und unterstützt die optimale Flächennutzung und Raumentwicklung.


Baumaterialien
Eine Nachhaltigkeitszertifizierung für die Bauprojekte nach DNGB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) besteht zurzeit noch nicht. Eine solche Zertifizierung wird in naher Zukunft angestrebt.

Alle Maßnahmen werden durch die Geschäftsleitung beziehungsweise vom Abteilungsleiter Technik regelmäßig kontrolliert.

Bei den Zielsetzungen und bei der Maßnahmenfestlegung ist die Geschäftsleitung federführend beteiligt. Ein konkretes Managementkonzept liegt noch nicht vor, die Geschäftsleitung plant aber dieses zeitnah aufzubauen. Die Fortschritte werden im nächsten Berichtsjahr dokumentiert. Konkrete Zielsetzungen erfolgten im Rahmen des Erstberichts. Über die Zielerreichung wird daher ebenfalls im nächsten Berichtsjahr berichtet.

Die GWG Ingolstadt führt ein klassisches Risikomanagement. Dabei werden die Risiken bezüglich des Bereichs Umweltbelange regelmäßig identifiziert und analysiert. Überwacht werden Umweltbelastungen durch den Bau und Umweltbelastungen durch den Bestand.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Mit Bezug auf die Branchenergänzung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex – Orientierungshilfe für Wohnungsunternehmen – berichtet die GWG Ingolstadt über diesen Indikator nicht. Dieser Leistungsindikator ist für Wohnungsunternehmen aufgrund ihrer wesentlichen Tätigkeit, der Dienstleistung zur Bereitstellung von Wohnraum, nicht relevant. Eine Erhebung von Materialverbräuchen ist für das Unternehmen von untergeordneter Rolle und findet dementsprechend nicht statt. Der Aufwand einer Erhebung der Materialverbräuche von Dritten ist derzeit zu hoch und wird als Kennzahl nicht ermittelt.

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Kraftstoffverbrauch

Kraftstoff der gesamten Firmenflotte (Büro und Regietrupps = 47 Fahrzeuge).

2017
Energieträger Menge/Jahr in l Energieinhalt [kWh/Jahr]
Diesel 11.998,40 116.384,48
Benzin 12.343,36 108.251,27
Gesamt   224.635,75

2018
Energieträger Menge/Jahr in l Energieinhalt [kWh/Jahr]
Diesel 12.485,27 121.107,12
Benzin 12.412,08 108.853,94
Gesamt   229.961,06

Der Kraftstoffverbrauch wurde mittels Belegerfassung zu den Tankkarten, die den Fahrzeugen zugeordnet sind, festgehalten.

Energieverbrauch

Geschäftsgebäude & Regietrupp-Unterkünfte & Wohnungsbestand
Abrechnungszeitraum 2017/2018

Energieträger Energieverbrauch [kWh/Jahr] spez. Energieverbrauch kWh/m2a
Fernwärme 29.729.000,00 118,80
Erdgas 32.938.873,00
160,70
Erdöl - umgerüstet auf FW in 2017 30.200,00  
Pellets 350.000,00 151,47
Gesamt 63.048.073,00 137,15

Energieträger Energieverbrauch [kWh/Jahr]
Strom* 2.956.468,58

Abrechnungszeitraum 2018/2019

Energieträger Energieverbrauch [kWh/Jahr] spez. Energieverbrauch kWh/m2a
Fernwärme 32.619.745,00 119,90
Erdgas 29.492.008,00 161,60
Pellets 424.000,00 183,49
Gesamt
62.535.753,00 136,88

Energieträger Energieverbrauch [kWh/Jahr]
Strom* 2.852.665,02

*Der Stromverbrauch beinhaltet den Verbrauch des Geschäftsgebäudes, der Regietrupp-Unterkünfte sowie aller Allgemeinstrom-Verbraucher in den Wohngebieten, wie Treppenhäuser und Tiefgaragen. Der Stromverbrauch wurde einer Aufstellung der Zähler, deren Verbrauch von den Stadtwerken Ingolstadt an die GWG Ingolstadt verrechnet werden, entnommen.

Der Heizenergieverbrauch, sowie die damit versorgten Wohnflächen wurden der Betriebskostenabrechnung der GWG Ingolstadt an ihre Mieter, beziehungsweise Nutzer (Bürogebäude, Regietrupp-Unterkünfte) entnommen.

Die Daten wurden im Rahmen des Energieaudits gemäß DIN EN 16247-1 erfasst. Die Zahlen zum Berichtsjahr 2019 werden im Bericht über 2020 dokumentiert.

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

  Jahr Energieträger Menge / Jahr
nach Einsparungen
Reduzierung
Strom 2018 Strom  103.803,56 kWh/a 3,51%
Heizstoffe 2018 Erdgas/Fernwärme/Pellets  512.320,00 kWh/a 0,81 %

Bei der hier ersichtlichen Verringerung des Energieverbrauchs muss berücksichtigt werden, dass sich die Reduzierung des gesamten Heizwärmebedarfs von 2018 im Vergleich zu 2017 auch aus der milden Witterung im Jahr 2018 begründet. Die Heizperiode fiel generell verbrauchsgünstiger aus.

Im Zuge des Energieaudits wurden Maßnahmen aufgedeckt, die den jährlichen Energiebezug [inkl. Strom, Heizstoffe und Kraftstoffe] deutlich einsparen. Es wird erwartet, im nächsten Jahr über Verringerungen des Energieverbrauchs berichten zu können.

Die Daten wurden im Rahmen des Energieaudits gemäß DIN EN 16247-1 erfasst. Die Zahlen zum Berichtsjahr 2019 werden im Bericht über 2020 dokumentiert.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Das gesamte entnommene Wasser für unsere Verwaltungsgebäude und Bestände kommt aus kommunaler Versorgung. In der Regel erfolgt eine Versickerung des Oberflächenwassers.

Der Verbrauch unseres Verwaltungsgebäudes beschränkt sich auf den üblichen Alltagsverbrauch im Bürobetrieb. Daher ist es für die Berichterstattung nicht weiter relevant. Die Zahlen des Wasserverbrauchs im Neubau und unserer Grünanlagen konnten zum Berichtszeitraum noch nicht erhoben werden. Es wird davon ausgegangen, dass die Zahlen im nächsten Berichtsjahr dokumentiert werden können.

Leistungsindikator GRI SRS-306-2: Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des gefährlichen Abfalls, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
viii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

b. Gesamtgewicht ungefährlicher Abfälle, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
iii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

c. Wie die Abfallentsorgungsmethode bestimmt wurde:
i. Direkt von der Organisation entsorgt oder anderweitig direkt bestätigt
ii. Vom Entsorgungsdienstleister zur Verfügung gestellte Informationen
iii. Organisatorische Standardmethoden des Entsorgungsdienstleisters

Das Gesamtgewicht des Abfalls nach Art und Entsorgungsmethode lagen der GWG Ingolstadt zum Berichtszeitraum noch nicht vor. Es wird davon ausgegangen, dass die Zahlen im nächsten Berichtsjahr dokumentiert werden können.

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Die wichtigsten Emissionsquellen und größten Herausforderungen bezüglich klimarelevanter Emissionen liegen für die GWG Ingolstadt in den folgenden Bereichen: Transport (Personen, Güter), Arbeitswege, Wege in den Wohnquartieren und Baustellenlogistik.

Das Unternehmen hat sich das Ziel gesetzt, den CO2-Ausstoß (für Heizung und Warmwasser) pro Jahr um durchschnittlich 3,10 Kilogramm pro Quadratmeter Wohnfläche zu reduzieren.
Dazu verwendet es Fernwärme als Energieträger bei Neubauten und dort, wo Heizungsanlagen saniert werden. Der Fernwärmelieferant der Gesellschaft, die Stadtwerke Ingolstadt, veröffentlichen ihr Fernwärmezertifikat auf ihrer Website. Zum Berichtszeitpunkt liegt der Wert des CO2 Emissionsfaktor bei 36,42 kg CO2 / MWh. Etwa 60 Prozent des Heizenergiebedarfs wird bereits über Fernwärme gedeckt. Das Ziel ist, bis zum Jahr 2035 auf 70 Prozent Deckung zu erhöhen. 


Ein weiteres Ziel der GWG Ingolstadt betrifft die Reduzierung des CO2-Ausstoßes des Dienstwagenfuhrparks durch Senkung des Treibstoffverbrauches von 6.667 Litern (15.415 Tonnen CO2) um 5 Prozent (333 Liter / 771 Tonnen CO2) auf 6.334 Liter pro Jahr. Um dieses Ziel zu erreichen, soll sukzessive die Umstellung auf alternative Antriebsarten bei Neuerwerb oder Austausch der Fahrzeuge erfolgen.

Es bestehen zudem bereits erste Projekte zur Stromgewinnung vor Ort über Photovoltaikanlagen oder als Nebenprodukt von Blockheizkraftwerken. Die GWG Ingolstadt geht, zusammen mit Partnern, die ersten Schritte im Smart Metering, um den Energieverbrauch der Wohnanlagen zu analysieren und zu optimieren. Hierbei wird der Umgang mit den gewonnenen Daten erprobt und ihre Verwertbarkeit geprüft.

Seit Januar 2020 bezieht die Gesellschaft 100 Prozent Ökostrom über die Stadtwerke Ingolstadt für ihre Geschäftsgebäude und den Allgemeinstrom in den Wohnanlagen, sowie den Betriebsstrom der Heizanlagen.


Alle Maßnahmen werden durch die Geschäftsleitung beziehungsweise vom Abteilungsleiter "Technik" regelmäßig kontrolliert.

Die Daten wurden im Rahmen des Energieaudits gemäß DIN EN 16247-1 erfasst. Die Zahlen zum Berichtsjahr 2019 werden im Bericht über 2020 dokumentiert.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Die Hauptgeschäftsstellen der GWG Ingolstadt emittieren keine direkten THG-Emissionen.

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Abrechnungszeitraum 2017/2018

Energieträger Mietfläche 2017 in m2 Ausstoß gesamt in kg CO2/a CO2 Ausstoß spez. in kg/m2a
Fernwärme 250.248,38  1.070.244,00  4,28
Erdgas 204.968,45  6.653.652,35  32,46
Erdöl - umgerüstet auf FW in 2017 2.170,10  8.033,20  
Pellets 2.310,74  8.050,00  3,48
Gesamt 459.697,67  7.739.979,55  16,84

Strom    727.291,27  1,58

Abrechnungszeitraum 2018/2019

Energieträger Mietfläche 2018 in m2 Ausstoß gesamt in kg CO2/a CO2 Ausstoß spez. in kg/m2a
Fernwärme 272.054,56  1.174.310,82  4,32
Erdgas 182.504,94  5.957.385,62  32,64
Pellets 2.310,74  9.752,00  4,22
Gesamt 456.870,24  7.141.448,44  15,63

Strom    701.755,59  1,54

Die oben genannten Zahlen ergeben sich aus dem Energieverbrauch des Geschäftsgebäudes, der Regietrupp-Unterkünfte sowie des Wohnbestandes. Ausgenommen ist hier der Stromverbrauch. Hierbei handelt es sich um den Verbrauch des Geschäftsgebäudes, der Regietrupp-Unterkünfte sowie aller Allgemeinstrom-Verbraucher in den Wohngebieten, wie Treppenhäuser und Tiefgaragen.

Geschäftsgebäude

Abrechnungszeitraum 2018/2019

Energieträger Bürofläche 2018 in m2 Ausstoß gesamt in kg CO2/a CO2 Ausstoß spez. in kg/m2a
Fernwärme 1.885,52  8.525,57  4,52
Strom    23.220,92  

Die oben genannten Zahlen ergeben sich ausschließlich aus dem Energieverbrauch des Geschäftsgebäudes.

Die Daten wurden im Rahmen des Energieaudits gemäß DIN EN 16247-1 erfasst.



Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Dienstwagenflotte gesamt: 47 Fahrzeuge, davon 21 Büro und 26 Regiebetriebe.
CO2-Werte sind durch die Ableitung aus Kraftstoffverbrauch und Umrechnungsfaktor messbar.
Für die Zielsetzung zur Reduzierung wird zunächst nur der Bereich der Dienstwägen Büro betrachtet.    

Der CO2-Ausstoß der Dienstwagenflotte "Büro" betrug im Jahr 2018 15.415 Tonnen.

Die Daten wurden im Rahmen des Energieaudits gemäß DIN EN 16247-1 erfasst. Die Zahlen zum Berichtsjahr 2019 werden im Bericht über 2020 dokumentiert.

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Es existieren bereits Zielsetzungen und Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs. Das Unternehmen hat sich beispielsweise zum Ziel gesetzt zunehmend auf E-Mobilität umzusteigen, um so den CO2-Ausstoß zu senken (s. Kriterium 3: Ziele). Bisher wurde die Senkung noch nicht gemessen. Es wird erwartet, im nächsten Jahr über Senkungen der THG-Emissionen berichten zu können.