11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Schonung natürlicher Ressourcen

Natürliche Ressourcen zu schonen ist für das ImpulsWerk ein großes Anliegen. Auch wenn es kein produzierendes Unternehmen ist, legt es bei all seinen Tätigkeiten Wert darauf, die Umwelt nicht zu belasten. Daher wurde im Rahmen der organisatorischen Tätigkeiten (Bereiche Hauptverein & Jugend und Bildung & Praktikum) auf 100% Ökostrom und 100% recycelte Materialien geachtet. Ein wichtiges Tätigkeitsfeld für das ImpulsWerk ist der Bereich Ferien & Betreuung, weshalb auch hier die natürlichen Ressourcen im Vordergrund stehen. Alle im Umkreis zur Verfügung stehenden Grünflächen, Gewässer, Wälder und weitere Biotope werden innerhalb der Ferienangebote genutzt, um den Kindern und Jugendlichen im städtischen Gebiet die heimische Natur wieder näher zu bringen. Für alle weiteren Tätigkeiten im Bereich Gesundheit & Sport nutzt der Verein die bereits bestehende städtische Infrastruktur, auf deren Ressourcenverbrauch kein Einfluss genommen wird.

Da kaum (natürliche) Ressourcen genutzt werden und der Verbrauch zu gering ist, wird dies nicht nachgehalten.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Ziele, Strategien und Maßnahmen

Ein Ziel des Vereins ist es, durch seine Tätigkeiten keine bis wenige negative Auswirkungen auf die Umwelt zu erzeugen. Aus diesem Grund sollen im Jahr 2019 alle geplanten Wege in den Bereichen Gesundheit & Sport und Ferien & Betreuung zu 100% CO2-frei erfolgen. Des Weiteren hat sich das ImpulsWerk zum Ziel gesetzt, den Plastikverbrauch zu reduzieren.

Um das CO2-Ziel zu erreichen, werden Materialtransporte, die bisher mit einem Miettransporter bzw. privaten Autos erfolgten, in 2019 mit geliehenen Lastenfahrrädern oder vereinseigenen Fahrradanhängern zurückgelegt. Damit handelt der Verein ressourceneffizient, da er neben dem Hauptziel der CO2-Einsparung auch auf bestehende Ressourcen zurückgreift. Mit Hilfe von bereits vorhandenen Materialkisten ist ein modularer Materialtransport möglich, wodurch die Logistik besser aufeinander abgestimmt werden kann.

Zur Reduzierung des Plastikverbrauchs soll darauf geachtet werden, verpackungsarme Lebensmittel zu bevorzugen. Dafür werden den Mitarbeitenden der Ferienbetreuung innerhalb der Schulungen Möglichkeiten des verpackungsfreien Einkaufs aufgezeigt und beispielhalft vorgestellt.

Das Ziel, Nachhaltigkeit in allen Handlungsfeldern des Vereins umzusetzen, wurde bereits erreicht. Trotzdem passt sich das ImpulsWerk immer wieder an neue Themen, Innovationen und Geschehnissen im Nachhaltigkeitsbereich an.

Ferien & Betreuung:
Bei den örtlichen Ferienbetreuungsangeboten erfolgt der Einkauf für die Verpflegung bereits von Beginn an vollständig ökologisch. Zudem werden beim Einkauf Bio-Fairtrade-Produkte bevorzugt.
Auch bei der Auswahl der (Spiel-)Materialien wird von Beginn an auf deren Umweltverträglichkeit und fairen Handel geachtet. Die An- und Abreise des Feriencamps nach Italien erfolgt mit dem Zug statt zu fliegen oder einen Bus zu mieten, sodass hier CO2 eingespart wird.

Hauptverein & Jugend:
Die Büroräume des ImpulsWerk Münster e.V. werden vollständig mit Ökostrom und Gas der Stadtwerke versorgt. Um den Gasverbrauch gering zu halten, wird darauf geachtet, dass die Räume nur bei Bedarf geheizt werden.
Auch bei der Ausstattung der Räumlichkeiten wurde auf eine nachhaltige Lösung in Form von recycelten Möbeln gesetzt. Diese entsprechen zudem den Gesundheits- und Arbeitsschutz relevanten Aspekten. Um notwendige Ressourcen möglichst effizient zu nutzen, werden die Arbeitsplätze durch verschiedene Nutzungszeiten der Mitarbeitenden geteilt.
Weiter werden nur faire und ökologische Verbrauchsmaterialien verwendet (z. B. von der Firma Memo). In den Räumlichkeiten wurde eine Osmose-Anlage installiert, um die Trinkwasserqualität zu verbessern. Gleichzeitig werden somit Plastikverpackungen und Transportwege von zugekauftem Mineralwasser vermieden.

Gesundheit & Sport:
Alle vereinseigenen Materialien sind auf ihre Umweltverträglichkeit geprüft. Beispielsweise werden Seile aus Hanf und PVC-freie Spielzeuge verwendet.

Risiken

Da das ImpulsWerk kein produzierendes Unternehmen ist, werden kaum Ressourcen verbraucht (vgl. Indikatoren Krit. 11). Die vorgestellten Maßnahmen tragen wesentlich zur Minderung von Risiken bei.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Wird nicht nachgehalten, da der Verein keinen nennenswerten Verbrauch von Materialien aufweist.

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Gasverbrauch: 05.01.2018 – 09.01.2019: 14.256kWh
Stromverbrauch: 08.01.2018 – 03.01.2019: 861,4 kWh
Wasser wird nicht nachgehalten, da der Verbrauch zu gering ist.

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Es werden 100% Ökostrom verwendet. Eine Verringerung des Energieverbrauchs kann aufgrund der ohnehin geringen Verbrauchswerte nicht erzielt werden.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Wird aufgrund fehlender Wesentlichkeit nicht nachgehalten (geringe Verbrauchsmengen).

Leistungsindikator GRI SRS-306-3 (2020): Angefallener Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des anfallenden Abfalls in metrischen Tonnen sowie eine Aufschlüsselung dieser Summe nach Zusammensetzung des Abfalls.

b. Kontextbezogene Informationen, die für das Verständnis der Daten und der Art, wie die Daten zusammengestellt wurden, erforderlich sind.

Wird aufgrund fehlender Wesentlichkeit nicht nachgehalten (geringe Abfallmengen).

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Emissionsquellen

Als größte Emissionsquellen sind der Gas- und Stromverbrauch im Büro zu nennen (das ImpulsWerk bezieht zu 100 Prozent Ökostrom). 

Ziele und Strategien

Klimaschutz ist im Verein strukturell verankert. Es konnten - wie in Kriterium 12 dargelegt - bereits verschiedene Ziele zur Einsparung von CO2 erreicht werden. Als Beispiele sind die Zuganreise des Feriencamps nach Italien sowie die Verwendung von ausschließlich umweltverträglichen Materialien in allen Bereichen des Vereins zu nennen.
In 2019 sollen alle Materialtransporte, die bisher mit einem Miettransporter bzw. privaten Autos erfolgten, mit geliehenen Lastenfahrrädern zurückgelegt werden.

Verbräuche durch die Nutzung der öffentlichen Infrastruktur werden von der Stadt nachgehalten.

Bezugsgrößen für die Berechnung der THG-Emissionen

Die Bezugsgrößen für die Berechnung der THG-Emissionen werden in den entsprechenden Indikatoren zu Kriterium 13 genannt. 

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Vgl. Kriterium 13.

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.


Position Verbrauch Faktor kg CO2/kWh
Erdgas 14.256 kWh 0,1842 2.626
Ökostrom (100%) 861,4 kWh 0,00 0,00

* Auf Basis der DEFRA - Department for Environmental Food & Rural Affair - UK


Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Aufgrund der skizzierten Vereinsstrukturen ist die Erhebung zu aufwendig.

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Eine unmittelbare Senkung der THG-Emissionen kann für das Berichtsjahr nicht nachgewiesen werden. Für den kommenden Berichtszeitraum wird eine Quantifizierung ggf. durch die vermehrte Nutzung der Lastenräder möglich sein.