11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Im Berichtsjahr 2018 konnte ASSMANN auf 22 Jahre Umweltmanagement nach der Europäischen Verordnung zum Umweltmanagement (EMAS) zurückblicken. Wie kaum ein anderes Unternehmen der Büromöbelbranche analysiert und verbessert ASSMANN die ökologischen Auswirkungen und den Ressourcenverbrauch seiner Tätigkeit; dazu gehört auch eine umfassende Zusammenarbeit mit den Lieferanten, nicht nur in ökologischer Hinsicht (vgl. Kriterium 4). Auf S. 48-57 der Umwelterklärung 2019 stellen wir sehr ausführlich die direkten und indirekten Umweltauswirkungen dar inklusive einer Bewertung der jeweiligen Aspekte entsprechend ihres Umweltgefährdungspotenzials. Auf den S. 58-81 sind eine ausführliche Input-Output-Bilanz sowie die Kernindikatoren nach EMAS dargestellt.

Folgend ein zusammenfassender Überblick über die wichtigsten Auswirkungen bezüglich des Ressourceneinsatzes:

Wasser
Der Wasserverbrauch resultiert zum überwiegenden Teil aus dem Bedarf des Sanitärbereichs und wird durch das öffentliche Wassernetz gedeckt. Darüber hinaus werden geringe Mengen für die Fahrzeugwäsche sowie als Reinigungswasser für die Leimmaschinenreinigung verwendet. Der Ölabscheider am Lkw-Waschplatz (nur Fahrzeugwäsche) wird regelmäßig gewartet und extern überprüft, wie in der Genehmigung nach Wasserhaushaltsgesetz (WHG) vorgesehen. In Bezug auf die Produktionsmenge hat sich der Frischwasserverbrauch in 2018 um 32,4% verringert. Dies ist einem nicht frühzeitig identifizierten Wasserrohrbruch im Außenbereich im Jahr 2017 zuzurechnen, der in diesem Jahr einen unverhältnismäßig hohen Wasserverbrauch verursachte. Doch auch im Vergleich zum Jahr 2016 ergab sich eine Verringerung um fast 24%. Diese Einsparungen resultieren überwiegend aus Verbesserungen im Sanitärbereich – insbesondere durch den Einsatz wasserloser Urinale. Durch die Schließung unserer Echtholzabteilung zum Jahreswechsel 2018/2019 werden wir ab 2019 kein Prozesswasser mehr benötigen.

Boden/Fläche/Biodiversität
Unser Betrieb ist seit der Gründung „auf der grünen Wiese“ kontinuierlich ausgebaut worden. Auf dem eigenen Gelände sind Umweltschäden, die zu einer Bodenverunreinigung geführt hätten, nicht bekannt. Im Zuge der Neubauplanung wurde eine Altlast auf einem Nachbargrundstück untersucht. Da mit dem bisherigen Eigentümer keine Übereinkunft über Maßnahmen vor dem Erwerb getroffen werden konnte und die fach- und gesetzeskonforme Beseitigung der fremden Altlast nicht wirtschaftlich ist, wurde von der bisherigen Planung und dem Erwerb der Fläche Abstand genommen. Aktuell befinden wir uns in einer Neuplanung, die mit der verfügbaren Fläche und ohne zusätzliche Bodenversiegelung auskommt. Von den insgesamt 73.714 qm Fläche sind 36,7 % versiegelt, 35,93 % überbaut und 27,37 % Grünfläche. ASSMANN besitzt keine Grundstücke in Schutzgebieten und es sind keine gefährdeten Arten durch unser Unternehmen bedroht. Ein besonderer Landschaftsschutz oder etwa die Wiederherstellung zuvor zerstörter natürlicher Lebensräume ist daher nicht nötig, ebenso wenig ein gesondertes Biodiversitätsmanagement, das über unser bestehendes Umweltmanagement hinausgehen würde.

Abfall
Die im Betrieb entstehenden Abfälle durch Lackierung, Produktion, Betriebstechnik oder Verpackung werden getrennt gesammelt und gemäß den Bestimmungen der aktuellen GewAbfV entsorgt. Im Jahr 2018 betrug die Getrenntsammlungsquote 98,5%. Es wird bei der Auswahl der Entsorger darauf geachtet, dass nur zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe eingesetzt werden. Die Abfallnachweisführung wird zentral vom Abfallbeauftragten verwaltet. Die Verringerung der Abfallmengen gehört zu den kontinuierlichen Aktivitäten unseres Unternehmens. Ein Test zur Sammlung von Polypropylenresten in Big Bags und deren Rückführung zum Vorlieferanten mit dem Ziel, unsere Recyclingquote zu erhöhen, hat sich aktuell zerschlagen, da der Vorlieferant die dafür vorgesehene Produktsparte abgegeben hat. Andere Verwendungsmöglichkeiten befinden sich zurzeit beim Lieferanten in Klärung. Insgesamt ist im Jahr 2018 die Abfallmenge um 8,1% gestiegen. Dieser absolute Anstieg ist auf die Erhöhung der Produktionsmenge zurückzuführen. Bezogen auf die Produktionsmenge konnte der Abfall dagegen erfreulicherweise um 8,2% reduziert werden. Die gefährlichen Abfälle konnten sogar im absoluten Wert um 40,4% reduziert werden. Im nächsten Jahr ist jedoch ein Anstieg zu erwarten, da der Bereich Echtholz zum Jahreswechsel 2018/19 aufgelöst wurde und Restbestände an Produktionsmaterialien wie beispielsweise Lacken entsorgt werden mussten.

Energie
ASSMANN verbrauchte 4.166,69 MWh Strom im Jahr 2018. Der Verbrauch von elektrischer Energie im Verhältnis zur Produktionsmenge konnte im Vergleich zum Vorjahr nicht reduziert werden sondern bewegte sich auf Vorjahresniveau. Er lag 2017 bei 121,2 kWh / t und 2018 mit 123,3 kWh / t etwa 1,8 % über dem Vorjahreswert. Der leichte Anstieg ist auf die beiden Punkte zurückzuführen, die bereits im Jahr 2017 zu einem Anstieg geführt haben. Zum einen wurde im Jahr 2017 eine Zelthalle errichtet, die die Übergangsfertigung der Korpusmöbel während der Aufbau- und Anlaufphase der neu installierten Korpusmöbellinie beherbergt. Für diese zusätzliche Fläche fallen Energiekosten insbesondere durch die Beleuchtung an. Die Inbetriebnahme der neuen Anlage erfordert zusätzliche Energieaufwendungen, die sich jedoch noch nicht in produzierten Möbeln niederschlagen. Für 2018 schlagen diese Punkte jedoch im Gegensatz zu 2017 ganzjährig zu Buche. Im Bereich der Wärmeenergie konnte der Energieeinsatz bezogen auf die Produktionsmenge von 215,77 kWh/t in 2017 um 16% auf 181 kWh/t gesenkt werden. Dies ist aber hauptsächlich auf witterungsbedingte Faktoren zurückzuführen. Wir untersuchen auch weiterhin alle verbrauchenden Einheiten im Unternehmen auf potenzielle Einsparungen, um daraus gegebenenfalls Maßnahmen zur Reduzierung einzuleiten. Zu diesem Zweck wurde ein Energiemanagementsystem nach Vorgaben der ISO 50001 implementiert, welches wir jedoch nicht zertifizieren lassen.

Emissionen
Aufgrund der genehmigungsbedürftigen Feuerungsanlage nach der 4. BImSchV VO liegt hier das besondere Augenmerk auf den Emissionen. Sämtliche aktuellen Messwerte liegen unter den erlaubten Grenzwerten (vgl. Umwelterklärung 2019 S. 67). Durch Bearbeitungsmaschinen entsteht ein Lärmpegel, der durch regelmäßige Messungen beobachtet und, wenn möglich, verringert wird. Wo dies nicht möglich ist, wird Gehörschutz bereitgestellt. Die Bestimmungen der Lärm- und Vibrationsrichtlinien werden eingehalten. Da unser Unternehmen in einem Gewerbegebiet mit direkt benachbarter Wohnbebauung liegt, ist der Aspekt Außenlärm als relevant einzustufen. Bislang traten keine Probleme auf, dennoch wird derzeit ein Lärmschutzkonzept für das Gesamtwerk entwickelt.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Unter Kriterium 3 informieren wir über unser Nachhaltigkeits- und Umweltprogramm. Dieses schließt qualitative und quantitative Ziele bezüglich der Ressourceneffizienz mit ein (Kategorien Umwelt sowie Material und Materialeffizienz). Zielsetzungen, Maßnahmen, Verantwortlichkeiten, Endzeitpunkte der Maßnahmen sowie der jeweilige stichtagsbezogene Status sind auf den S. 84-86 unserer Umwelterklärung 2019 beschrieben. Die Erfolge der vorangegangenen Betrachtungsperiode stellen wir auf den Seiten 82 und 83 dar. Eine Risikobewertung findet im Rahmen der Bewertungen von Umweltaspekten statt (vgl. S. 51-53 der Umwelterklärung 2019). Der Stand der ist von Mitte 2019. Aktuell wird eine neue Wesentlichkeitsanalyse erstellt und daraus anschließend systematisch Ziele abgeleitet, die wir in einem neuen Nachhaltigkeits- und Umweltprogramm bis Ende des 2. Quartals 2020 veröffentlichen werden.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Auf S. 58-59 der Umwelterklärung 2019 findet sich eine detaillierte tabellarische Darstellung über den Verbrauch von Produktionsmaterial (Gesamt 2018: 30.459,63 t), den Verbrauch von Hilfs- und Betriebsstoffen (Gesamt 2018: 11,56 t) sowie von Verpackungsmaterialien (Gesamt 2018: 121,89 t).

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Der Gesamtenergieverbrauch für den Unternehmenssitz in Melle Westerhausen für das Jahr 2018 lag bei 10.334,79 MWh. Davon entfallen 4.166,69 MWh auf den Stromverbrauch und 6.168,10 MWH auf den Wärmeenergieverbrauch. Der Energieverbrauch im Fuhrpark betrug drüber hinaus 4.324,06 MWh Diesel. Daraus ergibt sich ein Gesamtenergieverbrauch von 14.658,86 MWh, von denen 69,75% aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen werden. Eine detaillierte Aufstellung der Energieverbräuche zeigen die Tabellen auf S. 68-71 der Umwelterklärung 2019.

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Energie ist einer unserer definierten Kernindikatoren nach EMAS. Daher berichten wir in unseren Umwelterklärungen kontinuierlich über die Entwicklung des Energieverbrauchs und die Maßnahmen zur Senkung. Dabei beziehen wir den Energieverbrauch zur besseren Vergleichbarkeit immer auf die Produktionsmenge (MWh / produzierte Möbeltonne). Der Gesamtenergieeinsatz am Unternehmensstandort konnte in 2018 um 13,5% gesenkt werden. Der Einsatz von elektrischer Energie konnte um 9,2% gesenkt werden. Die entsprechenden durchgeführten und zusätzlich geplanten Maßnahmen sind in der Umwelterklärung 2019 auf den Seiten 82-86 zu finden. Der Wärmeenergieeinsatz wurde um 16,1% gesekt, was jedoch überwiegend auf witterungsbedingte Einflüsse zurückzuführen ist.
Der Energieeinsatz im Fuhrpark konnte bezogen auf die Produktionsmenge um 22,5% gesenkt werden. Hierfür ist die zunehmende Umrüstung auf EURO6 Diesel-Fahrzeuge und Ausstattung des Fuhrparks mit Assistenzsystemen ursächlich.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Insgesamt verbrauchte ASSMANN in 2018 1.485 m³ Wasser. Eine Aufschlüsselung ist in der Umwelterklärung 2019 auf Seite 60 zu finden.

Leistungsindikator GRI SRS-306-2: Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des gefährlichen Abfalls, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
viii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

b. Gesamtgewicht ungefährlicher Abfälle, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
iii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

c. Wie die Abfallentsorgungsmethode bestimmt wurde:
i. Direkt von der Organisation entsorgt oder anderweitig direkt bestätigt
ii. Vom Entsorgungsdienstleister zur Verfügung gestellte Informationen
iii. Organisatorische Standardmethoden des Entsorgungsdienstleisters

Eine umfangreiche Übersicht über die angefallenen Abfälle - auch im Vergleich zu den Vorjahren - ist auf den Seiten 64-65 der Umwelterklärung 2019 einzusehen. Die Unterscheidung in gefährlichen und ungefährlichen Abfall und der Bezug auf die Produktionsmenge wird auf den Seiten 74-77 vorgenommen.
Die Entsorgung erfolgt entsprechend der Standardentsorgungsmethoden unserer Dienstleister. Unsere Abfallbilanz lassen wir extern überprüfen und auf dieser Basis unsere Getrenntsammelquote entspechend der GewAbfV testieren. Die Getrenntsammlungsquote in 2018 betrug 98,5%, was eine sehr gute Voraussetzung für eine hohe stoffliche wiederverwertungsquote bildet. Das Deponieren von Abfällen kann bei ASSMANN ausgeschlossen werden.

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Direkte THG-Emissionen entstehen bei ASSMANN in erster Linie durch die Beheizung der Gebäude und den Treibstoffverbrauch der LKW-Flotte. Die Emissionen aus der Beheizung der Gebäude, die zu über 98% mit Holzresten und damit klimaneutral erfolgt, werden durch Referenzmessungen und den Einsatz an Brennstoff ermittelt. Die Berechnung der Fuhrparkemissionen erfolgt unter Berücksichtigung des in der Veröffentlichung Carbon Footprint – Teilgutachten „Monitoring für den CO2-Ausstoß in der Logistikkette“ des Umweltbundesamtes genannten Wertes von 2,94 kg/l und des Jahresverbrauchs an Diesel des ASSMANN-Fuhrparks. Indirekte THG-Emissionen sind auf den Stromverbrauch zurückzuführen. Weitere indirekte THG-Emissionen erfasst ASSMANN im Rahmen der EMAS-Umwelterklärung nicht. Ein Übergeordneter (internationaler) Standard findet aktuell bei der Ermittlung noch keine Anwendung.
Durch unser intensives Lieferantenmanagement (vgl. Kriterium 4) wirken wir auf eine Beachtung ökologischer Grundsätze in unserer Lieferkette hin. Wir vertreiben nicht nur umweltfreundliche Produkte, sondern produzieren diese auch in einer ökologisch verantwortungsbewussten Weise. In der Produktion haben wir über die Jahre immer mehr Ressourcen beim Materialeinsatz eingespart sowie die Materialvielfalt reduziert. Durch effizientere Anlagen, die Verwendung von Holzabfällen als Heizmaterial und Optimierungen bei Transport und Logistik senken wir kontinuierlich Primär- und Sekundärenergie und die damit zusammenhängenden THG-Emissionen. Im Jahr 2013 nahmen wir unsere Photovoltaikanlage in Betrieb, die uns jedes Jahr mit ca. 31.000 kWh Strom versorgt. Seit 2016 decken wir auch durch unser Energiescout-Projekt  Energie- und damit THG-Einsparungen auf (vgl. Umwelterklärung 2019 S. 38, 50). Unsere Lkw-Flotte wurde bis Mitte 2019 vollständig auf Fahrzeuge der Euronorm 6 umgestellt. Durch die Umstellung auf ein Leasingkonzept sind wir in der Lage, alle 5 Jahre auf den aktuellsten Stand der Technik zu wechseln.
Die Zielsetzungen, die geplanten Zeitpunkte der Zielerreichung und bereits erbrachten Leistungen bzw. nicht erreichte Ziele sind in der Umwelterklärung 2019 auf den Seiten 82-86 aufgeführt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Bei der Erzeugung von Heizenergie wurde im Berichtsjahr 2018 CO2 wie folgt freigesetzt: Ölheizung 1,82 t und Gasheizung 20,84 t. Den überwiegenden Anteil an Heizenergie nahm unsere Holzheizung ein, die mit Holzabfällen aus der Produktion betrieben wird (2.475,77t CO2). Die Verbrennung von Holz ist CO2- und damit klimaneutral. Die CO2-Emissionen der eigenen LKW-Flotte lagen im Jahr 2018 bei 1.086,56 t (Berechnungsfaktor: 2,94 kg/l Diesel aus: Carbon Footprint – Teilgutachten: Monitoring für den CO2-Ausstoß in der Logistikkette (Umweltbundesamt); Eigenanteil LKW-Flotte: 34,76 %). Die Fotovoltaikanlage erzeuge im Jahr 2018 34.022 kWh Strom und spart damit ca. 23,5 t CO2 ein.

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Im Berichtsjahr betrug der Stromverbrauch 4.166,69 MWh, dies entspricht 2.195,9 t CO2-Äquivalenten (Basis: deutscher Strommix 2016; Quelle: http://www.klimaneutral-handeln.de/php/kompens-berechnen.php).
Allerdings bezieht ASSMANN ausschließlich 100% klimaneutral erzeugten Strom.

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Weitere Indirekte THG-Emissionen werden im Rahmen der EMAS-Umweltbilanz nicht erfasst. Hierfür fehlen an vielen Stellen konkrete Informationen aus der Lieferkette. Auf Basis von allgemeinen, öffentlich verfügbaren Informationen zu Vorprodukten wurden intern erste Berechnungen zu indirekten THG Emissionen durchgeführt. Diese Berechnungsmethode und die Ergebnisse wurden jedoch noch nicht extern verifiziert, sodass hier eine Veröffentlichung noch nicht vorgenommen wird.

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Die Entwicklung der THG-Emissionen der letzten drei Jahre aus Beheizung der Gebäude im Verhältnis zur Produktionsmenge wird auf den Seiten 80-81 der Umwelterklärung 2019 dargestellt. Die Dieselemissionen werden hier nur absolut dargestellt, da der Basiswert, welcher Anteil der Produktionsmenge durch den eigenen Fuhrpark transportiert wird, nur anteilig über die Verteilung der Touren erfolgen kann und damit nicht exakt ist. Die Gesamtemissionen konnten durch die beschriebenen Maßnahmen von 1.238,88t CO2 in 2017 bei annähernd gleicher Fahrleistung um 12,3% auf 1.086,56t CO2 in 2018 reduziert werden.
Maßnahmen und Ziele zur Reduzierung der THG-Emissionen werden in unserem Nachhaltigkeits- und Umweltprogramm auf den S. 82-86 der Umwelterklärung 2019 aufgeführt.