11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Eine wesentliche ökologische Auswirkung der Geschäftstätigkeit der Berentzen-Gruppe ist der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase durch die Inanspruchnahme von Energie. Hierzu werden Primärenergieträger wie Heizöl oder Erdgas eingesetzt, um die jeweils benötigten Energieformen wie Strom, Dampf, Wärme oder Druckluft zu erzeugen.

Einzelne Schritte der Wertschöpfung der Produkte in den Segmenten Spirituose und AFG finden in vorgelagerten Wertschöpfungsstufen bei Lieferanten statt. Hier werden die notwendigen Komponenten und Vorprodukte sowie Hilfsstoffe und Verpackungsmaterialien erzeugt. Ebenfalls außerhalb des Konzerns findet ein großer Teil der Energiegewinnung statt. Während der Herstellung der Fertigprodukte innerhalb der Systemgrenze, aber auch in den vorgelagerten Stufen, fallen verschiedene Abfälle sowie Emissionen an. Diese werden entweder verwertet, entsorgt oder an die Umwelt in Form von Abwasser, Abwärme oder Abluft abgegeben.

Als Betreiber von Mineralbrunnen wissen wir, wie kostbar die Ressource Wasser ist. Daher legen wir großen Wert auf eine nachhaltige Nutzung. Sie ist für unsere Unternehmenstätigkeit essenziell und deswegen für uns ein wesentliches Thema. Auch wenn an unseren Produktionsstandorten keine Wasserknappheit herrscht, minimiert der ressourcenschonende Umgang mit den konzerneigenen Brunnen und anderen Wasserquellen Umweltauswirkungen und sichert langfristig die Grundlage der Getränkeherstellung. Wir setzen uns für einen sorgsamen Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser ein. Um unsere eigenen Mineralbrunnen zu schützen und auch zukünftig zu erhalten, betreiben wir aufwendige Messungen und Berechnungen. Dabei überwachen wir den Wasserspiegel im Gesamtgebiet unserer Brunnen und den Wasserspiegel der Mineralbrunnen selbst.

Weitere Einflussmöglichkeiten auf den Ressourcenverbrauch und negative Umweltwirkungen bestehen im sparsamen Einsatz von Energie und Rohstoffen, bevorzugt aus nachhaltigen Quellen und der Reduktion von Abfällen.

Eine vollständige Auflistung der Umweltkennzahlen findet sich im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht 2020 der Berentzen-Gruppe ab der Seite 33.

Folgend sind ausgewählte Umweltkennzahlen aufgeführt: 
  2020  2019
Gesamt Energieverbrauch [kWh] 27.105.744 30.753.205
Gesamt Wasserentnahme [m3] 489.841 485.169
Gesamt Abwasser [m3]
240.790 233.499
Gesamt Abfallmenge [t] 4.076 3.725
Gesamt Treibhausgasemissionen aus Energieverbrauch [t CO2e] 5.285 5.972
Weitere Angaben zum Umfang der eingesetzten Ressourcen und zum Output sind in den Leistungsindikatoren: GRI 301-1, GRI 302-1, GRI 302-4, GRI 303-3, GRI 306-2 zu finden.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Die Erhaltung natürlicher Lebensgrundlagen für nachkommende Generationen hat für uns einen besonders hohen Stellenwert. Wir leisten unseren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung, indem wir uns kontinuierlich verbessern und stetig lernen. Wir übernehmen konzernweit die Verantwortung für eine umweltfreundliche Produktion. So ist es für uns selbstverständlich, daran zu arbeiten, die Auswirkungen unseres unternehmerischen Handelns auf Umwelt und Mensch so gering wie möglich zu halten.

Wesentliche ökologische Auswirkungen entstehen durch den Einsatz von Material, Rohstoffen, Wasser, Strom, Wärme und anderen Komponenten. Neben Kosten ist ihr Einsatz in der Regel mit Emissionen und weiteren Umweltwirkungen verbunden, deren Verursachung direkt oder indirekt unserer Wertschöpfungskette zugeordnet werden kann. Eine besondere Rolle kommt hier der Verbrennung fossiler Rohstoffe zu. Durch die Wertschöpfungstätigkeit entstehen weiterhin Abfälle, die je nach Art der Entsorgung und der Wiederverwertbarkeit ebenfalls mit Umweltauswirkungen verbunden sind.

Mit unserer im Berichtsjahr neu entwickelten Nachhaltigkeitsstrategie und der Zielsetzung „Hundred percent resource efficiency“ wollen wir ab dem Geschäftsjahr 2021 einen noch stärkeren Fokus auf das Thema Ressourceneffizienz legen. Die Reduzierung aller unserer Umweltauswirkungen durch einen sparsamen und effizienten Einsatz aller Ressourcen, durch Vermeidung von Abfall sowie die Nutzung erneuerbarer Energien und Materialien ist uns wichtig und unser erklärtes Ziel.

Zugleich fühlen wir uns verpflichtet, die eigenen Prozesse möglichst energieeffizient, umweltverträglich und ressourcenschonend zu gestalten. Im Zentrum stehen dabei nicht nur die absoluten, sondern insbesondere auch die relativen Verbräuche – bezogen auf die jeweilige Produktionsmenge. Mit diesen Informationen lässt sich die Effizienz einzelner Prozesse zuverlässiger bewerten als anhand der rein
absoluten Werte.

Um das Ziel der Ressourceneffizienz zu erreichen, werden wir im ersten Schritt den Aufbau eines digitalen monatlichen Monitorings der Umweltkennzahlen an allen Produktionsstandorten vorantreiben. Darüber hinaus dient die damit verbundene intensivere Kennzahlenerhebung der Definition von Leistungsindikatoren und der Festlegung von konkreten Zielwerten für das Jahr 2024 sowie der Implementierung eines Umweltmanagementsystems nach ISO 14001. Zur Umsetzung dieser Vorhaben wird im Geschäftsjahr 2021 ein neues Umweltmanagementteam gebildet, welches regelmäßig an die Geschäftsführung berichtet.

Nachdem wir im ersten Schritt die Basis geschaffen, Potenziale identifiziert und uns konkrete Zielwerte gesetzt haben, wollen wir im zweiten Schritt eine Effizienzstrategie entwickeln und damit einen Fahrplan zur Erreichung unserer Ziele definieren.

Erfolge im Bereich Ressourceneinsparungen konnten wir bereits im Geschäftsjahr 2021 erreichen. Diese werden in den folgenen Abschnitten dargestellt: 

Stromverbrauch
Im Berichtsjahr konnten wir den absoluten und spezifischen Stromverbrauch signifikant senken. Dies ist auf unterschiedliche Effizienzmaßnahmen zurückzuführen, welche wir im Geschäftsjahr 2020 erfolgreich umgesetzt haben. Durch eine verbesserte Produktionsplanung konnte die Maschinenauslastung in der Weise optimiert werden, dass größere Chargen bzw. Losgrößen abgefüllt werden konnten. Auf diesem Weg wurde die Anzahl an Anlagenumrüstungen reduziert. Bei der Umrüstung von Produktionsanlagen führt insbesondere die Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlagen zu einem höheren Energieverbrauch.

Darüber hinaus konnten wir weitere Einsparungen beispielsweise durch die kontinuierliche Umstellung von Leuchtmitteln auf LED-Beleuchtung erzielen. Dies führte dazu, dass wir im Geschäftsjahr 2020 unseren absoluten Stromverbrauch von 9.263.963 kWh (2019) auf 8.348.772 kWh deutlich reduziert haben. Der spezifische Stromverbrauch verringerte sich dabei ebenfalls signifikant von 42,41 Kilowattstunden je Kubikmeter Fertigprodukt (2019) auf 38,22 Kilowattstunden je Kubikmeter Fertigprodukt (2020). Im Geschäftsjahr 2020 wurden somit 16,3 % weniger Strom je Kubikmeter Fertigprodukt eingesetzt als im Basisjahr.

Brennstoffverbrauch
Im Berichtsjahr konnten wir sowohl den absoluten als auch den spezifischen Brennstoffverbrauch erfolgreich senken. So ist der spezifische Brennstoffverbrauch von 82,57 Kilowattstunden je Kubikmeter Fertigprodukt im Jahr 2019 auf 75,27 Kilowattstunden je Kubikmeter Fertigprodukt im Jahr 2020 gesunken. Im Vergleich zum Basisjahr 2015 stellt dies eine Senkung um 12,0 % dar. Die Verringerung des Brennstoffbedarfs ist ebenfalls sowohl auf die verbesserte Produktionsplanung als auch auf Isolierungsmaßnahmen an Gebäuden zurückzuführen. Darüber hinaus konnte durch eine effizientere Steuerung des Dampfkessels eine Reduktion des Erdgasverbrauchs erzielt werden.

Gesamtenergieverbrauch
Unser Gesamtenergieverbrauch an allen Standorten lag im Geschäftsjahr 2020 bei 27.105.744 Kilowattstunden. Damit verringerte sich der absolute und spezifische Energieverbrauch im Vergleich zum Vorjahr erheblich. Der spezifische Energieverbrauch sank von 137,57 Kilowattstunden je Kubikmeter Fertigprodukt (2019) auf 124,09 Kilowattstunden je Kubikmeter Fertigprodukt (2020). Diese Ergebnisse sind vorwiegend das Resultat unseres kontinuierlichen Strebens nach einem effizienteren Ressourceneinsatz. So konnte die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs insbesondere durch die Umstellung von mit fossilen Brennstoffen betriebenen Staplerfahrzeugen auf solche mit Elektroantrieb erreicht werden. Darüber hinaus hat die Coronavirus-Pandemie die Reiseaktivitäten unseres Außendienstes eingeschränkt. Zusätzlich führen die Reduktionsmaßnahmen des Brennstoff- und Stromverbrauchs ebenfalls zur Reduzierung des absoluten und spezifischen Energiebedarfs.

Die wesentlichen Vorschriften für unsere Produktion sind in den behördlichen Genehmigungen festgelegt. Die Basis bilden beispielsweise die nationalen Regelwerke zu Wasser, Abfall, Emissionen und Störfällen. Darüber hinaus stehen für uns die Anforderungen des Qualitätsstandards International Feature Standard Food (IFS Food) und Sedex Members‘ Ethical Trade Audit (SMETA) im Vordergrund.

Potentielle Risiken bestehen in diesem Handlungsfeld vor allem in der Verunreinigung oder der Versiegung eigener Brunnen und in den direkten und indirekten Folgen des Klimawandels. Hierzu zählen auch ökonomische Folgen in Form von steigenden Energiepreisen und weiteren Preissteigerungen sowie Anpassungskosten an die Folgen des Klimawandels.

Bei einer Nettobetrachtung von Risiken wurden derzeit keine Risiken identifiziert, die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf Umweltbelange haben werden. Die Ausarbeitung eines tiefergehenden Konzept zur Risikoanalyse befindet sich derzeit in Planung. Die Ziele und Maßnahmen der Nachhaltigkeitsstrategie im Handlungsfeld Planet stelle dafür wesentliche Grundlagen dar, um einen detaillierten Überblick zu bekommen und eine bessere und systematischere Steuerung des Ressourceverbrauchs zu gewährleisten. 

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Input Menge Einheit
Rohstoffe    
Kräuter/Gewürze 9 Tonnen
Öle 62 Liter
Aromen/Konzentrate/Grundstoffe 3.032 Tonnen
Zucker/Zuckersirup 9.213 Tonnen
Destillate 21.316 Liter
Halbware 876.917 Liter
Diverse Rohstoffe 85 Tonnen
     
Hilfsstoffe    
Stickstoff 56.038 Kubikmeter
Kohlensäure 1.839 Tonnen
Farbstoffe 5 Tonnen
     
Verpackungsmaterialien    
Papieretiketten 531.058 T Stück
Kartonagen 22.821 T Stück
Kartonaufkleber 9.991 T Stück
Folienetiketten 190.353 T Stück
PET-Flaschen 1.352 Tonnen
Schrumpfhauben 937 T Stück
Stretchfolie unbedruckt 57 Tonnen
Stretchfolie bedruckt 5.446 T Meter
Sonstige Verpackungsmaterialien aus Kunststoff 6.015 T Stück
Blechdosen 0  
Kunststoffverschlüsse 95.670 T Stück
Metallverschlüsse 229.487 T Stück
Glasflaschen 35.810 Tonnen

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Absoluter Energieverbrauch
  2020 2019 2018
Strom aus fossilen Energieträgern [kWh] 166.712 243.567 380.614
Strom aus erneuerbaren Energien [kWh] 8.182.010 9.020.396 9.483.256
Gesamt Stromverbrauch [kWh] 8.348.722 9.263.963 9.863.870
 
Absoluter Energieverbrauch auf Konzernebene
  2020 2019 2018
Erdgas [kWh] 14.152.705 16.340.775 18.000.149
Heizöl [kWh] 2.290.000 2.340.000 2.713.660
Diesel [kWh] 2.095.100 2.562.420 2.543.220
Benzin [kWh] 97.888 122.047 131.762
Strom [kWh] 8.348.722 9.263.963 9.863.870
Fernwärme [kWh] 121.329 124.000 88.000
Gesamt Energieverbrauch [kWh] 27.105.744 30.753.205 33.340.661

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Stromverbrauch
Im Berichtsjahr konnten wir den absoluten und spezifischen Stromverbrauch signifikant senken. Dies ist auf unterschiedliche Effizienzmaßnahmen zurückzuführen, welche wir im Geschäftsjahr 2020 erfolgreich umgesetzt haben. Durch eine verbesserte Produktionsplanung konnte die Maschinenauslastung in der Weise optimiert werden, dass größere Chargen bzw. Losgrößen abgefüllt werden konnten. Auf diesem Weg wurde die Anzahl an Anlagenumrüstungen reduziert. Bei der Umrüstung von Produktionsanlagen führt insbesondere die Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlagen zu einem höheren Energieverbrauch.

Darüber hinaus konnten wir weitere Einsparungen beispielsweise durch die kontinuierliche Umstellung von Leuchtmitteln auf LED-Beleuchtung erzielen. Dies führte dazu, dass wir im Geschäftsjahr 2020 unseren absoluten Stromverbrauch von 9.263.963 kWh (2019) auf 8.348.772 kWh deutlich reduziert haben. Der spezifische Stromverbrauch verringerte sich dabei ebenfalls signifikant von 42,41 Kilowattstunden je Kubikmeter Fertigprodukt (2019) auf 38,22 Kilowattstunden je Kubikmeter Fertigprodukt (2020). Im Geschäftsjahr 2020 wurden somit 16,3 % weniger Strom je Kubikmeter Fertigprodukt eingesetzt als im Basisjahr.

Brennstoffverbrauch
Im Berichtsjahr konnten wir sowohl den absoluten als auch den spezifischen Brennstoffverbrauch erfolgreich senken. So ist der spezifische Brennstoffverbrauch von 82,57 Kilowattstunden je Kubikmeter Fertigprodukt im Jahr 2019 auf 75,27 Kilowattstunden je Kubikmeter Fertigprodukt im Jahr 2020 gesunken. Im Vergleich zum Basisjahr 2015 stellt dies eine Senkung um 12,0 % dar. Die Verringerung des Brennstoffbedarfs ist ebenfalls sowohl auf die verbesserte Produktionsplanung als auch auf Isolierungsmaßnahmen an Gebäuden zurückzuführen. Darüber hinaus konnte durch eine effizientere Steuerung des Dampfkessels eine Reduktion des Erdgasverbrauchs erzielt werden.

Gesamtenergieverbrauch
Unser Gesamtenergieverbrauch an allen Standorten lag im Geschäftsjahr 2020 bei 27.105.744 Kilowattstunden. Damit verringerte sich der absolute und spezifische Energieverbrauch im Vergleich zum Vorjahr erheblich. Der spezifische Energieverbrauch sank von 137,57 Kilowattstunden je Kubikmeter Fertigprodukt (2019) auf 124,09 Kilowattstunden je Kubikmeter Fertigprodukt (2020). Diese Ergebnisse sind vorwiegend das Resultat unseres kontinuierlichen Strebens nach einem effizienteren Ressourceneinsatz. So konnte die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs insbesondere durch die Umstellung von mit fossilen Brennstoffen betriebenen Staplerfahrzeugen auf solche mit Elektroantrieb erreicht werden. Darüber hinaus hat die Coronavirus-Pandemie die Reiseaktivitäten unseres Außendienstes eingeschränkt. Zusätzlich führen die Reduktionsmaßnahmen des Brennstoff- und Stromverbrauchs ebenfalls zur Reduzierung des absoluten und spezifischen Energiebedarfs.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Die Messung des Wasserverbrauchs und des Abwasseraufkommens erfolgt an allen Standorten über Wasser- und Abwasserzähler. Über 99 Prozent des konzernweiten Wasserverbrauchs und des Abwasseraufkommens fallen direkt in der Produktion an.

Absoluter Wasserverbrauch und Abwasseraufkommen
  2020 2019 2018
Brunnenwasser [m³] 263.505 277.275 291.427
Stadtwasser [m³] 226.336 207.843 224.236
Gesamt Wasserentnahme [m³] 489.841 485.118 515.663
       
Abwasser [m³] 240.790 233.479 245.912

Leistungsindikator GRI SRS-306-2: Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des gefährlichen Abfalls, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
viii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

b. Gesamtgewicht ungefährlicher Abfälle, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
iii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

c. Wie die Abfallentsorgungsmethode bestimmt wurde:
i. Direkt von der Organisation entsorgt oder anderweitig direkt bestätigt
ii. Vom Entsorgungsdienstleister zur Verfügung gestellte Informationen
iii. Organisatorische Standardmethoden des Entsorgungsdienstleisters

 
Absolute Wertstoff- und Abfallaufkommen
  2020 2019 2018
Glasabfall [t] 2.182,9 1.953,0 1.690,5
Papier & Pappe [t] 518,5 513,5 520,0
Kunststoff [t] 778,0 684,0 593,4
Metall [t] 149,2 126,3 141,8
Altholz [t] 24,3 27,7 24,0
Kompostierbare Abfälle [t] 26,2 37,9 29,3
Gefährliche Abfälle [t] 7,2 10,2 6,4
Sonstige Abfälle zur Verwertung [t] 264,3 255,8 188,1
Sonstige Abfälle zur Beseitigung [t] 125,8 116,9 163,5
Gesamt Abfallmenge [t] 4.076,4 3.725,3 3.357,0

Absolutes Wertstoff- und Abfallaufkommen nach Entsorgungsart
  2020 Anteil 2019 Anteil
Recycling/ Verwertbare Abfälle [t] 3.943,4 96,7% 3.598,3 96,6%
Müllverbrennung [t] 125,8 3,1% 116,9 3,1%
Gefährliche Abfälle [t] 7,2 0,2% 10,2 0,3%
Gesamt Abfallmenge [t] 4.076,4 100,0% 3.725,3 100,0%

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Die Bekämpfung des Klimawandels gehört zu den wesentlichen Herausforderungen unserer Zeit. Wir leisten unseren Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels, indem wir sowohl auf Energie- und Ressourceneffizienz, als auch auf den Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energien setzen. Darüber hinaus verfolgen wir das erklärte Ziel der kontinuierlichen Reduktion der durch unsere Unternehmenstätigkeit verursachten Treibhausgasemissionen. Derzeit haben wir noch kein konkreten quantitativen Zielwert dafür definiert. Die Definition eines solchen konkreten Zielwertes wird im Rahmen der Implementierung des Umweltmanagementsystems näher eruiert und ggf. systematisch geplant. 

Eine wesentliche ökologische Auswirkung unserer Geschäftstätigkeit ist der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase durch die Inanspruchnahme von Energie. Um den Energieverbrauch innerhalb der Unternehmensgruppe zu optimieren und das Aufkommen an Treibhausgasen zu verringern, haben wir ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt.

Wir setzen auf erneuerbare Energie zur Reduktion unserer Treibhausgasemissionen und haben daher bereits vor einigen Jahren mit der Umstellung auf Strom aus erneuerbaren Energien innerhalb der Unternehmensgruppe begonnen. Bereits seit dem Geschäftsjahr 2018 liegt der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtstromverbrauch bei über 95 %. Im Berichtsjahr konnten wir diesen weiter auf 98 % erhöhen. In der Produktion liegt der Anteil erneuerbarer Energie bereits bei 100 %.
 
Corporate Carbon Footprint
Seit dem Geschäftsjahr 2017 berechnen wir den Corporate Carbon Footprint der gesamten Unternehmensgruppe. Dabei haben wir uns am anerkannten Greenhouse Gas Protocol (GHG) orientiert. Durch die Berechnung ermitteln wir, wie viele und wodurch CO2-Emissionen durch die Berentzen-Gruppe verursacht werden. Diese Informationen helfen uns, langfristig die CO2-Emissionen zu verringern.

Zur Ermittlung des Corporate Carbon Footprints wurden sowohl die organisatorischen als auch die operativen Systemgrenzen eindeutig festgelegt. Die organisatorischen Systemgrenzen beschreiben die einbezogenen organisatorischen Einheiten und den Zeitraum, auf den sich der Corporate Carbon Footprint bezieht. Wir haben alle aktiven Produktions-, Vertriebs- und Verwaltungsstandorte für das Geschäftsjahr 2020 einbezogen. Die operativen Systemgrenzen zeigen die Emissionsquellen auf, die innerhalb der organisatorischen Grenzen Berücksichtigung finden.

Wir ermittelten für das Geschäftsjahr 2020 genauso wie im Vorjahr die CO2-Emissionen in den Kategorien Scope 1 und Scope 2, sowie die unter Scope 3 fallenden Emissionen der Vorkette für Strom, Wärme und Transport.
 
Im Geschäftsjahr 2020 lag der Corporate Carbon Footprint der Berentzen-Gruppe für Scope 1 und Scope 2 (inkl. Vorkette Scope 3) durch den konzernweiten Energie- und Kälteverbrauch bei 5.285 Tonnen CO2-Äquivalenten (2019: 5.972). Demnach konnten wir unsere absoluten Emissionen um 11,5 % reduzieren und die spezifischen Emissionen um 9,5 % im Vergleich zum Vorjahr senken. So lagen die spezifischen Emissionen im Berichtsjahr bei 24,20 Kilogramm CO2-Äquivalenten je Kubikmeter Fertigprodukt gegenüber 26,72 CO2-Äquivalenten je Kubikmeter Fertigprodukt im Vorjahr. Dies konnten wir erreichen, indem wir im Berichtsjahr sowohl unseren Erdgasverbrauch als auch unseren Strom- und Dieselverbrauch deutlich reduzieren konnten.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.


  Emissionsquelle t CO2e %
Scope 1 Wärme 3.458,5 65,4
  Fuhrpark 590,2 11,2
Summe Scope 1   4.048,8 76,6

 
Entsprechend den Vorgaben des GHG Protocol ist der Ausweis der CO2-Emissionen in den Kategorien Scope 1 und Scope 2 obligatorisch, in der Kategorie Scope 3 dagegen freiwillig.  Die Berentzen-Gruppe ermittelte auch im Geschäftsjahr 2020 CO2-Emissionen in den Kategorien Scope 1 und Scope 2, sowie die unter Scope 3 fallenden Emissionen der Vorkette für Strom, Wärme und Transport.

Der vorliegende Corporate Carbon Footprint weist alle Emissionen als CO2-Äquivalente aus. Demnach werden in den Berechnungen neben CO2 auch die sechs weiteren im Kyoto-Protokoll reglementierten Treibhausgase berücksichtigt: Methan (CH4), Lachgas (N2O), Schwefelhexafluorid (SF6), Fluorkohlenwasserstoffe (FKW und H-FKW) und Stickstofftrifluorid (NF3). Diese werden in das Treibhauspotential von CO2 umgerechnet und als CO2-Äquivalente (CO2e) ausgewiesen. Die Berechnung der CO2-Emissionen erfolgte mit Hilfe von Verbrauchsdaten und Emissionsfaktoren für die Umrechnung in CO2-Äquivalente. Für die Umrechnung der Verbrauchsdaten in CO2-Äquivalente wurden sowohl Primär- als auch Sekundärdaten aus wissenschaftlichen Datenbanken genutzt (z. B. ecoinvent oder GEMIS). Bei Primärdaten handelt es sich um Daten, die im direkten Bezug auf einen Untersuchungsgegenstand erhoben werden. Mit Sekundärdaten werden Daten bezeichnet, die durch Verarbeitung und Modellierung von Primärdaten gewonnen wurden.

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.


  Emissionsquelle t CO2e %
Scope 2 Fremderzeugte Wärme 23,2 0,4
  Strom 14,0 0,3
Summe Scope 2   37,2 0,7

 
Entsprechend den Vorgaben des GHG Protocol ist der Ausweis der CO2-Emissionen in den Kategorien Scope 1 und Scope 2 obligatorisch, in der Kategorie Scope 3 dagegen freiwillig. Wir ermittelten für das Geschäftsjahr 2019 genauso wie im Vorjahr die CO2-Emissionen in den Kategorien Scope 1 und Scope 2, sowie die unter Scope 3 fallenden Emissionen der Vorkette für Strom, Wärme und Transport.

Der vorliegende Corporate Carbon Footprint weist alle Emissionen als CO2-Äquivalente aus. Demnach werden in den Berechnungen neben CO2 auch die sechs weiteren im Kyoto-Protokoll reglementierten Treibhausgase berücksichtigt: Methan (CH4), Lachgas (N2O), Schwefelhexafluorid (SF6), Fluorkohlenwasserstoffe (FKW und H-FKW) und Stickstofftrifluorid (NF3). Diese werden in das Treibhauspotential von CO2 umgerechnet und als CO2-Äquivalente (CO2e) ausgewiesen. Die Berechnung der CO2-Emissionen erfolgte mit Hilfe von Verbrauchsdaten und Emissionsfaktoren für die Umrechnung in CO2-Äquivalente. Für die Umrechnung der Verbrauchsdaten in CO2-Äquivalente wurden sowohl Primär- als auch Sekundärdaten aus wissenschaftlichen Datenbanken genutzt (z. B. ecoinvent oder GEMIS). Bei Primärdaten handelt es sich um Daten, die im direkten Bezug auf einen Untersuchungsgegenstand erhoben werden. Mit Sekundärdaten werden Daten bezeichnet, die durch Verarbeitung und Modellierung von Primärdaten gewonnen wurden.

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.


  Emissionsquelle t CO2e %
Scope 3 Vorkette Wärme/Kälte 737,3 14,0
  Vorkette Strom 369,6 7,0
  Vorkette Kraftstoff 92,5 1,7
Summe Scope 3   1.199,4 76,6

Entsprechend den Vorgaben des GHG Protocol ist der Ausweis der CO2-Emissionen in den Kategorien Scope 1 und Scope 2 obligatorisch, in der Kategorie Scope 3 dagegen freiwillig. Wir ermittelten für das Geschäftsjahr 2019 genauso wie im Vorjahr die CO2-Emissionen in den Kategorien Scope 1 und Scope 2, sowie die unter Scope 3 fallenden Emissionen der Vorkette für Strom, Wärme und Transport.

Der vorliegende Corporate Carbon Footprint weist alle Emissionen als CO2-Äquivalente aus. Demnach werden in den Berechnungen neben CO2 auch die sechs weiteren im Kyoto-Protokoll reglementierten Treibhausgase berücksichtigt: Methan (CH4), Lachgas (N2O), Schwefelhexafluorid (SF6), Fluorkohlenwasserstoffe (FKW und H-FKW) und Stickstofftrifluorid (NF3). Diese werden in das Treibhauspotential von CO2 umgerechnet und als CO2-Äquivalente (CO2e) ausgewiesen. Die Berechnung der CO2-Emissionen erfolgte mit Hilfe von Verbrauchsdaten und Emissionsfaktoren für die Umrechnung in CO2-Äquivalente. Für die Umrechnung der Verbrauchsdaten in CO2-Äquivalente wurden sowohl Primär- als auch Sekundärdaten aus wissenschaftlichen Datenbanken genutzt (z. B. ecoinvent oder GEMIS). Bei Primärdaten handelt es sich um Daten, die im direkten Bezug auf einen Untersuchungsgegenstand erhoben werden. Mit Sekundärdaten werden Daten bezeichnet, die durch Verarbeitung und Modellierung von Primärdaten gewonnen wurden.

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Im Geschäftsjahr 2020 lag der Corporate Carbon Footprint der Berentzen-Gruppe für Scope 1 und Scope 2 (inkl. Vorkette Scope 3) durch den konzernweiten Energie- und Kälteverbrauch bei 5.285 Tonnen CO2-Äquivalenten (2019: 5.972). Demnach konnten wir unsere absoluten Emissionen um 11,5 % reduzieren und die spezifischen Emissionen um 9,5 % im Vergleich zum Vorjahr senken. So lagen die spezifischen Emissionen im Berichtsjahr bei 24,20 Kilogramm CO2-Äquivalenten je Kubikmeter Fertigprodukt gegenüber 26,72 CO2-Äquivalenten je Kubikmeter Fertigprodukt im Vorjahr.

Dies konnten wir erreichen, indem wir im Berichtsjahr sowohl unseren Erdgasverbrauch als auch unseren Strom- und Dieselverbrauch deutlich reduzieren konnten.