11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Natürliche Ressourcen Umfang der Nutzung / Datenlage
Energie Elektrizität
Energieaudit durchgeführt 2016
Verbesserungspotenzial identifiziert, Maßnahmen bereits teilweise umgesetzt. Die DEVK hat 2020 ein neues Energieaudit durchgeführt. Daraus wurden v.a. für einzelne Regionaldirektionen Maßnahmen zum Energiesparen abgeleitet, die nach und nach umgesetzt werden.
Seit 2020 zertifizierter Ökostrom für die bundesweiten Liegenschaften.
Umfang 2020:
  • Erdgas: 1.224.164 kWh
  • Stromverbrauch: 9.812.086,00kWh
  • Fernwärme: 6.546.256 kWh  
  • Gesamt: 17.582.506,00 kWh
Abfall Hausmüll, Biomüll, Papier/Pappe, Glas, Gelbe Tonne, Elektronik, Bauschutt, Sperrmüll, Batterien, Metall, Feuerfeste Rohstoffe, Holz
Abfallmengen werden durch die Zentrale sowie die Regionaldirektionen erhoben.
Umfang 2020: 2.860,3 t
Wasser Wasser wird lediglich für Sanitärbetrieb in den Büros und der Kantine verwendet.
Daten werden durch Abrechnungen von z. B. Stadtwerken erhoben.
Umfang 2020: 43.525 m3
Abwasser Abwassermenge entspricht Wassermenge. Entsorgung über kommunale Kanalisation. Daten werden durch Abrechnungen von z. B. Stadtwerken erhoben.
Umfang 2020: 43.525 m3
Materialien Hauptmaterial ist Papier (Frischfaser und Recyclingpapier). Datenerhebung durch Bereich Einkauf der Zentrale Köln.
Umfang 2020: 479,26 t
Emissionen Emissionen werden in den Scopes 1, 2 und 3 verursacht und in einem separaten Corporate Carbon Footprint erhoben. Daten kommen aus verschiedenen Abteilungen der Zentrale und teilweise direkt aus den Regionaldirektionen.
Scope 1: 1.956,10 tCO2e
Scope 2: 843,87 tCO2e
Scope 3: 1.844,18 tCO2e

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Die Nachhaltigkeitsstrategie der DEVK wurde 2018 verabschiedet. Im Jahr 2019 erfolgten die Operationalisierung und die Erarbeitung und Integration der übergreifenden Konzepte. Das Zielprogramm für alle fünf definierten Handlungsfelder sowie eine tiefere Risikoanalyse wurden 2019 erarbeitet.

Für das Handlungsfeld "Ökologisches Engagement" wurden als strategische Ziele folgende Schwerpunktthemen definiert:
Für jedes dieser strategischen Schwerpunktbereich wurden Maßnahmen definiert die einen Beitrag zu nachhaltigerem Ressourcenmanagement liefern. So wurde zum Beispiel für "Klima und CO2" das Ziel gesetzt ab 2020 auf Ökostrom umzusteigen, für alle eigenen und selbstgenutzten Liegenschaften. Dieses Ziel wurde erreicht. Seit Januar 2020 bezieht die DEVK in allen bundesweiten Liegenschaften zertifizierten Ökostrom.
Die DEVK hat 2020 ein neues Energieaudit durchgeführt. Daraus wurden v.a. für einzelne Regionaldirektionen Maßnahmen zum Energiesparen abgeleitet, die nach und nach umgesetzt werden. Die Auswahl des Stromanbieters (Wechsel auf zertifizierten Ökostrom) stellt die wichtigste Einflussmöglichkeit dar.
Quantifizierbare Ziele sollen im Rahmen einer Klimastrategie ab 2021 erarbeitet werden.

Mögliche wesentliche Risiken mit negativen Auswirkungen auf Ressourcen und Ökosysteme liegen im Bereich der Produkte. Die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in den Kapitalanlagen und Produkten der DEVK war eines der Schwerpunktthemen für die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie in 2020.  
Um Aktien und Zinsanlagen zu beurteilen, kommen sektorspezifische Nachhaltigkeitsratings zum Einsatz, außerdem normen- und themenbasierte Screenings. So soll das Geld z.B. nicht in Unternehmen oder Institutionen investiert werden, die nach dem Römischen Statut des internationalen Strafgerichtshofs verbotene oder geächtete Waffen herstellen oder vertreiben. Seit 2020 arbeiten die Kapitalanleger der DEVK systematisch mit ISS ESG, einem Informationstool zu Environmental- Social-Governance-Ratings der Institutional Shareholder Services. Die Software liefert fundierte Einblicke in unternehmerische Geschäftspraktiken und damit verbundene Risiken und Chancen für Umwelt und Gesellschaft. Weitere Informationen hierzu im Bereich Produkte.

Das Ressourcenmanagement referenziert auf das Handlungsfeld „Ökologisches Engagement“ der Nachhaltigkeitsstrategie. Die Risiken ergeben sich hierbei aus der Kapitalanlage- und der Produktstrategie der DEVK. Nachfolgend sind die wesentlichen Risiken aufgelistet, die das Ressourcenmanagement betreffen.





Die versicherungstechnischen Risiken in der Erst- und Rückversicherung berühren die eigene Geschäftstätigkeit. Die Kapitalanlagerisiken und die passive Rückversicherung betreffen unsere Geschäftsbeziehungen. Im Rahmen der Cloud-Strategie der DEVK spielen zunehmend Business Continuity-Risiken aus Dienstleistungsbeziehungen eine entscheidende Rolle.  

Die DEVK bekennt sich in der Nachhaltigkeitsstrategie mit dem Handlungsfeld „Ökologisches Engagement“ dazu, einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele und gegen die Ressourcenübernutzung zu leisten. Ein wirkungsvolles Instrument zur Erreichung dieses Zieles ist eine nachhaltige Kapitalanlage.
Mit Themeninvestments fördert die DEVK zahlreiche nachhaltige Kapitalanlagen. So ist sie über Dachfonds an rund 80 Projekten für erneuerbare Energien beteiligt, die dafür sorgen, dass aus Wind Sonne, Biomasse & Co. jährlich über 78.000 Megawattstunden Strom erzeugt werden. Auch Anteile an Mikrofinanzfonds sind seit Jahren Teil der DEVK- Kapitalanlage. 2020 hat die DEVK Mikrofinanzierungen mit 63 Millionen Euro gefördert, um z.B. Frauen in Entwicklungsländern zu helfen, für sich und ihre Familie eine Existenz aufzubauen. Für alle Themeninvestments zusammen hat die DEVK 2020 gut 204 Millionen Euro investiert.  
Risiken ergeben sich dabei aus dem Transitionsprozess der Umstellung auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft und eine nachhaltige Mobilität. Die Investments sind oftmals durch lange Laufzeiten geprägt. Hieraus resultieren Liquiditätsrisiken. Außerdem sind die Renditeprognosen oftmals unsicher. Es können sich Zielverfehlungen hinsichtlich des Gewinnversprechens an den Kunden ergeben. Insgesamt bewegt sich die nachhaltige Kapitalanlage im Spannungsfeld der aufsichtsrechtlichen Ziele Sicherheit, Rendite und Liquidität. Im Rahmen des Themenansatzes investiert die DEVK in ausgewählte Investments die in diesem Spannungsfeld einen möglichst großen Ergebnisbeitrag leisten.    
In der Produktgestaltung findet der Nachhaltigkeitsgedanke zunehmend Berücksichtigung. Im Bereich der Altersvorsorge gibt die DEVK Versicherten die Möglichkeit, sich aktiv für nachhaltige Anlagen zu entscheiden. Der Fonds „DEVK-Anlagekonzept RenditeNachhaltig“ ist ein Baustein für die Fondsrente. Das Geld wird in Aktien- und Rentenfonds angelegt. Das Fondsmanagement berücksichtigt dabei die Nachhaltigkeitsanalyse von Unternehmen, Ländern und Organisationen in Bezug auf ökologische, ökonomische und soziale Kriterien. Unternehmen und Emittenten, die einer nachhaltigen Entwicklung schaden, werden ausgeschlossen. Im Jahr 2020 hat das „DEVK-Anlagekonzept RenditeNachhaltig“ gut 11 Prozent Rendite erwirtschaftet und damit auch ökonomische Nachhaltigkeit bewiesen. 
In der Kraftfahrthaftpflichtversicherung gibt es einen Nachlass auf Elektro- und Hybridfahrzeuge. Risiken können sich aus fehlenden Statistiken hinsichtlich Schadenhäufigkeit und Schadenhöhe ergeben. Dieses Risiko liegt beispielsweise bei der Versicherung von E-Scootern vor.  
Auf das Prämien- und Reserverisiko haben aber auch physische Risiken, die sich aus Extremwetterereignissen und der langfristigen Veränderung klimatischer und ökologischer Bedingungen ergeben, einen maßgeblichen Einfluss. Hierdurch verändern sich langfristig auch Schadenhäufigkeit und Schadenhöhe. 

Der GDV hat ein ein Positionspapier zum Thema Nachhaltigkeit in der Deutschen Versicherungswirtschaft verfasst. Darunter gibt es auch Klimaziele für Produkte und Kapitalanlagen sowie zu den Geschäftsstandorten und dem Geschäftsbetrieb. Unter anderem:
Im Rahmen der Neuentwicklung der Unternehmensstrategie ab 2021 wird auch die Nachhaltigkeitsstrategie weiterentwickelt. Auch eine Klimastrategie wird ab 2021 definiert werden. Diese wird konkrete Klimaziele beinhalten.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Gesamtgewicht eingesetzte erneuerbare und nicht erneuerbare Materialien
Material Gewicht
Gesamtgewicht erneuerbarer Material (in t) 479,26
Gesamtgewicht nicht erneuerbarer Material (in t) 0,00
  Hierbei handelt es sich um den Papierverbrauch der gesamten Organisation in 2020.

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

a)  Gesamter Kraftstoffverbrauch innerhalb der DEVK aus nicht erneuerbaren Quellen: 
Nicht erneuerbare Energieträger Energie (GJ)
Erdgas 4406,99
Benzin 2.437
Diesel 12.696
Gesamter Energieverbrauch durch Kraftstoffe 19.540
 
b) Gesamter Kraftstoffverbrauch innerhalb der DEVK aus erneuerbaren Quellen:
Es wurden keine erneuerbaren Kraftstoffe im Berichtsjahr verbraucht. 

c) 
Energieträger Energie (GJ)
Erneuerbare Energieträger
Strom 37.245,47
Fernwärme 0,00
Nicht erneuerbare Energieträger
Strom 1.921,96
Fernwärme 23.566,52
Gesamter indirekter Energieverbrauch 62.733,95
 
d)
Es wurde im Berichtsjahr keine Energie verkauft.

e) 
Gesamter Energieverbrauch innerhalb der DEVK: 82.274 GJ

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Initiativen zur Verringerung des Energieverbrauchs
Initiative Reduktion (in GJ) Betreffende Energiearten Basisjahr / Bezugsgröße Standards, Methoden und Annahmen
Erhöhen der Serverraum-Temperatur auf z. B. 24°C RD Essen 27,25 Strom 2016 Energieaudit 2016
Reduktion des Standby-Stromverbrauchs von Büro-IT Geräten RD Köln 9,14 Strom 2016 Energieaudit 2016
Einbau von hocheffizienten Heizungspumpen 10,08 Strom 2016 Energieaudit 2016
Beleuchtung auf LED umstellen RD Mainz 82,22 Strom 2016 Energieaudit 2016

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Gesamtwasserentnahme aufgeschlüsselt nach Quellen (in m3)
Quelle Wasserentnahme (in m3)
Wasserversorger 43.525
Summe aller Quellen 43.525

Leistungsindikator GRI SRS-306-2: Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des gefährlichen Abfalls, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
viii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

b. Gesamtgewicht ungefährlicher Abfälle, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
iii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

c. Wie die Abfallentsorgungsmethode bestimmt wurde:
i. Direkt von der Organisation entsorgt oder anderweitig direkt bestätigt
ii. Vom Entsorgungsdienstleister zur Verfügung gestellte Informationen
iii. Organisatorische Standardmethoden des Entsorgungsdienstleisters

In unserer Organisation fällt nur ungefährlicher Abfall an.

Datenquelle Einheit Wert  
Papier/Pappe t 314,3 Recycling
Restmüll/Hausmüll t 186,8 Deponie /Verbrennung
Glas t 49,68 Recycling
Biomüll t 24,95 Deponie /Verbrennung
Gelbe Tonne t 0,27039 Recycling
Elektro t 8,45 Recycling
Bauabfälle t 69,1 Deponie /Verbrennung
Batterien t 0,066 Recycling
Metall t 5,130 Recycling
Holz t 33,500 Recycling
Feuerfeste Rohstoffe t 983,46 Deponie /Verbrennung
sonstiges t 10,27 Deponie /Verbrennung
GESAMT t 1.686,0  

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Bisher lag die größte Emissionsquelle der DEVK im Bereich Scope 2 "Eingekaufter Strom". Diese wurde durch die Umstellung auf zertifizierten Ökostrom in den bundesweiten Liegenschaften stark reduziert. Lediglich ein kleiner Teil der Regionaldirektionen bezieht noch konventionellen Strom.  Die höchsten Emissionsquellen sind demnach im Jahr 2020 die indirekten Emissionen durch Kraftstoff- und Energieverbrauch in Scope 1+2 und dem Unternehmensfuhrpark. Der Unternehmensfuhrpark wurde durch ein Gold Standard Projekt kompensiert. Die DEVK hat 2020 ein neues Energieaudit durchgeführt. Daraus wurden v.a. für einzelne Regionaldirektionen Maßnahmen zum Energiesparen abgeleitet, die nach und nach umgesetzt werden. Die Auswahl des Stromanbieters (Wechsel auf zertifizierten Ökostrom) stellt die wichtigste Einflussmöglichkeit dar.

Wir haben uns noch keine Reduktionsziele gesetzt. Es wurden diverse Maßnahmen in die Wege geleitet um die größten Emissionsquellen zu reduzieren, wie z.B.:

Wir nutzen noch keine Bezugsgrößen für die Berechnungen von Effizienzkennzahlen.

Erläuterung fehlender Angaben:
Das Zielprogramm für alle fünf definierten Handlungsfelder, darunter auch "Ökologisches Engagement", wurden im Jahr 2019 erarbeitet. "Klima und CO2" wurde als einer von drei strategischen Schwerpunktbereichen in diesem Handlungsfeld definiert und erste Maßnahmen eingeleitet. Die weitere Entwicklung von Klimazielen ist 2021 geplant. 

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Die DEVK hat im Jahr 2020 insgesamt 1.956,10 Tonnen CO2 im Bereich Scope 1 emittiert. Diese setzen sich wie folgt zusammen:  
Scope 1.1 Direkte Emissionen aus der Verbrennung von Erdgas                          250,50
Scope 1.2 Direkte Emissionen aus mobilen Anlagen (Unternehmensfuhrpark)                  1.202,00
Scope 1.3 Direkte Emissionen aus Klimaanlagen                         503,60
Summe Scope 1:                             1.956,10


Außerhalb der Scopes - Biogene CO2e-Emissionen durch die Verbrennung von Biomasse

Emissionsquelle t CO2e
Außerhalb der Scopes: Emissionen durch Verbrennung von Biomasse im Bereich stationäre Verbrennung 0,00
Außerhalb der Scopes: Emissionen durch Verbrennung von Biomasse im Bereich Unternehmensfuhrpark 0,00


Methoden der Datenerhebung der direkten CO2-Emissionen (Scope 1)
Emissionsquelle Methode der Datenerhebung
Stationäre Verbrennung Berechnung mit publizierten Emissionsfaktoren
Unternehmensfuhrpark Berechnung mit publizierten Emissionsfaktoren
Klimaanlagen Berechnung mit publizierten Emissionsfaktoren


Die erstmalige Erhebung des Corporate Carbon Footprint erfolgte für das Geschäftsjahr 2017 mit Daten aus 2016/2017. 2017 gilt als Basisjahr.

Wir nutzen als Konsolidierungsansatz für THG-Emissionen aus Scope 1 den Ansatz der operativen Kontrolle.

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Die DEVK hat im Jahr 2020 insgesamt 843,87 Tonnen CO2-Emissionen im Bereich Scope 2 emittiert.

Scope 2 CO2e-Emissionen
Emissionsquelle t CO2e marktbasiert t CO2e standortbasiert
Strom 103,04 3.934,65
Fernwärme 740,83  
Gesamt 843,87 3.934,65

Methoden der Datenerhebung der direkten CO2e-Emissionen (Scope 2)
Emissionsquelle Methode der Datenerhebung
Strom Berechnung mit spezifischen Emissionsfaktoren laut Stromrechnung und Berechnung mit publizierten Emissionsfaktoren (Strommix Deutschland)
Fernwärme Berechnung mit spezifischen Emissionsfaktoren laut Versorger und teilweise Berechnung mit publizierten Emissionsfaktoren


Die erste CCF Erhebung erfolgte mit Daten aus dem Jahr 2017. Dieses gilt als Basisjahr.

Wir nutzen als Konsolidierungsansatz für THG-Emissionen aus Scope 2 den Ansatz der operativen Kontrolle.

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Die DEVK hat im Jahr 2020 insgesamt 4.136,47 Tonnen CO2-Emissionen im Bereich Scope 3 emittiert.
Diese setzen sich wie folgt zusammen:

Scope 3 CO2e-Emissionen  
Scope 3.1 Gekaufte Waren und Dienstleistungen (Papier) 499,11
Scope 3.3 Brennstoff- und energiebezogene Emissionen, nicht in Scope 1+2 erhalten 1.298,04
Scope 3.5 Abfallaufkommen im Betrieb 35,91
Scope 3.6 Geschäftsreisen 48,48
Scope 3.7. Pendeln der Arbeitnehmer 2.247,05
Gesamt 4.136,47



Methoden der Datenerhebung der direkten CO2e-Emissionen (Scope 3)
Emissionsquelle Methode der Datenerhebung
Geschäftsreisen Berechnung mit publizierten Emissionsfaktoren
Papier Berechnung mit publizierten Emissionsfaktoren
Abfall Berechnung mit publizierten Emissionsfaktoren
Brennstoff- und Energiebezogene Emissionen Berechnung mit publizierten Emissionsfaktoren
Pendeln Mitarbeitende Berechnung mit publizierten Emissionsfaktoren

Die erste Erhebung des CCF erfolgte mit Daten aus dem Jahr 2017. Als Basisjahr gilt 2017.

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Wir haben Initiativen zur Senkung von THG-Emissionen ergriffen. Informationen zu den Initiativen sind in nachfolgender Tabelle aufgeführt:

Initiativen zur Reduktion von THG-Emissionen
Initiative Senkung (in t) Einbezogene THG Betreffende THG-Arten Basisjahr / Referenz Standards, Methoden und Annahmen
Umstellung auf zertifizierten Ökostrom Ca. 3.130 (bezogen auf Emissionen aus Stromverbrauch 2019) CO2 Scope 2 2019 Zertifizierter Ökostrom
Recycling von Elektronikprodukten 36,8 CO2 Scope 3 Jährlich ändernd Daten aus Bericht von AfB gGmbH
Erhöhen der Serverraum-Temperatur auf z.B. 24°C RD Essen 3,99 CO2 Scope 2 2016 Maßnahme aus Energieaudit 2016. Einsparung per annum
Reduktion des Standby-Stromverbrauchs von Büro-IT Geräten RD Köln 1,34 CO2 Scope 2 2016 Maßnahme aus Energieaudit 2016. Einsparung per annum
Einbau von hocheffizienten Heizungspumpen 1,48 CO2 Scope 2 2016 Maßnahme aus Energieaudit 2016. Einsparung per annum
Beleuchtung auf LED umstellen RD Mainz 12,00 CO2 Scope 2 2016 Maßnahme aus Energieaudit 2016. Einsparung per annum
Investition in neue effiziente Austauschkälte Maschine   Nicht bekannt CO2 Scope 2 2019 Messung der Energieeinsparung in 2020
Sukzessive Umrüstung aller Beleuchtung auf LED Nicht bekannt CO2 Scope 2 2016 Einsparung derzeit nicht erhoben
Verlängerung der Lebensdauert von IT-Produkten 52 CO2 Scope 3 2019 Berechnet durch AfB

Verlängerung der Lebensdauert von IT-Produkten
Seit 2007 landen gebrauchte, aber gut erhaltene Laptops, Smartphones und Monitore der DEVK nicht mehr im Müll. Sie werden abgeholt, um nach Möglichkeit wieder benutzt zu werden. Die AfB hat sich das zur Aufgabe gemacht: Sie beschäftigt als gemeinnützige GmbH eine gemischte Belegschaft aus Menschen mit und ohne Behinderung. Durch die Kooperation hat die DEVK im Jahr 2020 36,8 Tonnen CO2, 144 Megawatt Strom und 252 m3 Wasser eingespart. Damit trägt sie nachhaltig zum Schutz der Umwelt bei.

Wir haben die Treibhausgasemissionen unserer Geschäftsflüge des Jahres 2020 durch den Anbieter Atmosfair kompensiert. Die Emissionen aus dem Unternehmensfuhrpark wurden ebenfalls kompensiert. Alle Fahrer haben eine DKV-Tankkarte erhalten, mit der die DEVK für jeden Liter Sprit Geld in zertifizierte Klimaprojekte investiert: 1,33 Cent je Liter Diesel, 1,25 Cent je Liter Super. Der verursachte CO2-Ausstoß wurde so ausgeglichen.

Einsparpotenziale per annum aus dem Energieaudit wurden mit Deutschem Strommix 2016 berechnet.