11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Wesentliche Angaben hinsichtlich Umweltbelangen (Kriterien 11 bis 13)

Ziele in Bezug auf Umweltbelange Status Ergebnis und Fortschritt 2018
Wir stellen konzernweit sukzessive auf LED-Beleuchtung um. fortlaufendes Ziel Im Jahr 2018 haben wir drei neu eröffnete WASGAU Frischemärkte mit LED-Beleuchtung ausgestattet. Zusätzlich wurden vier Bestandsmärkte und zwei C+C Märkte auf LED-Beleuchtung umgestellt.
Darüber hinaus wurde in Teilbereichen der Produktionsbetriebe und der Logistik LED-Technik installiert.
Wir streben eine konzernweite Reduzierung des Energie-Leistungsindikators bei Strom um 5 % an (Basisjahr 2015). 2019 Im Jahr 2018 konnten wir unseren Energiebedarf an Strom um 4,2 % im Vergleich zum Vorjahr senken. Auf bereinigter Fläche, in unseren Frischemärkten (ohne Neubauten und Schließungen), ergibt dies eine Reduzierung um 3,6 % im Vergleich zum Vorjahr.
Wir erhöhen konzernweit die Energietransparenz durch zusätzliche Messungen. fortlaufendes Ziel Neben den geregelten Messungen haben wir in 2018 weitere Untermessungen installiert. Dadurch erhöhen wir unsere Energietransparenz.
Wir überprüfen konzernweit die Nutzung von Verglasung für die Kühltruhen und die Wirtschaftlichkeit des Einbaus. 2018 Die Überprüfung wurde durchgeführt. Im Ergebnis hat sich die WASGAU dazu entschieden, die Verglasung für die Kühltruhen bei allen Neu- und Umbauten ab 2018 durchzuführen.
Wir überprüfen die größten Wärmeerzeuger und ermitteln die Wirtschaftlichkeit eines Austauschs. fortlaufendes Ziel Nach Überprüfung erfolgte ein Austausch im WASGAU Metzgerei Produktionsbetrieb.
Die Dampferzeugung wird seit der Umstellung direkt in die Heizungsanlage eingespeist.
Das Einsparpotenzial wird sich nach Herstellerangaben auf jährlich ca. 64 Tonnen CO2 belaufen.
Wir überprüfen die größten Erdgasverbraucher und ermitteln die Wirtschaftlichkeit eines Austauschs. 2018 Momentan wird in einigen Bereichen Erdgas genutzt. Die Überprüfung ergab, dass dies ein sinnvoller Bestandteil des energetischen Gesamtkonzepts des WASGAU Konzerns darstellt.
Bei Neubauten von WASGAU Frischemärkten verzichten wir auf den Einsatz von Erdgas als Energieträger.
Wir arbeiten nach Möglichkeit mit lokalen Lieferanten zusammen, um kurze Transportwege zu gewährleisten. fortlaufendes Ziel Wir wollen die Zusammenarbeit mit regionalen und lokalen Lieferanten weiter fördern. Insbesondere beim Bau neuer WASGAU Frischemärkte und auch bei der Wartung und Instandhaltung unserer Liegenschaften ist ein wichtiges Kriterium die räumliche Nähe der Geschäftspartner.
Wir beabsichtigen, den Anteil an schadstoffarmen Fahrzeugen in unserem Fuhrpark weiter zu erhöhen. fortlaufendes Ziel Unser Fuhrpark besteht momentan aus 139 Pkw sowie 75 Lkw, die der Euro-5- und Euro-6-Abgasnorm entsprechen. Für das Jahr 2019 planen wir die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs zu Testzwecken.
Wir versuchen verstärkt, Plastikabfälle in den Produktionsbetrieben und Märkten zu minimieren. fortlaufendes Ziel Plastikabfälle werden bei uns gesondert betrachtet, aus der Sicht der Verpackung, in der Lebensmittel an den Endverbraucher abgegeben werden.
Seit Jahresmitte haben wir in unseren WASGAU Bäckerei-Filialen sukzessive auf recycelte Papiertüten umgestellt.
Durch den Einsatz von Mehrwegtransportbehältern in unserer Frischelogistik reduzieren wir unsere Emissionen jährlich um bis zu 241 Tonnen CO2.
Im Laufe des Jahres 2018 haben wir die Verpackung in den WASGAU Metzgerei-Filialen auf eine nachhaltigere Alternative umgestellt.
Wir modernisieren fortwährend unsere Märkte, sodass sie dem neuesten technischen Stand entsprechen. fortlaufendes Ziel Entsprechend unserer Expansionsplanung und wo immer bautechnisch möglich, werden ressourcenschonende Komponenten in unsere WASGAU Frischemärkte eingebaut.
Dazu zählen insbesondere: LED-Beleuchtung, neueste Kühltechnik, Klimatisierungsanlagen und Wärmetauscher.


Weitere Angaben zu Kriterium 11: Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen:

Als Handelsunternehmen und Lebensmittelproduzent verzeichnet die WASGAU vor allem bei den Wertschöpfungsprozessen Verarbeitung, Lagerung, Transport, Zubereitung und Verkauf wesentliche Ressourcenverbräuche. In den Produktionsbetrieben nutzen wir Transportverpackungen, z. B. Holz, Kunststoffe (wie PVC) sowie Papier, Pappe und Karton. Zur Produktwerbung, wie beispielsweise bei unseren Broschüren und Handzetteln, nutzen wir Papier, welches mit dem „Blauen Engel“ gekennzeichnet ist. Für Produktions- und Vertriebsprozesse nehmen wir Ressourcen wie Energie und Wasser in Anspruch.

Insbesondere in der Logistik, in unseren Märkten und in den Produktionsbetrieben fällt ein erheblicher Anteil unserer Energieverbräuche an: Die Beleuchtung, der Betrieb unserer Anlagen, die Klimatisierung und die Belüftung unserer Gebäude machen einen großen Anteil unseres Energieverbrauchs aus. Um die Einhaltung der Kühlketten zur Produktsicherheit zu gewährleisten, setzen wir in den Märkten, den Produktionsbetrieben und in der Logistik darüber hinaus Kühlanlagen und Kühlmittel ein. Ein weiterer Teil unserer Ressourcennutzung resultiert aus dem Kraftstoffverbrauch unseres Fuhrparks. Für die C+C Märkte sind derzeit 36 Lkw (VJ 35) auf den Straßen in der Region unterwegs. In der Metzgerei verfügen wir über eine Flotte von 15 Lkw (VJ 15) und in der Zentrallogistik beträgt die Anzahl 24 Lkw (VJ 24).

Abfälle entstehen bei WASGAU aus Verpackungsmaterialien in der Produktion, in der Logistik und in den Einzelhandels- und C+C Märkten. Im Produktionsprozess fallen zudem Reststoffe an. Hinzu kommen dem Abfall zuzuordnende Lebensmittel. Ein weiterer Posten sind diejenigen Wertstoffe, welche nach der Nutzung von Produkten bei unseren Kunden entstehen und für welche wir in unseren Märkten Annahmestellen eingerichtet haben. Darunter fallen beispielsweise PET-Flaschen, Pfandflaschen und alte Batterien. Gefährliche Abfälle fallen im Betrieb aus Sandfanganlagen oder Öl- bzw. Wasserabscheidern sowie durch den Einsatz von Motoren- und Getriebeöl an.

Einen Großteil der im Sortiment angebotenen Produkte kauft die WASGAU von Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie ein. Im Berichtszeitraum erfasste die WASGAU den Ressourcenverbrauch in dieser erweiterten Lieferkette nicht, weil sie die Waren im Wesentlichen nicht direkt, sondern über Zwischenhändler bezieht. Aus diesem Grunde liegen hierzu keine konsistenten Daten vor.



12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Ein Anliegen unserer Nachhaltigkeitsbestrebungen im Bereich der Umweltbelange ist es, schrittweise unseren Rohstoff- und Energieverbrauch und die daraus resultierenden Emissionen zu senken. Dafür setzen wir z. B. in der WASGAU Metzgerei Abgaswärmetauscher zur Wärmerückgewinnung ein und speisen die Heizungsanlage über die Dampferzeugung.

Beim Bau neuer WASGAU Frischemärkte steht die verantwortungsvolle Nutzung von Ressourcen unter dem Stichwort „Green Building“ – also eine besonders energie-, wasser- und materialsparende Bauweise – im Fokus. Darunter verstehen wir bei WASGAU verschiedene Aspekte: Beim Bau kommen nachhaltige Baustoffe wie Holz und Holzverbundstoffe zum Einsatz. Die Kühlregale und -truhen sind modern und vollständig verglast, um Energie zu sparen. Es werden keine fossilen Brennstoffe eingesetzt. Die gesamte Haus- und Kühltechnik wird mit modernen Steuerungsanlagen optimiert. Für den Neu- und Umbau sowie die Unterhaltung der Gebäude und Anlagen arbeiten wir nach Möglichkeit mit Fachleuten aus der Region zusammen, die kurze Anfahrtswege haben.

Wir wollen eine möglichst weitgehende Verwertung unserer Abfälle erreichen. Wertstoffe führen wir der Wiederverwendung oder dem Recycling zu. Um einen Beitrag zur Vermeidung von Foodwaste zu ermöglichen, arbeiten wir seit vielen Jahren partnerschaftlich mit den ortsansässigen Tafeln zusammen. Lebensmittel, die wir nicht verkauft haben und die bedenkenlos verzehrt werden können, stellen wir gemeinnützigen Organisationen zur Verfügung.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Die Angaben beziehen sich auf die Produktionsbetriebe
der WASGAU Metzgerei GmbH und der WASGAU Bäckerei & Konditorei GmbH.

Im Folgenden berichten wir über den Materialverbrauch unserer Eigenproduktion.

In der Produktion der WASGAU Metzgerei werden Rindfleisch, Schweinefleisch, Kalbfleisch, Lamm, Geflügel, Innereien, eigene und von Dritten bezogene Wurstwaren sowie Konserven im Verarbeitungsprozess eingesetzt. Zum Produktionsfleisch zählen Rind, Schwein, Kalb und Pute. Die unter Schnippelküche genannten Rohstoffe umfassen im Wesentlichen diverse Salate und Fleischkäsezubereitungen.

In der WASGAU Bäckerei werden für die Herstellung der Backwaren Mehle aus umliegenden Mühlen aus Rheinhessen/Pfalz, Rhein-Main, dem Saarland und Bayern verwendet. Es werden dafür Jahresmengen berechnet.

Rohstoffe Menge 2018 in t Menge 2017 in t
WASGAU Metzgerei    
Produktion 7.678 7.612
Produktionsfleisch 2.520 2.693
Schnippelküche 273 235
WASGAU Bäckerei    
Weizenmehl 2.407 2.378
Spezialmehl (Vormischungen) 1.097 1.057
Baguettemehl SF 154 178
Roggenmehl 997 478 473
Bioland Getreide 136 98

Hilfs- und Betriebsstoffe Menge 2018 in t Menge 2017 in t
WASGAU Metzgerei    
Flüssigstickstoff 123 128
Rundungsdifferenzen können in allen Tabellen auftreten

Aus Gründen des geringen Volumens der Verpackungsgase Foodpack 3 und Foodpack 4 und der damit nicht gegebenen Wesentlichkeit berichten wir im Folgenden nicht mehr über diese Betriebsstoffe.

Papier im Büroalltag
Papier beziehen wir aus unterschiedlichen Quellen. Aufgrund der hohen Anzahl der Lieferanten und dem Einsatz von externen Dienstleistern ist für uns eine Bewertung im WASGAU Konzern zurzeit nicht valide darstellbar.


Verpackung
Um Verpackungsmaterial zu sparen, arbeiten wir an einem effizienteren Verpackungsformat für viele Bereiche, beispielsweise für unsere Metzgereiprodukte. Dabei wurde im Jahr 2018 ein neues Verpackungsmaterial eingeführt.

Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Produktionsbetriebe
der WASGAU Metzgerei GmbH und der WASGAU Bäckerei & Konditorei GmbH.

Verpackungsmaterialien Menge 2018 in t Menge 2017 in t
WASGAU Metzgerei    
Kunststoff 32 33
Papier, Pappe und Kartonagen
3 3
Verbundstoffe 67 58
WASGAU Bäckerei    
Kunststoff 42 41
Papier / Pappe
142 137
Verbundstoffe 15 8
Rundungsdifferenzen können in allen Tabellen auftreten

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Die Angaben beziehen sich auf die Gesellschaften im WASGAU Konzern.

Energieverbrauch Wert 2018 in MWh Wert 2017 in MWh*
Diesel 15.796 15.481
Großhandel 13.331 13.010
Einzelhandel 2.464 2.471
Heizöl 2.145 2.602
Großhandel 794 1.018
Einzelhandel 1.352 1.584
Erdgas 21.918 24.185
Großhandel 4.471 4.516
Einzelhandel 17.447 19.669
Flüssiggas 67 68
Großhandel 0 0
Einzelhandel 67 68
Pellets 707 780
Großhandel 0 0
Einzelhandel 707 780
Gesamt 40.633 43.116
Großhandel 18.596 18.544
Einzelhandel 22.037 24.572
Rundungsdifferenzen können in allen Tabellen auftreten
* Die Werte aus 2017 wurden erneut überprüft und entsprechend angepasst.
Dabei ergaben sich Anpassungen, die die Vergleichbarkeit nur geringfügig beeinflussen.

Über die Verbrennung der angegebenen Energieträger hinaus erzeugt WASGAU keine weitere Energie.

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Bei Maschinen und Anlagen achten wir gemäß unserer DIN ISO 50001 Zertifizierung auf die Anschaffung energieeffizienter Anlagen. Unsere Stikkenöfen in der WASGAU Bäckerei haben eine integrierte Wärmerückgewinnungsanlage, mit der benötigtes Wasser im Produktionsprozess erwärmt wird. Eine genaue Erfassung der eingesparten Energie in Kilowattstunden erfolgt nicht.

Unsere Maßnahmen zur Vermeidung negativer ökologischer Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit berichten wir in den Kriterien 11, 12 und 13.  

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Hinweis: Bei diesem Indikator richten wir uns nach den GRI Standards von 2016 (Indikator SRS-303-1 2016: Gesamtwasserentnahme nach Quellen).

Die Angaben beziehen sich auf alle operativ tätigen Gesellschaften im WASGAU Konzern.

Wasserentnahme Wert 2017 in m³* Wert 2016 in m³*
WASGAU Metzgerei GmbH 39.932 38.589
WASGAU Bäckerei & Konditorei GmbH 9.864 13.031

Rundungsdifferenzen können in allen Tabellen auftreten
*
Das Wasser stammt ausschließlich von regionalen Versorgungsunternehmen. Durch die Abrechnungsmethodik der jeweiligen Versorger sind die Wertangaben um ein Jahr zeitversetzt.

Die Angaben zu Wasserentnahmen in den übrigen Betriebsstätten im WASGAU Konzern sind zurzeit nicht umfänglich valide darstellbar, da diese Mengenangaben in der überwiegenden Anzahl nicht aus den Nebenkostenabrechnungen hervorgehen.

Leistungsindikator GRI SRS-306-2: Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des gefährlichen Abfalls, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
viii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

b. Gesamtgewicht ungefährlicher Abfälle, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
iii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

c. Wie die Abfallentsorgungsmethode bestimmt wurde:
i. Direkt von der Organisation entsorgt oder anderweitig direkt bestätigt
ii. Vom Entsorgungsdienstleister zur Verfügung gestellte Informationen
iii. Organisatorische Standardmethoden des Entsorgungsdienstleisters

Die Angaben beziehen sich auf alle Gesellschaften im WASGAU Konzern. Mit der Entsorgung unserer Abfälle sind kommunale sowie private Entsorger beauftragt, welche die Abfälle einer Verwertung oder Beseitigung zuführen. Besonders wichtig ist uns die Reduzierung von Lebensmittelabfällen. Daher geben wir noch verzehrbare Lebensmittel bei Bedarf an die lokalen Tafeln weiter. Aus den Brot- und Teigabfällen der WASGAU Bäckerei werden überwiegend Futtermittel und / oder Kompost hergestellt. Weitere Lebensmittelabfälle, beispielsweise im Obst- und Gemüsebereich, werden, wenn möglich, kompostiert oder der Biogaserzeugung zugeführt.

Durch kommunale und dezentrale Entsorgung in den 85 Betriebsstätten vor Ort ist eine Bewertung zurzeit nicht valide darstellbar, da die Entsorgungsunternehmen in der überwiegenden Anzahl keine Verwiegung der Abfälle vor Ort vornehmen.

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Die stärkste Emissionsquelle im Jahr 2018 ist, bemessen an den CO2-Äquivalenten, mit 4.425 Tonnen, der Erdgasverbrauch. Wir sehen im Einsatz von Erdgas die größte Herausforderung. Dieser Herausforderung haben wir uns bereits angenommen und in unserer Produktionsstätte der WASGAU Metzgerei die Heizungsanlage in 2018 erneuert und in diesem Zusammenhang den Erdgasverbrauch deutlich senken können. Darüber hinaus verzichten wir bei Neubauten von WASGAU Frischemärkten auf den Einsatz von Erdgas als Energieträger.

Im Jahr 2018 wurde die WASGAU zu einem wesentlichen Teil mit Strom der Qualität Grünstrom Basic beliefert. Grünstrom Basic stammt zu 100 % aus erneuerbaren Quellen, dies wird gewährleistet durch das Europäische Zertifikatesystem. Durch die Belieferung von erneuerbaren Energieträgern, die nach EEG gefördert werden und sonstigen erneuerbaren Energien konnten wir unseren konzernweiten CO2 -Ausstoß im Berichtsjahr verringern.

An den Standorten der WASGAU Frischemärkte, wie auch in den Produktionsstätten der WASGAU Bäckerei und Metzgerei kommen zahlreiche Maßnahmen für eine bessere Energieeffizienz zum Tragen. Dies beginnt bei der Beleuchtung: Sukzessive findet eine Umstellung auf LED-Beleuchtung statt, die für erhebliche Einsparungen gegenüber den bisherigen Werten in den Gebäuden sorgt. Über eine Steuerung von Temperatur und Schaltzeiten lässt sich gleichzeitig der Heizenergie-Verbrauch optimieren. Die Kontrolle durch digitale Messstellen wirkt dem ungeplanten Verbrauch von Energieressourcen entgegen. Eine hohe Energieeffizienz ist zudem ein wichtiges Kriterium bei der Anschaffung neuer Produktionsmaschinen.

Unsere Fahrer schulen wir zum effizienten und umweltbewussten Fahren. Darüber hinaus unterstützt eine Tourenoptimierungs-Software die Tourenplanung und somit auch den Kraftstoffverbrauch. Zur Vermeidung von doppelten Wegen sind, wo wirtschaftlich sinnvoll und möglich, Rückladungen an das Zentrallager eingeplant.

Über die Ergebnisse und Fortschritte aus der Zielsetzung zu den Umweltbelangen berichten wir in Kriterium 11.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Die Angaben beziehen sich auf alle Gesellschaften im WASGAU Konzern.

Im Jahr 2018 beträgt das Volumen von Scope-1-Emissionen 9.234 CO2-Äquivalente. Im Folgenden listen wir die einzelnen Treibhausgas (THG)-Emissionen auf.

Treibhausgas-Emissionen (Scope 1) Wert 2018 in t CO2-Äquivalenten Wert 2017 in t CO2-Äquivalenten*
Diesel 4.208 4.124
Großhandel 3.552 3.466
Einzelhandel 656 658
Heizöl 573 695
Großhandel 212 272
Einzelhandel 361 423
Erdgas 4.425 4.883
Großhandel 903 912
Einzelhandel 3.522 3.971
Flüssiggas 19 16
Großhandel 0 0
Einzelhandel 19 16
Pellets 9 10
Großhandel 0 0
Einzelhandel 9 10
Scope 1 (gesamt) 9.234 9.729
Großhandel 4.666 4.650
Einzelhandel 4.568 5.079
Rundungsdifferenzen können in allen Tabellen auftreten
* Die Werte aus 2017 wurden erneut überprüft und entsprechend abgepasst.
Dabei ergaben sich Anpassungen, die die Vergleichbarkeit nur geringfügig beeinflussen.
Emissionsfaktoren: Diesel: 0,2664 kg CO2e/kWh (VJ 0,2664 kg CO2e/kWh); Heizöl: 0,2671 kg CO2e/kWh (VJ 0,2671 kg CO2e/kWh); Erdgas: 0,2019 kg CO2e/kWh (VJ: 0,2019 kg CO2e/kWh); Flüssiggas: 0,2770 CO2e/kWh (VJ: 0,2358 kg CO2e/kWh); Pellets: 0,012722 kg CO2e/kWh (VJ: 0,013290 kg CO2e/kWh)
Quellen: alle Faktoren außer Flüssiggas: Umweltbundesamt: Climate Change 23/2018: Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger (Bezugsjahr 2017) (VJ: Umweltbundesamt: Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger, Bezugsjahr 2017); Flüssiggas: KEA, Klimaschutz- und Energieagentur: www.kea-bw.de/service/emissionsfaktoren (VJ: GEMIS-Datenbank 2017-Vorketten Öl-Gas 2010, Flüssiggas frei Tankstelle)

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Die Angaben beziehen sich auf alle Gesellschaften im WASGAU Konzern.

Im Jahr 2018 beträgt das Bruttovolumen von Scope-2-Emissionen 331 Tonnen CO2-Äquivalente.

Die WASGAU wurde im Berichtszeitraum zu einem wesentlichen Teil mit Strom der Qualität Grünstrom Basic beliefert. Grünstrom Basic stammt zu 100% aus erneuerbaren Quellen, dies wird gewährleistet durch das Europäische Zertifikatesystem. Durch die zusätzliche Nutzung erneuerbarer Energieträger konnten wir unseren konzernweiten CO2-Ausstoß im Berichtsjahr verringern.

Treibhausgas-Emissionen
(Scope 2)
Wert 2018 in t CO2-Äquivalenten Wert 2017 in t CO2-Äquivalenten*
Strom 331 23.208
Großhandel 0 4.594
Einzelhandel 331 18.614
Scope 2 (gesamt) 331 23.208
Großhandel 0 4.594
Einzelhandel 331 18.614
Rundungsdifferenzen können in allen Tabellen auftreten
*Die Werte aus 2017 wurden erneut überprüft und entsprechend angepasst.
Dabei ergaben sich Anpassungen, die die Vergleichbarkeit nur geringfügig beeinflussen.

Emissionsfaktor: Strom: 0,4350 kg CO2e/kWh (VJ:0,3870 kg CO2e/kWh).
Quelle: Emissionsabhängiger Strom 2018: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.: Datenerhebung 2017 – Bundesmix 2017 (Stand: 24.08.2018); (VJ: Stromkennzeichnung Pfalzwerke gemäß § 42 Energiewirtschaftsgesetz).

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Die vorliegende Datenlage ermöglicht keine Darstellung der Scope-3-THG-Emissionen. Geschäftsreisen beispielsweise – dies umfasst auch Flugreisen, Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Leihwagen – werden nicht erfasst. Eine künftige Erfassung ist aus Erwägungen der untergeordneten Wesentlichkeit nicht geplant.

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Die WASGAU legte ihre CO2-Emissionen für den Berichtszeitraum 2017 erstmalig offen. Im Indikator SRS-302-4 berichten wir über Maßnahmen, die künftig zur Reduzierung von CO2-Emissionen beitragen sollen.