11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Sitz des Unternehmens von Gemeiner Architekten ist ein denkmalgeschütztes Fabrikantenvilla Stadthaus 21. Damit konnte ein schmerzhafter Leerstand direkt am Rande der Hildener Innenstadt beseitigt werden. Es ist gelungen, das Gebäude unter Herausarbeitung der historischen Bedeutung des ehemaligen Wohn- und Bürogebäudes eines Fabrikationsbetriebs denkmalgerecht zu revitalisieren. Insbesondere das Konzept, Zeitspuren freizulegen und das Alte, Gebrauchte und Abgenutzte sichtbar zu machen, überzeugt. 
Die entstandenen Arbeitsplätze profitieren zum einen durch die Nähe zur Innenstadt, zum anderen wird den Beschäftigten eine hohe Arbeits- und Aufenthaltsqualität geboten. Das Projekt ist ein gelungenes Beispiel für eine vorbildlich gestaltete und integrierte Umnutzung eines historischen Gebäudes.
Das Projekt ist 2016 Preisträger der "Auszeichnung für vorbildlicher Arbeitsorte des Landes Nordrhein-Westfalen" geworden.

Durch die Revitalisierung des Gebäudes Stadthaus 21 sind unter anderem folgende Ziele erreicht worden:
- Erhalt eines wichtigen, stadtbildprägenden Denkmals
- Verlängerung der Nutzungsdauer des bestehenden Gebäudes
- Nutzung bereits bebauter Flächen
- Einsparung von Energie durch Vermeidung von Abriss, Abtransport, Recycling oder Deponierung
- Energetische Ertüchtigung des Gebäudes
- Schaffung attraktiver und hochwertiger Arbeitsplätze

In unserem Unternehmen wird das Instrument Building Information Modelling eingeführt. Dabei handelt es sich um eine Methode der optimierten Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden und anderen Bauwerken mit Hilfe von Software. Damit wollen wir uns in die Lage versetzen, dass bereits bei der Planung der Energieverbrauch durch die spätere Nutzungsphase minimiert wird.
Nach Einführung dieser Methode werden wir zukünftig in der Lage sein, weitgehend über die Inanspruchnahme von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen im Lebenszyklus von Gebäuden zu berichten. 

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Gemeiner Architekten betreiben das Bürogebäude mit Grünstrom aus 100 % erneuerbaren Quellen.
Die Heizung des Gebäudes erfolgt überwiegend durch einen Kaminofen und einen Kamin mit einheimischem Holz aus der Region. Die Differenz der Heizenergie wird mit einer Gas-Brennwerttherme geschlossen.

Unsere Aufträge finden wir mit wenigen Ausnahmen in der Region. Deswegen legen wir 50 % aller geschäftlichen Wege mit dem Fahrrad zurück. Den Beschäftigten steht ein Pool-Fahrrad zur Nutzung zur Verfügung. Die Anschaffung von E-Bikes für Beschäftigte ist in Planung.

Das Unternehmen betreibt ein Fahrzeug mit Verbrennungsantrieb. 
Es ist geplant, dass das nächste Fahrzeug einen Elektroantrieb hat.

Die mit PKWs zurückgelegten geschäftlichen Wege liegen unter 10.000 Kliometern pro Jahr. Geschäftsreisen ab der Mittelstrecke werden ausschließlich mit der Bahn absolviert. Geschäftsreisen mit dem Flugzeug werden nicht unternommen.

Innerhab der nächsten drei Jahre planen wir mittels PV-Anlagen und Speichertechnologie den Strombedarf des Unternehmens zu einem möglichst hohen Anteil selbst zu decken. 

Anfallender Abfall wird getrennt gesammelt und durch die Stadt Hilden der Verwertung zugeführt.

Es wird im Unternehmen ausschließlich Reycyclingpapier eingesetzt.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator G4-EN1
Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen.

Im Berichtszeitraum wurden bei Gemeiner Architekten folgende Matrialien eingesetzt:

368 kg Papier
15 Kartuschen Toner
3 Rechner

Leistungsindikator G4-EN3
Energieverbrauch innerhalb der Organisation.

Im Berichtszeitraum wurde bei Gemeiner Architekten folgende Energie eingesetzt:

5 Schüttraummeter Brennholz (Heizung) 
6.931 kWh Strom (Beleuchtung, Rechner, Drucker, Küchengeräte) 
46.230 kWh Erdgas (Heizung und Warmwasser)
8.330 kWh Diesel (Pkw)

Leistungsindikator G4-EN6
Verringerung des Energieverbrauchs.

Gemeiner Architekten achtet bereits jetzt auf möglichst hohe Effizienz im Energieeinsatz durch:
- Einsatz ausschließlich von LED-Leuchtmitteln
- Einsatz von Brennholz zu Heizzwecken
- Nutzung des Energieträgers Erdgas duch Brennwerttechnik
- Einsatz von Bürogeräten mit höchster Energieeffizienzklasse
- Kein Stand-by-Betrieb bei Verbrauchern
- Nutzung der Mobilität per Farhrrad innerhalb des Stadtgebietes Hilden
- Reduktion von berufsbedingter Mobilität durch Telefonkonferenzen
- Nutzung der Bahn bei Mittel- und Langstrecke

Geplant Maßnahmen zur Verringerung des Energieverbrauchs:
- Anschaffung eines Elektromobils
- Anschaffung einer PV-Anlage sowie von Stromspeichern 
- Ausweitung der Fahrradmobilität

Leistungsindikator G4-EN8
Gesamtwasserentnahme nach Quellen.

Das Unternehmen Gemeiner Architekten entnimmt Leitungswasser lediglich für den Betrieb der Toiletten, der Spülmaschine sowie für die persönliche Hygiene und zur Reinigung der Räume.
Der Wasserverbrauch im Berichtszeitraum betrug 32 cbm, bezogen von den Stadtwerken Hilden.

Leistungsindikator G4-EN23
Gesamtgewicht des Abfalls nach Art und Entsorgungsmethode.

Gemeiner Architekten entsorgen alle im Unternehmen anfallende Abfälle über die Stadt Hilden getrennt in Papier, "Grüner Punkt", kompostierbare Abfälle und Restmüll.
Problemmüll wie Batterien werden in dafür geeignete Sammlungen gegeben.

Zum Gesamtgewicht des Abfalls nach Art und Entsorgungsmethode liegen keine Daten vor.
Es ist wegen der Unverhältnismäßigkeit nicht geplant, das Gewicht der geringen Mengen Müll zu ermitteln.

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Im Berichtszeitraum wurde durch Gemeiner Architekten folgende Treibhausgase emittiert: 

5 Schüttraummeter Brennholz (Heizung) = Klimaneutral, weil nachwachsender Rohstoff

6.931 kWh Strom (Beleuchtung, Rechner, Drucker, Küchengeräte) = Klimaneutral, weil zu 100 % aus Wasserkraft

46.230 kWh Erdgas (Heizung und Warmwasser) = 9,4 t CO2

8.330 kWh Diesel (Firmenfahrzeug) = 2,65 t CO2


 
* Berechnungswert für L-Gas aus der Verordnung der Bundesregierung über die Zuteilung von Treibhausgas-Emissionsberechtigungen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator G4-EN15
Direkte THG-Emissionen (Scope 1).

46.230 kWh Erdgas (Heizung und Warmwasser) = 9,4 t CO2
8.330 kWh Diesel (Firmenfahrzeug) = 2,65 t CO2

* Berechnungswert für L-Gas aus der Verordnung der Bundesregierung über die Zuteilung von Treibhausgas-Emissionsberechtigungen.

Leistungsindikator G4-EN16
Indirekte energiebezogene THG-Emissionen (Scope 2).

6.931 kWh Strom (Beleuchtung, Rechner, Drucker, Küchengeräte) = klimaneutral, weil zu 100 % aus Wasserkraft, Bezugsquelle: Stadtwerke Hilden

Eine Geschäftsreise über 440 km im Berichtszeitraum mit der DB = 0,1 t CO2.

Leistungsindikator G4-EN17
Weitere indirekte THG-Emissionen (Scope 3).

Die Scope 3 Emissionen wurden im Berichtszeitraum nicht erhoben, weil zur Ermittlung dieser Daten derzeit keine ausreichenden Personalressourcen im Unternehmen vorhanden sind.

Leistungsindikator G4-EN19
Reduzierung der THG-Emissionen.

Geplant sind folgende Maßnahmen zur Verringerung des Energieverbrauchs, bzw. zur Verringerung der THG-Emissionen:
- Anschaffung eines Elektromobils als Ersatz des konventionellen Fahrzeugs
- Anschaffung einer PV-Anlage sowie von Stromspeichern 
- Ausweitung der Fahrradmobilität