11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Als Finanzdienstleister ist der Verbrauch natürlicher Ressourcen im Vergleich zu einem Industrieunternehmen von eher untergeordneter Bedeutung. Dennoch nehmen wir den Umweltschutz ernst und vermeiden nach Möglichkeit negative Umweltauswirkungen. Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit werden primär Papier und Energie als natürliche Ressourcen verbraucht. Besonders die Nutzung von Papier und der damit verbundene Abfall soll durch die bereits beschriebene Digitalisierung reduziert werden.

Zur Reduzierung des Ressourcenverbrauchs „Papier“ hat die Sparkasse ein Projekt zur Einholung von elektronischen Unterschriften mittels eines sog. „PenPad“ gestartet. Geschäftsprozesse können damit ohne Medienbruch bearbeitet werden, da Dokumente und Verträge für eine Kundenunterschrift nicht mehr gedruckt werden müssen. Die elektronisch unterschriebenen Dokumente werden an festgelegten Attributen indexiert, elektronisch an das zentrale Dokumentenarchiv übergeben und dort rechtssicher archiviert. Ziel ist es, den Verbrauch an Papier und Druckermaterialien weiter zu reduzieren. Der flächendeckende Rollout in der Sparkasse ist für Anfang 2019 vorgesehen.  

Papiermengen werden nach wie vor nicht ermittelt; Vergleiche mit Vorjahren sind daher nicht möglich.  

Im Rahmen der Geschäftsstrategie hat der Vorstand auch eine Kostenstrategie formuliert. Demnach sind alle Beschäftigten verpflichtet, ressourcenschonend zu handeln (s. auch Kriterium 13). Zur Erreichung dieser Zielsetzung setzt die Sparkasse eine Kostenbudgetierung ein und untersucht die Entwicklung der Kosten regelmäßig. So prüfen wir allein schon aus Gründen der Wirtschaftlichkeit regelmäßig Maßnahmen zur Verringerung des Gesamt-Energieverbrauchs und setzen diese, sofern sinnvoll und rentabel, um (s. Kriterium 12).  

Risiken sehen wir auf der anderen Seite in den ständig wachsenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Kundeninformationen. Hierzu wird deutlich mehr Papier benötigt als in den Vorjahren.  

Ein darüber hinausgehendes Konzept ist bislang noch nicht erarbeitet worden.    

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Als Finanzdienstleistungsunternehmen unterscheiden sich unsere Schwerpunkte zum produzierenden Gewerbe. Da die Rohstoffproduktivität stellt keinen maßgeblichen Indikator darstellt, sehen wir zum jetzigen Zeitpunkt auch keine wesentlichen ökologischen Risiken in unserer Geschäftstätigkeit. Über die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und behördlichen Auflagen zum Umweltschutz hinaus sind wir bemüht, den Umweltschutz aktiv und langfristig weiterzuentwickeln.  

Wir betreiben an zwei Standorten Blockheizkraftwerke; diese sind effiziente stromproduzierende Heizungen und arbeiten dabei umweltfreundlich: Neben der Primärenergieersparnis von bis zu 36 Prozent, ist die CO2-Emission deutlich geringer als bei konventioneller Erzeugung von Strom und Wärme.  

Drei weitere Standorte werden über Wärmepumpen beheizt: Wärmepumpen nutzen die vorhandene und kostenlose Umweltenergie zur Wärmegewinnung, reduzieren die Heizkosten und entlasten darüber hinaus die Umwelt.  

Bei der Neuanschaffung von Dienstwagen sollen diese verstärkt nach ihrer Energieeffizienz ausgewählt werden, was auch die Anschaffung z.B. eines E-Autos zur Folge haben kann.  

Unabhängig von den Ergebnissen des Energie-Audits (s. auch Kriterium 13) werden regelmäßig Maßnahmen zur Verringerung des Gesamt-Energieverbrauchs -auch unter Beleuchtung der Nutzung regenerativer Energien geprüft- und, sofern rentabel und sinnvoll, umgesetzt. Quantitative Ziele zur Reduzierung des Gesamtenergieverbrauchs hat sich die Sparkasse bislang nicht gesetzt.   

Quantitative Ziele zur Reduzierung des Gesamtenergieverbrauchs hat sich die Sparkasse bislang nicht gesetzt.  

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator EFFAS E04-01
Gesamtgewicht des Abfalls. Link

Der Abfall wird nicht gewogen, daher ist keine Angabe möglich.  

Leistungsindikator EFFAS E05-01
Anteil des gesamten Abfalls, der recycelt wird. Link

Der gesamte Abfall wird an dritte Unternehmen weitergeleitet, so dass der genaue Anteil, der recycelt wird, nicht festgestellt werden kann. Allerdings erfolgt an allen Standorten der Sparkasse Rhein-Maas eine konsequente Mülltrennung, wie es in der Region üblich ist.

Leistungsindikator EFFAS E01-01
Gesamter Energieverbrauch. Link

Gas:                   3.485 Mio. Kwh  
Strom:                1.689 Mio. Kwh                

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Für das Jahr 2018 erfolgte in der Sparkasse Rhein-Maas keine explicite Erfassung von Treibhausgasemissionen. Diese Daten werden werden bislang nicht ermittelt.  

Dennoch hat sich die Sparkasse Rhein-Maas zum Ziel gesetzt, die größten Emissionsquellen Heizungen, Stromverbrauch, Dienstwagen und Papierverbrauch genau zu betrachten und die Senkung des Emissionsausstoßes zu betreiben. Konkrete Ziel dazu sind derzeit nicht definiert.  

Bewusster Einsatz von Ressourcen und energieeffizientes Wirtschaften sind dabei eine Selbstverständlichkeit. Bei Renovierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen achten wir auch auf energetische Sanierung und Verbesserung der Energiebilanz der Gebäude. Grundsätzlich wird dabei auch immer die Nutzung regenerativer Energien in Betracht gezogen. 

Die Sparkasse hat bereits verschiedene Bereiche auf LED-Beleuchtung umgestellt. 

Jedes Unternehmen mit Nicht-KMU-Status (kleine und mittlere Unternehmen) -somit auch die Sparkasse Rhein-Maas- ist nach dem, in 2015 in Kraft getretenen Energiedienstleistungs-Gesetz (EDL-G) dazu verpflichtet, sich alle vier Jahre einem Energieaudit nach DIN EN 16247 zu unterziehen. Das Energieaudit wird in der Sparkasse in 2019 wiederholt und als Beratungsinstrument dienen; es werden damit die Gesamtenergieeffizienz und mögliche Verbesserungsmaßnahmen ermittelt, um damit unsere Energiebilanz zu verbessern.  

Unsere Arbeitsplätze sind durchgängig mit sogenannten „Thin-Clients“ ausgestattet, die gegenüber normalen Desktop-Computern ca. 50 % weniger Strom verbrauchen.  

Auch bei externen Fortbildungsmaßnahmen prüfen wir verstärkt den Einsatz von web-based-Trainings und Webinaren, um so Fahrten von Beschäftigten zu reduzieren. Dienstreisen außerhalb des Geschäftsgebietes sollen vorzugsweise mit der Bahn erfolgen.  

Interne Transportfahrten wurden gebündelt, um ebenfalls Energie einzusparen und den CO2-Ausstoß so gering wie möglich zu halten. Und wie in Kriterium 12 bereits dargestellt, wird bei der Anschaffung von Dienstwagen auch auf Verbrauch und CO2-Ausstoß geachtet und weiter regelmäßig Maßnahmen zur Verringerung des Gesamt-Energieverbrauchs und andere Maßnahmen zur Verkleinerung unseres ökologischen Fußabdrucks geprüft.

Ob, in welchem Umfang und in welchen Bereichen wir Reduktionsziele quantifizieren können, werden wir erarbeiten und im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie festlegen.   

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator EFFAS E02-01
Gesamte THG-Emissionen (Scope 1, 2, 3). Link

Keine Angabe möglich, da die Treibhausgas-Emissionen nach dem GHG bisher nicht ermittelt werden; über die Erfassung wird im Rahmen der Erarbeitung der Nachhaltigkeitsstrategie entschieden werden.