11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Versicherungen sind nicht­-materielle Produkte. Natürliche Ressourcen werden nicht benötigt. Dementsprechend ist eine explizite Risikoanalyse in diesem Zusammenhang nicht erforderlich. Als Unternehmen haben wir allerdings Verbräuche bezogen unter anderem auf Hygienepapier, Frisch­-und Abwasser sowie Heizung. Zudem sind Gebäudeenergie, Kühl­ und Löschwasser, Papierverbrauch, Büromaterial, Abfälle und Geschäftsreisen beim Ressourcenmanagement zu berücksichtigen.

Wir haben das langfristige Ziel, die Energieverbräuche kontinuierlich zu verringern. Auf die Umsetzung von entsprechenden Maßnahmen haben wir insbesondere in den eigenen Immobilien, d.h. die Zentrale in Hannover einen wesentlichen Einfluss. Auf angemietete Objekte (z.B. Außenstellen) ist dies nur bedingt der Fall. Orientierung geben dabei die eigenen Umweltleitlinien. Ein Gesamtkonzept gibt es derzeit noch nicht, nur etablierte, abgestimmte Prozesse. Diese werden im Zuge der Erstellung des CO2-­Fußabdrucks dokumentiert. Wir planen zeitnah eine Klimastrategie zu verabschieden, um so unserem klimabezogenen Handeln einen Rahmen zu geben. In diesem Strategiepapier wollen wir spezifische, erreichbare und klar determinierte Ziele und Maßnahmen formulieren, um so unseren Klimaeinfluss zu verringern.

Im Jahr 2019 wurde für die Unternehmensgruppe das Energieaudit nach DIN EN 16247­1 durchgeführt (alle 4 Jahre). Durch das Audit konnten verschiedene Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz herausgearbeitet werden, deren Umsetzung im Jahr 2020 überprüft wurde. 

Langfristiges strategisches Ziel ist die Steigerung der Energieeffizienz, insbesondere des eigenen Gebäudes, sowie die Verbesserung der CO2-­Bilanz. Seit 2007 sind wir Mitglied im Ökoprofit-Netzwerk Hannover. Damit einher geht eine intensive Beschäftigung mit Umweltmanagement und Energiesparmaßnahmen wie bereits in den vorherigen Kriterien 4, 7 und 9 beschrieben. Durch die Mitgliedschaft bei Ökoprofit findet eine jährliche Überprüfung der Maßnahmen statt. In der COL wird zudem ein jährliches EMAS Audit durchgeführt. Alle Maßnahmen werden mit dem Vorstand abgestimmt und von diesem freigegeben.

Aufgrund der hohen Einsparungen in den letzten Jahren, haben wir zum jetzigen Zeitpunkt nur noch begrenzt Potenzial, wirtschaftlich sinnvolle Einsparungen vorzunehmen. Maßnahmen, die einer höheren Investition bedürfen, werden unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten, sowie der Berücksichtigung eines sinnvollen Zeitpunktes betrachtet.

Wir erstellen bereits seit 2011 einen CO2-­Fußabdruck. Die Ressourcenverbräuche im Einzelnen werden in den Indikatoren GRI SRS 301­1, 302­1, 303­3, 306­2 und dem Kriterium 13 dargestellt.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Grundsätzlich haben wir im Bereich der Umwelt­ und Ressourcenschonung folgende übergeordnete langfristige Ziele: Um diese Ziele zu erreichen, werden jedes Jahr entsprechende Maßnahmen entwickelt und umgesetzt.

Wir wollen einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels bzw. der globalen Erderwärmung leisten. Auch wenn die ökologischen Auswirkungen unserer Tätigkeit eher indirekter Art sind, tun wir dies aus Überzeugung und um unsere Zukunftsfähigkeit zu sichern. Damit wollen wir zudem einem möglichen Verlust von Kunden und Investoren aufgrund der Nichtbeachtung von Umweltbelangen sowie dem Reputationsrisiko entgegenwirken. Grundsätzlich hat zur Umwelt­ und Ressourcenschonung die Vermeidung von Abfall oberste Priorität. In der weiteren Folge gilt es, den Abfall zu trennen, zu recyclen und zu verwerten. Ein Großteil des Abfallsaufkommens ist auf Papiermüll zurückzuführen. Da eine gewissenhafte Trennung des Abfalls beim Verursacher eine wesentliche Rolle für das Recycling spielt und zur Ressourcenschonung beiträgt, haben wir ein gezieltes betriebliches Abfallkonzept, welches eine strikte Mülltrennung vorsieht, in der Zentrale in Hannover eingeführt. Das Abfallkonzept wird regelmäßig durch das Ökoprofit­-Komitee geprüft.

Zur Reduzierung des Energieverbrauchs stellen wir u.a. sukzessive die Beleuchtung auf LED um. Einsparungen sind zu verzeichnen, allerdings ist die quantitative Erfassung unverhältnismäßig zum Aufwand und wirtschaftlich nicht darstellbar. Durch die Umstellung auf Ökostrom in der Zentrale in Hannover konnte der CO2-Ausstoß bereits enorm reduziert werden. Energieeinsparungen werden erfasst und fließen in den CO2-­Fußabdruck ein. Die COL ist zusätzlich nach dem EMAS Umweltmanagementsystem zertifiziert. Hier findet ein jährliches internes und externes Audit statt, bei dem die gesetzten Umweltziele und ­-maßnahmen überprüft werden.

Grundsätzlich orientieren wir uns bei der Zieldefinition im Umweltbereich an eigenen Umweltleitlinien. Wir planen diese zeitnah um eine Klimastrategie zu ergänzen (Zur Risikoanalyse siehe Kriterium 11).

Nach Beginn der Bauarbeiten Ende 2019, konnte im Juni 2020 die Photovoltaik­-Anlage auf dem Dach des Parkhauses der Direktion in Hannover in Betrieb genommen werden. Der Gleichstrom, welcher von den Photovoltaik-Modulen auf dem Parkhausdach produziert wird, wird von zwei Wechselrichtern in Wechselstrom umgewandelt und in das Gesamtstromnetz der Concordia eingespeist. Dabei wurde sich mit der Größe der Anlage und der Anschlussleistung von 99 Kilowatt (kW), bewusst dafür entschieden, den erzeugten Solarstrom ausschließlich zum Eigenverbrauch zu nutzen.

In 2021 wurde begonnen im Treppenhaus der Direktion in Hannover die Beleuchtung auf LED umzustellen. Dieses wird im kommenden Jahr abgeschlossen. Im Jahr 2021 wurde zudem die Sanierung der Rückkühlwerke abgeschlossen. Es ist geplant, dass das Rückkühlwerk im Frühjahr 2022 wieder im vollständigen Gebrauch ist.   

Quantitative Ziele oder ein langfristiger Zeithorizont für Ressourceneffizienz planen wir zukünftig in unserer Klimastrategie festzulegen. In Kriterium 3 berichten wir unsere jährlich gesetzten Ziele und den Umsetzungsstatus.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Bei dem nicht­-materiellen Produkt der Versicherung, bzw. bei der damit verbundenen Dienstleistung werden keine natürlichen Ressourcen benötigt. Daher ist die Wesentlichkeit hier nicht gegeben. Da die Ressource Papier einen hohen Anteil des Verbrauchs darstellt, wird dieser erfasst und abgebildet. Bezugsobjekt ist die Direktion in Hannover.

Verbrauch von Druck­ und Kopierpapier (2021): 86.728kg (2020): 90.791kg (2019): 103.926kg

Der Verbrauch von Druck- und Kopierpapier ist wie in den Vorjahren auch in 2021 weiter gesunden. Zur Kontaktbeschränkung waren wie bereits im Vorjahr viele Mitarbeitende in Heimarbeit tätig. Hinzu kommt, dass die fortlaufende Digitalisierung im Unternehmen weiter vorangetrieben wurde. So wude in der Zentrale weniger Druck- und Kopierpapier verbraucht. 

Briefumschläge (2021): 1000kg (2020): 800kg (2019): 1.400kg

In 2021 ist der Verbrauch von Briefumschlägen im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Im Vorjahr 2020 wechselte pandemiebedingt ein Großteil der Belegschaft  in die Heimarbeit. So hat sich der Verbrauch an Briefumschlägen in 2020 im Vergleich zu 2019 nahezu halbiert. Im Jahr 2021 hat weiterhin ein Großteil der Belegschaft in Teleheimarbeit gearbeitet. Der Verbrauch hat sich in 2021 aufgrund eines gesteigerten Kommunikations- und Schriftsverkehrs mit den Mitarbeitenden in Heimarbeit erhöht. 

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Bezugsobjekt ist die Direktion in Hannover.

Strom (zertifizierter Ökostrom im Hauptgebäude der CC) (2021): 1.172.646kWh (2020): 2.826.892kWh* (2019): 4.115.459kWh

Bis Ende 2020 zählten zur Direktion in Hannover zwei Gebäude in der Karl­-Wiechert-Allee. Seit März 2020 haben nur noch einzelne Abteilungen in dem Gebäude in der Karl-Wiechert-Allee 5 gearbeitet. Zusätzlich arbeiten seit Beginn der Pandemie ein Großteil der Belegschaft in Teleheimarbeit. Dadurch hat sich der Stromverbrauch in 2020 im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert.

Seit November 2020 ist die gesamte Belegschaft der Direktion in dem Gebäude in der Karl­-Wiechert­-Allee 55 untergebracht. Da somit in 2021 der Stromverbrauch eines gesamtes Standortes wegfällt und weiterhin ein Großteil der Mitarbeitenden zur Kontaktbeschränkung in Teleheimarbeit tätig ist, hat sich der Stromverbrauch im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr stark verringert.

Fernwärme (2021): 2.436.000kWh (2020): 3.444.272kWh (2019): 3.702.809kWh

Das Gebäude ist an das Fernheizsystem angeschlossen. In Hannover besteht an der Karl-Wiechert-Allee eine Abnahmeverpflichtung.

Auch der Verbrauch von Fernwärme hat sich durch die Zusammenlegung der zwei Direktionsgebäude und durch die vermehrte Teleheimarbeit der Belegschaft reduziert. 

*korrigierter Stromverbrauch 

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Gesamter Energieverbrauch: 3.608.646kWh (2021) 6.271.164kWh (2020) 

Verringerung des Energieverbrauches: 57,5% in 2021 im Vergleich zum Vorjahr 2020

Berechnungsgrunlage: erfasste Verbrauchsdaten für Strom und Fernwärme der Jahre 2021 und 2020

Im Jahr 2021 hat sich der Energieverbrauch im Vergleich zu 2020 mehr als halbiert. Hierfür sind zwei Gründe anzuführen. Zum einen arbeitete 2021 weiterhin der Großteil der Mitarbeitenden aufgrund zur Kontaktbeschränkung in Teleheimarbeit. Zum anderen sank der Energieverbrauch stark durch die Zusammenlegung der Direktion in der Karl-Wiechert-Allee 5 und Karl-Wiechert-Allee 55 zu einem Standort. Die Entwicklung der Verbräuche kann transparent in dem veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht nachgelesen werden.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Bezugsobjekt ist die Direktion in Hannover.

Gesamter Wasserverbrauch (2021): 5781cbm (2020): 18.342cbm (2019): 16.692cbm

Wasserverbrauch KWA 55 (2021): 5781cbm (2020): 7899cbm (2019): 5361cbm

Ende 2020 wurden die zwei Standorte Karl- Wiechert- Allee 5 und Karl-Wiechert-Allee 55 zusammengelegt. Da der Wasseverbrauch eines gesamten Standortes wegfällt, kommt es zu einer sehr starken Reduzierung des Gesamtwasserverbrauches im Jahr 2021 im Vergleich zu den Vorjahren. Um unsere Zahlen tranparent und nachvollziehbar zu berichten, berichten wir auch den Wasserverbrauch der KWA 55 für das Jahr 2021 sowie für die zwei vorangegangenen Jahre.

Die Verbrauchszahlen der KWA 55 für das Jahr 2020 sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dieses ist dadurch zu erklären, dass sich die Parkanlagen, die in 2020 vermehrt bewässert werden mussten, in der KWA 55 befinden. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Verbrauch in 2021 gesunken. Dieses ist durch die vermehrte Teleheimarbeit der Mitarbeitenden zur Kontaktbeschränkung zu erklären.

Leistungsindikator GRI SRS-306-3 (2020): Angefallener Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des anfallenden Abfalls in metrischen Tonnen sowie eine Aufschlüsselung dieser Summe nach Zusammensetzung des Abfalls.

b. Kontextbezogene Informationen, die für das Verständnis der Daten und der Art, wie die Daten zusammengestellt wurden, erforderlich sind.

Bezugsobjekt ist die Direktion in Hannover. Der Abfall wird gemäß des Abfallschlüssel erfasst.

Gesamtgewicht Abfall (2021): 127.458,00kg (2020): 353.370kg (2019): 201.838kg (2018): 269.398kg

In 2020 wurden die zwei Standorte Karl-Wiechert-Allee 5 und Karl-Wiechert-Allee 55 zusammengelegt. Beide Standorte wurden in diesem Zuge entrümpelt und so ist für das Jahr 2020 ein sehr hohes Gesamtabfallgewicht im Vergleich zu den Vorjahren entstanden. Im Berichtsjahr 2021 hat sich dadurch im Vergleich zu 2020 das Gesamtabfallvolumen stark reduziert.

Des Weiteren hat sich das Volumen der Bio-, Restmüll-, Papiertonne und der gelben Säcke in 2021 im Vergleich zu den Vorjahren jeweils auf etwa die Hälfte verringert. Dieses ist darauf zurückzuführen, dass ein Großteil der Belegschaft in Teleheimarbeit tätig ist und so in der Direktion weniger Abfall produziert wird. 

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Wir erstellen seit 2011 den CO2-­Fußabdruck. Folgende Positionen können in der Berechnung bisher dargestellt werden:

Scope 1 Kälte­ und Löschmittel (gesamte nachgefüllte Menge), Dienstwagen (Jahresverbrauch in l)
Scope 2 Strom und Fernwärme (gesamter Bezug Zentrale und Liegenschaften)
Scope 3 Berufspendler und Bahnfahrten (Personenkilometer Zentrale) Hygiene­, Druck- und Kopierpapier, Briefumschläge (gesamter Verbrauch Zentrale und Hochrechnung pro Mitarbeitenden für die Liegenschaften)

Für die Direktion Hannover können größtenteils genaue Daten erfasst werden. Hier wird bereits seit 2015 zertifizierter Ökostrom bezogen. Für die Außenstellen sowie Indikatoren, die sich nicht genau berechnen lassen (z.B. Berufspendler) werden die Indikatoren teilweise durch Hochrechnungen dargestellt.

Da zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Entsprechenserklärung die Zahlen für 2021 noch nicht vollständig ausgewertet sind, werden die Zahlen aus 2020 berichtet. Die gesamten CO2-­Emissionen der Concordia Unternehmen betrugen für das Jahr 2020 rund 1.081.895kg (2019: 2.685.774kg, 2018: 3.381.109kg). Erfasst wurden die oben aufgeführten Positionen. Die Treibhausgasemissionen haben sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als halbiert. Dieses lässt sich vor allem durch die vermehrte Teleheimarbeit zur Kontaktbeschrängung in der Coronapandemie und dem damit verbundenen Wegfall der CO2-Emissionen durch Berufspendler und Dienstreisen begründen. Hier soll zeitnah eine Methode entwickelt werden, um Teleheimarbeit-Tätigkeiten besser im CO2-Fußabdruck berücksichtigen zu können.

Langfristiges Ziel ist die kontinuierliche Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Derzeit haben wir keine quantitativen Zielgrößen oder einen konkreten Zeithorizont für die Reduktion der Emissionen festgelegt. Zuküftig soll eine Klimastrategie mit messbaren und termingebundenen Zielen verabschiedet werden.

Eine Übersicht über die bisherigen Maßnahmen und bisher erreichten Ziele werden in den Kriterien 11 und 12 beschrieben. Um die Emissionen vergleichbarer zu machen, werden aktuell anerkannte standardisierte Berechnungsmethoden sowie standardisierte Umrechnungsfaktoren analysiert.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Da die Auswertungen für 2021 zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichtes noch nicht vorliegen, werden an dieser Stelle die Zahlen von 2020 genannt.

Die derzeit erfassbaren Emissionen in Scope 1 betrugen 2020 rund 145.694kg (2019: 211.909kg 2018: 239.530kg).

Die deutliche Reduktion lässt sich dadurch erklären, dass mit Beginn der Pandemie der Fuhrpark weniger bewegt wurde. Die Mitarbeitenden waren zu einem Großteil in Heimarbeit tätig. 

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Da die Auswertungen für 2021 zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichtes noch nicht vorliegen, werden an dieser Stelle die Zahlen von 2020 genannt. In der Zentrale in Hannover bezieht die Concordia zertifizierten Ökostrom.

Die derzeit erfassbaren Emissionen in Scope 2 betrugen rund 593.745kg (2019: 739.488kg 2018: 1.399.577kg).

Durch die bereits umgesetzten Maßnahmen zur Einsparung und Effizienzsteigerung von Energien in den letzten Jahren konnten erhebliche Verbrauchsreduktionen erzielt werden. Die Emissionen durch den Verbrauch von Energien haben sich in 2020 noch einmal deutlich reduziert. Dieses ist durch die vermehrte Teleheimarbeit im Zuge der Coronapandemie zu begründen. Zusätzlich wurde in 2020 eine PV-Anlage auf dem Parkhausdach installiert, die nahezu die Grundlast der Concordia (im Normalbetrieb) abdeckt.

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Da die Auswertungen für 2021 zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichtes noch nicht vorliegen, werden an dieser Stelle die Zahlen von 2020 berichtet.

Die derzeit erfassbaren Emissionen in Scope 3 betrugen in 2020 rund 342.456kg (2019:1.734.376kg 2018: 1.742.000kg). 

Die starke Reduktion an erfassten Emissionen lässt sich vor allem auf die vermehrte Teleheimarbeit der Belegschaft während der Coronapandemie zurückführen. Die größte Reduktion an Treibhausgasemissionen gab es in Scope 3 bei den Berufspendlern. Diese Position hat sich auf ein gutes 1/5 der Emissionen aus 2019 reduziert. Aber auch die Emissionen der anderen Positionen Briefumschläge, Druck- und Kopierpaper sowie des Hygienepapiers haben sich durch die vermehrte Teleheimarbeit in 2020 im Vergleich zum Vorjahr verringert.  

Zeitnah wollen wir unsere Treibhausgasberechnung um die Position Heimarbeit erweitern, um auch die Emissionen der Mitarbeitenden in der Teleheimarbeit zu erfassen und zu bilanzieren. 

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Umfang der Senkung (gesamte Emissionen): um 60% im Vergleich zum Vorjahr 

Einbezogene Gase in die Berechnung: Aktuell erfassen wir für alle Treibhausgasemissionen den äquivalenten CO2- Wert. 

Referenzjahr: Vergleich 2020 mit dem Vorjahr 2019

Senkung in Scope 1: um 31% im Vergleich zum Vorjahr 

Senkung in Scope 2: um 20% im Vergleich zum Vorjahr 

Senkung in Scope 3: um 80% im Vergleich zum Vorjahr 

Verwendete Standards: Aktuell nutzen wir noch keine standartisierte Berechnungsgrundlage. Wir planen zukünftigt eine standartisierte, anerkannte Berechnungsmethodik zu nutzen, um die Emissionen vergleichbarer zu machen.

Im Pandemiejahr 2020 hat zur Kontaktbeschränkung ein Großteil der Belegschaft in Teleheimarbeit gearbeitet. Dieses hat einen starken Einfluss auf die Verbräuche und Treibhausgasemissionen gehabt. So haben sich die Gesamttreibhausgasemissionen um 60% im Vergleich zum Vorjahr verringert. In allen erfassten Positionen sind die Verbräuche und CO2-Emissionen deutlich gesunken. Besonders hervorzuheben ist die Senkung in Scope 3. Die Emissionen haben sich um 80% reduziert. Bei der Position der Berufspendler hat es eine besonders starke Reduktion aufgrund der ausgeweiteten Teleheimarbeit gegeben. Wir planen zukünftig die Position der Heimarbeit aufzunehmen. 

In den kommenden Jahren gehen wir aus folgenden Gründen von wieder steigenden Emissionen aus: 
- (teilweise) Rückkehr ins Büro 
- Erfassen der Emissionen aus Teleheimarbeit
- Erfassen neuer Emissionsquellen (abhängig von Datenverfügbarkeit)