11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Vor dem Hintergrund begrenzter Rohstoffe und zunehmender Umweltverschmutzung ist die Sammlung, Wiederverwendung und Verwertung von Abfällen elementarer Bestandteil eines geschlossenen Rohstoffkreislaufes. Als Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetriebe leisten wir somit täglich einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung. Um diesen Beitrag noch größer werden zu lassen, engagieren wir uns innerhalb und außerhalb unserer Betriebsgrenzen für Nachhaltigkeitsthemen.

Unsere größte Einflussmöglichkeit liegt in der Behandlung und Verwertung der von uns gesammelten Abfälle. Hierbei orientieren wir uns an der Abfallhierarchie des Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Nach dieser fünfstufigen Hierarchie hat die Abfallvermeidung die höchste Priorität. Dieses Thema gehen wir beispielsweise an, indem wir Repair-Cafés auf einem unserer Recyclinghöfe anbieten und die Plattform www.rohstoffretter.info betreiben, über die neben Inseraten zum Schenken und Tauschen auch Einträge zum Leihen, Reparieren sowie zu Second-Hand- und Flohmärkten möglich sind.

Nicht vermeidbare Abfälle sind zur Wiederverwendung vorzubereiten. Im Rahmen unserer Altkleidersammlung engagieren wir uns für dieses Thema, denn ca. 50 Prozent der gesammelten Textilien sind wiederverwendbar. Durch materialschonende Handleerung und mehrstufige Sortierung wird gut erhaltene Ware in Deutschland und Europa weiterverwendet, weitere Ware senden wir nach Afrika, Asien oder Südamerika. Nicht wiederverwendbare Textilien werden in Europa zu Putzlappen und Dämmmaterial verarbeitet.

Ist die Wiederverwendung nicht möglich, so sind die Abfälle möglichst durch die werkstoffliche Verwertung zu recyceln. Das heißt Altpapier verarbeiten wir zu Papier-Recyclat, Alt-Glas zu Glas-Granulat und Alt-Metalle zu sortenreinen Chargen, die direkt wieder der Produktion zugeführt werden können. Den uns zugeschriebenen Anteil der gesammelten Wertstoffe lassen wir von einer Sortieranlage sortieren und erreichen somit eine werkstoffliche Verwertungsquote von rund einem Drittel der Wertstoffe, während etwa zwei Drittel thermisch verwertet werden. Die thermische Verwertung ist dabei die letzte der fünf Hierarchiestufen. Sie wird beispielsweise für Restmüll verwendet, der nicht oder nur sehr schwer sortierbar ist. Eine Ausnahme bilden hier holzreiche Bioabfälle, wie sie etwa in der Grünflächenbewirtschaftung und in der Sperrgutsammlung anfallen. Diese sollen laut des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vorrangig zur Produktion von Energie aus Biomasse verwendet werden.

Um die werkstoffliche Verwertungsquote zu verbessern, bieten wir im Rahmen unserer Umweltpädagogik unter anderem Materialien zur Müllsortierung an, mit denen vor allem Schulkinder spielend den richtigen Umgang mit Abfällen lernen können (https://www.wb-duisburg.de/Umweltpaedagogik/index.php).

Zusätzlich zu den so behandelten Abfällen hat unsere Tätigkeit als Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb selbst Auswirkungen auf die Umwelt. Um diese so gering wie möglich zu halten, versuchen wir, unsere Touren zu optimieren sowie Fahrzeuge zu kaufen, die möglichst schadstoffarm sind. Durch gezielte Fahrertrainings versuchen wir außerdem, unsere Kraftstoffverbräuche und damit unsere Treibhausgasemissionen weiter zu reduzieren. Die durch unsere Gebäude verursachten Emissionen reduzieren wir unter anderem durch eine Photovoltaikanlage, die etwas über acht Prozent des von uns verwendeten Stroms produziert.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Die Ziele zum Handlungsfeld „Ressourcenmanagement und Klimaschutz“ sind unter Kriterium 3 erläutert, die dazugehörigen Indikatoren unter Kriterium 7. Maßnahmen, um diese Ziele zu erreichen sind beispielsweise die Erfassung des Spritverbrauchs pro Fahrzeuggruppe, die Überprüfung einer möglichen weiteren Hybridisierung und Elektrifizierung der Flotte, die Durchführung regelmäßiger Reifendruckkontrollen, Fahrerschulungen, energetische Optimierungen der Gebäudeinfrastruktur, Recyclinghofführungen u. v. m.

Durch die regelmäßige Erhebung von Indikatoren zu unseren Zielen planen wir, in Zukunft unseren Fortschritt hinsichtlich der Zielerreichung zu dokumentieren.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

SRS-301-1: Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen

 

2016

Papier (EU-Ecolabel)

 

Abfallwirtschaft und Stadtreinigung

3.615 kg

WBD gesamt

17.702 kg

 

 

Recyclingpapier (Blauer Engel)

 

Abfallwirtschaft und Stadtreinigung

0 kg

WBD gesamt

873 kg

 

 

Öle, Schmierstoffe, Flüssigkeiten[1]

 

Hydrauliköl

12.310 l

Motoröl

12.515 l

Getriebeöl

2.584 l

Mehrzweckfett

1.613 kg

Bremsflüssigkeit

60 l

Kühlerfrostschutz

3.000 l

AdBlue[2]

26.886 l

 

 

 



[1] Diese Zahlen beziehen sich auf die gesamte WBD.

[2] Nur Bereiche Abfallwirtschaft und Stadtreinigung der WBD und die KWD, keine Zentralbereiche.

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Energieverbräuche von Abfallwirtschaft und Stadtreinigung[1]

 

2016

 

Verbrauch

Intensität[2]

Gebäude und Anlagen

 

 

Strom

1.101.962

kWh

3,88

kWh/t

Erdgas

1.644.319

m3

5,80

m3/t

Fernwärme

1.134.679

kWh

4,00

kWh/t

 

 

 

 

Fuhrpark

 

 

 

Diesel

1.746.447

l

6,16

l/t

Benzin

3.123

l

0,01

l/t

 

 

 



[1] Nur Bereiche Abfallwirtschaft und Stadtreinigung der WBD und die KWD, bei Hauptverwaltungsgebäude Zentralbereiche anteilig.

[2] Pro Tonne gesammeltem Abfall bei 283.658 Tonnen Jahresabfallaufkommen.

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Im Bereich Kraftstoffverbrauch und Schadstoffemissionen arbeiten wir an effizienten Lösungen. Je nach Bedarf setzen wir etwa 300 Fahrzeuge in und um Duisburg ein, um Abfälle einzusammeln und die Stadt sauber und lebenswert zu halten. Um den Kraftstoffverbrauch zu minimieren, erfassen wir den Spritverbrauch pro Fahrzeuggruppe und verknüpfen diese mit Zielvereinbarungen, bieten Fahrertrainings an, machen Tourenoptimierungen und führen regelmäßige Reifendruckkontrollen durch. Wir planen außerdem, mehr und mehr Hybrid- und Elektroantriebe in unserer Flotte einzusetzen. Für die nähere Zukunft ist die Anschaffung von zwei Brennstoffzellenfahrzeugen und von zwei elektrobetriebenen StreetScootern geplant. Gemeinsam mit der StreetScooter GmbH (Tochterunternehmen der Deutsche Post DHL Group, das auf die Entwicklung von Mobilitätskonzepten im Elektrobereich spezialisiert ist) und der RWTH Aachen läuft außerdem derzeit ein Projekt, in dem wir ein Kolonnenfahrzeug auf Elektrobasis entwickeln.

Neben den Verbräuchen unseres Fuhrparks versuchen wir stetig, die Energieverbräuche unserer Anlagen und Gebäude zu reduzieren. Im Jahr 2016 haben wir angefangen, die Gebäudeinfrastruktur energetisch zu optimieren. So haben wir die Beleuchtung auf energiesparende LED-Leuchten umgestellt sowie in die Dämmung der Gebäude investiert und Heizungsrohre erneuert.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Gesamtwasserentnahme nach Quellen

 

2016

Hauptverwaltung

 

Durch Stadtwerke

2.211[1]

 

 

Betriebshöfe

 

Durch Stadtwerke

19.987

Grundwasserentnahme

6.983

 

 

Recyclinghöfe

 

Durch Stadtwerke

382

Grundwasserentnahme

5.189

 

 



[1] Schätzung basierend auf den Jahren 2014 und 2015, da zum Zeitpunkt der Berichterstellung die Daten von 2016 noch nicht vorlagen.

Leistungsindikator GRI SRS-306-3 (2020): Angefallener Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des anfallenden Abfalls in metrischen Tonnen sowie eine Aufschlüsselung dieser Summe nach Zusammensetzung des Abfalls.

b. Kontextbezogene Informationen, die für das Verständnis der Daten und der Art, wie die Daten zusammengestellt wurden, erforderlich sind.

Gesamtgewicht des Abfalls nach Art und Entsorgungsmethode.

Im Vergleich zu den von uns gesammelten und behandelten Abfällen  fallen betriebliche Abfälle bei uns nicht in wesentlichen Mengen an. Wie vom DNK-Branchenleitfaden Abfallwirtschaft und Stadtreinigung empfohlen, betrachten wir deshalb hier nicht unsere eigenen, sondern die von uns gesammelten und behandelten Abfälle.

Jedes Jahr leeren wir mehr als 4,5 Millionen Mal die bei den Kunden aufgestellten etwa 100.000 Restmülltonnen, 96.000 Wertstofftonnen, 6.500 Papiertonnen und 450 Biotonnen. Im Jahr 2016 haben wir so 284 Kilotonnen Siedlungsabfälle gesammelt. Bei einer Einwohnerzahl von 500.585 Personen in Duisburg entspricht das einem Pro-Kopf-Aufkommen von 566 Kilogramm pro Jahr. Im größten Posten, dem Hausmüllaufkommen, hat sich das Pro-Kopf-Gewicht von 2012 auf 2016 um über 10 Kilogramm verringert. Das Wertstoffaufkommen stieg in dem Zeitraum insgesamt um 12,5 Kilogramm pro Einwohner und Jahr an. Die Entwicklung einiger Fraktionen schwankte im Laufe der Jahre.

 

2014

2015

2016

Hausmüll, hausmüllähnliche Gewerbeabfälle, Sperrmüll 

134.684

134.741

134.778

Hausmüll

121.838

121.114

121.214

Hausmüllähnliche Gewerbeabfälle

1.526

1.604

1.468

Sperrmüll

11.321

12.023

12.097

 

 

 

 

Wertstoffe

114.491

113.608

119.575

Bioabfälle

164

281

357

Grünabfälle

36.693

34.977

35.968

Papier, Pappe, Kartonagen (PPK)

29.881

28.864

30.726

Glas

6.341

6.285

6.040

Leichtverpackungen (LVP) (Duale Systeme)

11.901

12.180

12.353

Metall

1.609

1.634

1.774

Holz

18.436

18.530

18.563

Bekleidungen, Textilien

1.548

1.867

2.028

Sonstige Wertstoffe

7.919

8.988

11.766

 

 

 

 

Schadstoffe

230

190

170

 

 

 

 

Infrastrukturabfälle

10.554

9.519

9.392

Marktabfälle

214

0

0

Straßenkehricht

5.373

5.325

5.057

Abfälle aus der Kanalreinigung

792

724

865

Sonstige Infrastrukturabfälle

4.174

3.470

3.470

 

 

 

 

Bau- und Abbruchabfälle und Abfälle aus anderen Herkunftsbereichen

17.805 

18.167 

19.743 

Abfälle aus Einrichtungen des Gesundheitsdienstes

3.861

3.939

3.984

Bauschutt

10.482

10.287

9.791

Baustellenabfälle

7

1

0

Straßenaufbruch

95

84

139

Boden und Steine

425

109

0

Dämmmaterial und asbesthaltige Baustoffe

50

40

34

Gemischte Bau- und Abbruchabfälle

2.564

3.360

5.393

Sonstige Abfälle aus anderen
Herkunftsbereichen (Sonstige Gewerbeabfälle)

322

348

401

 

 

 

 

Gesamtsumme

277.764

276.225

283.658

 

 

 

 

Einwohnerzahl zum 30.06.

487.443

489.258

500.585

 

 

 

 

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Die größten direkten Emissionsquellen sind für uns unser Fuhrpark sowie unsere Gebäude und Anlagen (Verwaltungsgebäude, Betriebshöfe, Recyclinghöfe).

Unser Ziel ist es, diese Emissionen so weit es geht zu verringern. So erfassen wir den Spritverbrauch pro Fahrzeuggruppe und verknüpfen diese mit Zielvereinbarungen, bieten Fahrertrainings an, machen Tourenoptimierungen und führen regelmäßige Reifendruckkontrollen durch, um den Kraftstoffverbrauch zu minimieren. Wir planen außerdem, immer mehr Hybrid- und Elektroantriebe in unserer Flotte einzusetzen. Für die nähere Zukunft ist die Anschaffung von zwei Brennstoffzellenfahrzeugen und von zwei elektrobetriebenen StreetScootern geplant. Gemeinsam mit der StreetScooter GmbH (Tochterunternehmen der Deutsche Post DHL Group, das auf die Entwicklung von Mobilitätskonzepten im Elektrobereich spezialisiert ist), der RWTH Aachen und einigen anderen kommunalen Unternehmen im Umfeld läuft außerdem derzeit ein Projekt, in dem wir prüfen, ob ein spezielles Kolonnenfahrzeug auf Elektrobasis entwickelt werden kann.  Die Schadstoffemissionen unseres Fuhrparks verringern wir durch Erneuerungen oder die Nachrüstung unserer Fahrzeuge. So bringen wir unsere Flotte regelmäßig auf den neuesten Stand der Technik. Von unseren insgesamt 278 Fahrzeugen zum Stichtag 31.12.2016 entsprachen 32 Prozent der Schadstoffklasse EURO 5 und 11 Prozent dem europäischen Abgasstandard Environmentally Friendly Vehicle (EEV1). Etwa 14 Prozent unserer Flottenfahrzeuge entsprachen der derzeit strengsten Schadstoffklasse EURO 6. Diese Zahlen möchten wir in den kommenden Jahren weiterhin steigern.

Neben den Verbräuchen unseres Fuhrparks versuchen wir stetig, die Energieverbräuche unserer Anlagen und Gebäude zu reduzieren. Im Jahr 2016 haben wir angefangen, die Gebäudeinfrastruktur unserer Betriebshöfe energetisch zu optimieren. So haben wir in die Dämmung der Gebäude investiert, Heizungsrohre erneuert und die Beleuchtung auf energiesparende LED-Leuchten umgestellt. Allein durch die Umstellung der Beleuchtung können wir so jährlich bis zu 85 Prozent Energie einsparen. Dies entspricht bei den Höfen in Duisburg-Hochfeld und Duisburg-Hamborn über 1.400 Tonnen CO2. [1]

Der von uns bezogene Strommix der Stadtwerke Duisburg enthielt für das Jahr 2016 einen Anteil an erneuerbaren Energien nach EEG von 45,3 Prozent und von sonstigen erneuerbaren Energien von 5,2 Prozent (Informationen zur Stromlieferung gemäß § 42 EEG). Weitere 8,4 Prozent unseres Strombedarfs decken wir mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage auf dem Recyclinghof Mitte in Duisburg-Hochfeld, wodurch wir für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung auf einen Gesamtanteil an erneuerbaren Energien von 54,5 Prozent kommen.


[1] Berechnete jährliche Stromeinsparung von 121.610 kWh; Emissionsfaktor 0,3600 kg CO2e/kWh (Quelle: Stadtwerke Duisburg 2017).

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Scope-1-Emissionen nach Emissionsquellen von Abfallwirtschaft und Stadtreinigung[1]

Energieträger

Menge

Emissionsfaktor[2]

Emissionen

Diesel

1.746.447

l

2,6300

kg CO2e/l

4.593.155

kg CO2e

Benzin

3.123

l

2,3300

kg CO2e/l

7.276

kg CO2e

Gesamt

 

 

 

 

4.600.430

kg CO2e

 



[1] Nur Bereiche Abfallwirtschaft und Stadtreinigung der WBD und die KWD, bei Hauptverwaltungsgebäude Zentralbereiche anteilig.

[2] Quelle: Bayrisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (2016): Berechnung der CO2-Äquivalent-Emissionen.

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Scope-2-Emissionen nach Emissionsquellen von Abfallwirtschaft und Stadtreinigung[1]

Energieträger

Menge

Emissionsfaktor[2]

Emissionen

Strom

1.013.544

kWh

0,3600

kg CO2e/kWh

364.876

kg CO2e

Erdgas

18.466.267

kWh

0,2093

kg CO2e/kWh

3.864.990

kg CO2e

Fernwärme

1.134.679

kWh

0,2700

kg CO2e/kWh

306.363

kg CO2e

Gesamt

 

 

 

 

4.536.229

kg CO2e

 

Strommix 2016 Stadtwerke[3]

Energieträger

Anteil

Erneuerbare Energien, gefördert nach EEG

45,3

%

Sonstige erneuerbare Energien

5,2

%

Sonstige fossile Energieträger

0,9

%

Erdgas

7,2

%

Kohle

31,5

%

Kernenergie

9,9

%

Gesamt

100

%

 



[1] Nur Bereiche Abfallwirtschaft und Stadtreinigung der WBD und die KWD, bei Hauptverwaltungsgebäude Zentralbereiche anteilig.

[2] Quelle für Strom: Stadtwerke Duisburg 2017; Quelle für übrige Faktoren: Umweltbundesamt (2015): Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger

[3] Quelle: Stadtwerke Duisburg 2017.

 

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Die unter Scope 3 fallenden Emissionen unserer Wertschöpfungskette werden in erster Linie durch unsere Auftragnehmer im Bereich der Abfallentsorgung und -verwertung verursacht. Hierzu zählen z. B. der Transport des Abfalls von unseren Umladestationen in die Anlagen der Entsorger und Verwerter und der Betrieb der Anlagen. Darüber hinaus fallen Emissionen bei der Herstellung der von uns bezogenen Produkte wie z. B. Fahrzeuge, Container, Tonnen, Arbeitskleidung oder Büromaterial an. Aufgrund der Vielzahl an Zulieferern können wir diese Daten zum jetzigen Zeitpunkt nicht erheben.

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Da wir unsere THG-Emissionen für diese Entsprechenserklärung erstmals erhoben haben, lässt sich die Reduzierung der von uns verursachten THG-Emissionen nur schwer quantifizieren. Einige der von uns durchgeführten Maßnahmen zur Verringerung unseres Energieverbrauchs sind in Kriterium 12 beschrieben. Durch eine jährliche Dokumentation unserer Emissionen möchten wir in Zukunft solche Maßnahmen quantifizierbar machen und in zukünftigen Entsprechenserklärungen dazu berichten.

Uns ist jedoch bekannt, dass wir durch die Umstellung auf energiesparende LED-Leuchten in unseren Betriebshöfen eine Reduzierung des Stromverbrauchs um 85 Prozent erreichen konnten. Dies entspricht einer Einsparung von etwa 44 Tonnen CO2 pro Jahr. [1]



[1] Berechnete jährliche Stromeinsparung von 121.610 kWh; Emissionsfaktor 0,3600 kg CO2e/kWh (Quelle: Stadtwerke Duisburg 2017).