11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Das Kerngeschäft der Basler Versicherungen liegt im Dienstleistungssektor ohne ressourcenintensive Produktion. Dennoch können wir durch verantwortungsvolles Handeln die negativen Umweltauswirkungen des Unternehmens weiter verringern. Dabei schließen wir sowohl das Unternehmen als großes Ganzes als auch das Verhalten der einzelnen Mitarbeiter*innen ein.  

Der nachfolgende Berichtsteil umfasst die wesentlichen Standorte der Basler Versicherungen in Bad Homburg, Bremen und Hamburg. An diesen drei Standorten haben rund 92 Prozent der Mitarbeiter*innen ihren Dienstsitz.



Hauptenergieträger sind


1) Erstmals weisen wir in unserer Bilanz einen kalkulatorischen Wert des Energieverbrauchs aus, der auf Homeoffice-Tätigkeiten unserer Mitarbeiter*innen entfällt. 
2) Enthält das für den Bürobetrieb erforderliche Verbrauchsmaterial, wie etwa Briefumschläge und Hygienepapier. Erstmals aufgenommen haben wir die bei einem externen Dienstleister produzierten Druckstücke.
3) Beinhaltet das für den Bürobetrieb erforderliche Drucker- und Kopierpapier.
4) Enthält Kältemittel-Nachfüllmengen für Klima- und Kälteanlagen. In geringem Umfang wurden Kältemittel nachgefüllt. In die Berechnung fließt jedoch zusätzlich ein kalkulatorischer Verdunstungsverlust von vier Prozent je Anlage ein.
5) Enthält den Verbrauch für die nach Baurecht vorzuhaltenden, regelmäßig zu testenden Notstromdieselaggregate. Die entsprechenden Verbräuche weisen wir in 2021 erstmals getrennt vom PKW-Diesel aus.

Neben eigenen Bemühungen der Basler Versicherungen zur Reduzierung des Stromverbrauchs (siehe dazu Kriterium 12) hat sich die durch die COVID-19-Pandemie bedingte geringere Büronutzung noch einmal günstig auf den Elektroenergie-Verbrauch der Basler ausgewirkt. Im Vorjahresvergleich konnte der bereits stark gesunkene Stromverbrauch so nochmals um rund 3,6 Prozent verringern werden. Bezogen auf die verbrauchte Elektroenergie pro Mitarbeiter*in ergibt sich eine Reduzierung von rund 7,3 Prozent.  

Bezüglich des Verbrauchs der Heizenergie haben witterungsbedingte Effekte – insbesondere am Standort in Hamburg – zu einem höheren Verbrauch geführt. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hatte Deutschland den kältesten Frühling seit 2013 zu verzeichnen. Zugleich war Hamburg in 2021 eine der sonnenärmsten Regionen Deutschlands. Im Vorjahresvergleich ist der Verbrauch witterungsbedingt um rund 12,6 Prozent gestiegen. Bezogen auf den Verbrauch an Heizenergie pro Mitarbeiter*in ergibt sich eine Steigerung von rund 13,6 Prozent.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

KONZEPT, STEUERUNG UND MASSNAHMEN  

Die DEKRA Assurance Services GmbH hat gegenüber den Basler Versicherungen die Anforderungen an die eigenständige Berechnung der Treibhausgasbilanz (THG-Bilanz) des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2021 validiert. Die Überprüfung der Berechnung bezog sich dabei auf den öffentlich verfügbaren Standard Greenhouse Gas Protocol (GHG-P) zur Treibhausgasbilanzierung, der vom World Resources Institute (WRI) und dem World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) im Jahr 2004 veröffentlicht wurde. Abschließend wurde die Treibhausgasbilanz der Basler Versicherungen (wie unter Kriterium 13 dargestellt) seitens der DEKRA zertifiziert.  

Die Optimierung der Ressourcennutzung (Verbräuche siehe Kriterium 11) ist eines unserer erklärten Ziele. Die relevante Kennziffer ist der CO2-Ausstoß für die zwei wesentlichen Energieträger „Elektroenergie“ und „Heizenergie“ sowie für den „Geschäftsverkehr“. Als Systemgrenze für diese Energieträger sowie die Treibhausgasbilanzierung wurden die drei Hauptstandorte in Bad Homburg, Bremen und Hamburg definiert.  

Die Basler Versicherungen setzen sich das Ziel, den Ausstoß klimaschädlicher CO2-Emissionen kontinuierlich zu reduzieren. In 2021 war das Ziel, die durch Nutzung von Elektro- und Heizenergie induzierten CO2-Emissionen pro Mitarbeiter*in um mindestens fünf Prozent zu verringern. Weitere quantitative Ziele für die Zukunft werden derzeit erarbeitet (siehe Kriterium 3).


In 2021 zeigte der im Laufe des Vorjahres vorgenommene Wechsel auf 100 Prozent Ökostrom vollständig Wirkung: die Basler Versicherungen verursachen in der Kategorie „Elektroenergie“ keine klimaschädlichen CO2-Emissionen mehr. In der Kategorie “Heizenergie” haben außergewöhnliche, witterungsbedingte Effekte auf die Verbräuche gewirkt. Die Basler Versicherungen konnten die Reduzierung klimaschädlicher CO2-Emissionen bezogen auf die Heizenergie daher im Berichtsjahr nicht fortsetzen. Aufgrund der für 2022 in dieser Kategorie eingeleiteten Maßnahmen wird der Ausstoß klimaschädlicher CO2-Emissionen in der Berichtsperiode 2022 jedoch voraussichtlich überproportional reduziert werden.  

Übersicht ausgewählter Maßnahmen zur Verbesserung der betrieblichen Nachhaltigkeit
Ziel Maßnahme Standort Termin Status
Zertifizierung der Treibhausgasbilanz  
Die Basler ließ, wie im Vorjahr, seitens der DEKRA Assurance Services GmbH die eigenständige Berechnung der Treibhausgasbilanz zur Verbesserung der Transparenz validieren. Erstmals wurde die Treibausgasbilanz i.S. der Scope 1-3- Emissionen zusätzlich zertifiziert. Bad Homburg,
Bremen,
Hamburg
2021

erreicht
Kooperation ÖKOPROFIT®    Am Standort in Bad Homburg ist die Basler seit vielen Jahren Teilnehmerin des Projektes ÖKOPROFIT® des Hochtaunuskreises. Mit externer Unterstützung werden von den teilnehmenden Betrieben auf der Grundlage einer umfassenden Bestandsaufnahme praxisnahe Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt, mit denen die beteiligten Unternehmen die Kosten senken und die Umwelt entlasten.  Die Verleihung der entsprechenden Auszeichnungen erfolgt jeweils nach dem 1. Quartal des Folgejahres. Die Auszeichnung für das Jahr 2021 liegt der Basler noch nicht vor. Wie im Jahre 2020 wird die Basler jedoch auch für das Berichtsjahr 2021 eine entsprechende Auszeichnung erhalten. Bad Homburg fortlaufend aktiv
Kategorie Elektroenergie
Ziel Maßnahme Standort Termin Status
Ökostrom 

Seit Juni 2020 sind die Stromlieferverträge der Basler auf Ökostrom umgestellt. In der Kategorie „Elektroenergie“ verursachen die Basler Versicherungen somit im kompletten Berichtsjahr keine THG-Emissionen aus dem Bezug konventioneller Elektroenergie mehr. Die Scope 2-Emissionen konnte die Basler hierdurch im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um rund 280.000 kg CO2 entlasten. Im Berichtsjahr wurde der Bezug von Ökostrom für die Jahre 2022 bis 2024 bereits vertraglich gesichert. Bad Homburg,
Bremen,
Hamburg
2020 erreicht
Photovoltaik   
Am Hauptsitz der Basler in Bad Homburg wurde eine Photovoltaik-Anlage mit 99 kW-Peak in Betrieb genommen. Die Anlage erzeugt (witterungsabhängig) rund 87.000 kWh /Jahr. Hiermit soll vorrangig die Grundlast des Gebäudes abgedeckt werden.Aufgrund von Lieferkettenproblemen war eine abschließende Inbetriebnahme erst im Dezember 2021 möglich. Für 2022 sollen rund sieben Prozent des Strombedarfs der Basler Versicherungen am Standort in Bad Homburg selbst erzeugt werden. Bad Homburg 2021 erreicht
Umstellung auf LED  Die eingesetzten Leuchtmittel werden weiterhin sukzessive auf LED umgestellt. Am Standort in Bad Homburg erfolgte eine Anpassung der Leuchtmittel in Druckerräumen und Archiven sowie in einem neu geschaffenen, agilen Space. Am Standort in Hamburg wurde mit der Umrüstung der Leuchtmittel in den Tiefgaragen begonnen, die im 1. Semester 2022 abgeschlossen sein soll. Bad Homburg, Hamburg fortlaufend aktiv
Umstellung auf Energiesparpumpen  Die eingesetzten Pumpen werden weiterhin bedarfsgerecht auf Energiesparpumpen umgestellt.  Bad Homburg, Hamburg fortlaufend aktiv
Umstellung auf energiesparende Anlagen Eine Bandspülmaschine in der Gemeinschaftskantine der Basler Versicherungen in Hamburg wurde durch eine energiesparende Anlage mit Wärmerückgewinnung ersetzt. Hamburg 2020 erreicht
Kategorie Heizenergie
Ziel Maßnahme Standort Termin Status
Erdgas 
Die Basler Versicherungen haben am Standort in Bad Homburg die Erdgaslieferverträge auf klimaneutrale Erdgaslösungen umgestellt. In der Kategorie "Heizenergie" werden die Basler Versicherungen hierdurch den Anteil der Scope 1-THG-Emissionen ab 2022 um rund 310.000 kg CO2 reduzieren können. Bad Homburg 2022 erreicht
Fernwärme Die Basler Versicherungen haben in 2020/2021 am Standort in Hamburg einen hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage durchgeführt. Durch einen zusätzlich erforderlich gewordenen, teilweisen Umbau des Wärmeverteilnetzes konnte das Projekt mit Verzögerung im Dezember 2021 abgeschlossen werden. Die prognostizierte Einsparung von 40.000 bis 50.000 kg CO2 durch neu eingepegelte Fernwärme-Abnahmemengen wird erst in 2022 wirksam. Die Scope 2-Emissionen der Basler Versicherungen werden dann entsprechend entlastet.Der hydraulische Abgleich der Heizungsanlage wurde durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert. Hamburg 2021 erreicht
Kategorie Geschäftsverkehr
Ziel Maßnahme Standort Termin Status
Umstellung Dienstwagenregelung   Es erfolgte im Berichtsjahr als Pilot für das gesamte Unternehmen eine Umstellung der Dienstwagenregelung für leitende Angestellte im Innendienst von Diesel-Pkw auf Elektromobilität (rund 18 Prozent der Dienstwagenberechtigten). Auf eine Übergangsregelung, die auch Hybridfahrzeuge einschließt, haben die Basler Versicherungen verzichtet. In Abhängigkeit zur Reichweitenentwicklung planen die Basler Versicherungen mittelfristig den gesamten Fuhrpark auf Elektromobilität umzustellen, um die direkten Scope 1-Emissionen kontinuierlich weiter zu reduzieren. Bad Homburg,
Bremen,
Hamburg
2021 fortlaufend Teilziel erreicht, 
aktiv 
Kategorie Mobilität
Ziel Maßnahme Standort Termin Status
Ladesäulen- konzept   Für die Vorbereitung des zukünftigen Einsatzes von E-Lademöglichkeiten an den Standorten Bad Homburg und Hamburg haben die Basler Versicherungen ein Planungsbüro beauftragt. Zielsetzung ist es, im Jahr 2022 geeignete Kapazitäten zur Verfügung zu stellen, die individuell auf die sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Nutzungsgruppen an den Standorten zugeschnitten sind. Das Konzept soll im Februar 2022 finalisiert sein, damit in 2022 eine Umsetzung durchgeführt werden kann. Bad Homburg, Hamburg 2022 aktiv
Ladeeinrichtung für E-Bikes   Für den Standort in Bad Homburg planen wir in 2022 den Einsatz von überdachten, selbst versorgenden Solar-Ladesäulen für E-Bikes. Durch den Einsatz von Photovoltaik auf der Überdachung können die Basler Versicherungen auf den Einsatz externer Stromquellen verzichten. Bad Homburg 2022 aktiv
Jobrad
 
Seit 2018 bieten wir unseren Mitarbeiter*innen vergünstigte Konditionen für ein Jobrad-Leasing an. Zum 31.12.2021 waren insgesamt 150 Räder im Leasing: hiervon 37 Fahrräder und 113 Pedelecs. Bad Homburg,
Bremen,
Hamburg
fortlaufend erreicht
Jobticket   Die Basler Versicherungen fördern die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs durch so genannte Jobtickets. Wir leisten damit einen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen, des Feinstaubs und des Straßenverkehrs in belasteten Regionen. Bad Homburg,
Bremen,
Hamburg
fortlaufend erreicht
Kategorie New Work
Ziel Maßnahme Standort Termin Status
Homeoffice und mobiles Arbeiten   Im Rahmen des hoch priorisierten Projektes Digital Workplace (DWP) treibt die Basler die Digitalisierung des Arbeitsplatzes weiter voran und schafft hierdurch weitere Möglichkeiten der virtuellen Kollaboration. In diesem Umfeld werden hybride Arbeitsmodelle, wie mobiles Arbeiten und Arbeiten aus dem Homeoffice, ermöglicht. Der Geschäfts- und Individualverkehr wird hierdurch weiter reduziert werden können. Bad Homburg,
Bremen,
Hamburg
2020 fortlaufend erreicht
Neue Bürowelten   Im Juli 2021 konnten die Basler Versicherungen mit einem umgestalteten Bereich in Bad Homburg ihre erste „Agile Fläche“ einweihen. Bedingt durch neue, hybride Arbeitsmodelle ergibt sich grundlegend ein geänderter Flächenbedarf. Die Basler Versicherungen werden in den kommenden Jahren über eine moderne Raumgestaltung und bedürfnisgerechte Bürozonen ein Ökosystem schaffen, das den Mitarbeiter*innen ein Gleichgewicht bietet zwischen gemeinschaftlich und persönlich genutzten Bürobereichen.  In diesem Zuge werden die Basler Versicherungen den aktuellen Flächenbestand und hiermit einhergehend die mit dem Flächenbetrieb verbundenen THG-Emissionen moderat reduzieren können. Bad Homburg 

(künftig auch Hamburg)
2020 - 2024 aktiv
Kategorie Kopierpapier
Ziel Maßnahme Standort Termin Status
Blauer Engel 

Seit Juni 2021 setzen wir als Drucker- und Kopierpapier in unseren Büroflächen ausschließlich Papiersorten ein, die das Siegel des „Blauen Engel“ tragen. Der Blaue Engel ist das Zeichen mit den höchsten ökologischen Standards für Papier und damit die umweltfreundlichste Wahl. Bad Homburg,
Bremen,
Hamburg
2021 erreicht
Kategorie Abfall
Ziel Maßnahme Standort Termin Status
Müllvermeidung     Umsetzung eines in 2021 vorbereiteten Konzepts zu einer verbesserten Mülltrennung. Bad Homburg,
Bremen, Hamburg
2022 aktiv

Über das Board Nachhaltigkeit ist die Geschäftsleitung direkt in das Ressourcen­management und die Entwicklung von Strategien, Maßnahmen und Kontrollen zur Zielerreichung eingebunden. Zusätzlich erstellen wir eine abgestimmte Jahresplanung zu den Handlungsfeldern (siehe auch Kriterium 5). Für Ausführungen zu Risiken verweisen wir an dieser Stelle auf das Kriterium 4.

KAPITALANLAGE  

Im Bereich Kapitalanlagen nehmen Immobilienanlagen im Berichtsjahr mit einem Volumen von insgesamt rund 1,4 Mrd. Euro eine prominente Rolle ein – dementsprechend nehmen wir unsere ökologische und soziale Verantwortung wahr. Im Interesse unserer Kund*innen spielt der Renditefaktor der Immobilien als Anlageobjekte eine entscheidende Rolle. Wo sich Möglichkeiten bieten, ökologische und soziale Aspekte zu optimieren, nutzen wir diese.  

Da es sich bei den Immobilien in unserem Portfolio zunehmend um Objekte neuerer Baualtersklasse handelt, spielen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus insbesondere nach Nachhaltigkeitsgesichtspunkten zertifizierte Gebäude eine wichtige Rolle. Im Berichtsjahr haben wir mit unseren Gesellschaften beispielsweise in Büroobjekte investiert, die mit dem Zertifikat «DGNB Gold» der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB e.V.) ausgezeichnet wurden, oder in Gebäude, die dem höchsten Standard (Platinum) der LEED-Zertifizierung (Leadership in Energy and Environmental Design) entsprechen. Bei wohnwirtschaftlich genutzten Objekten spielen bei Neuanlagen insbesondere die anspruchsvollen Standards der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eine zentrale Rolle. So haben wir im vergangenen Geschäftsjahr unter anderem ein Hamburger Wohnbauprojekt nach dem KfW55 Standard neu erworben.  

Die sich laufend ändernden (gesetzlichen) Anforderungen an den Umweltschutz, die sich auch ökonomisch niederschlagen können, werden von uns selbstverständlich nicht nur bei der Neuanlage, sondern auch in unserem Immobilienbestand umgesetzt. Hier unterstützen uns externe Partner*innen bei der Analyse bzw. der Identifikation von ökologischem Optimierungspotenzial, welches wir laufend umsetzen.

Die CO2-Intensität unserer börsengehandelten Aktienanlagen und Obligationen vergleichen wir jeweils gegenüber einer Benchmark (Aktien versus EuroStoxx 50 und Corporate Bonds versus Bloomberg Global Aggregate Index). Die CO2-Intensität des Aktienportfolios der Basler Lebensversicherungs-AG liegt dabei um 5,6 Prozent unter derjenigen der Benchmark. Im Portfolio der Basler Sachversicherungs-AG liegt der entsprechende Wert 5,8 Prozent unter der Benchmark. Die CO2-Intensität des Corporate Bond Portfolios der Basler Lebensversicherungs-AG liegt um 37,5 Prozent unter derjenigen der Benchmark. Im Portfolio der Basler Sachversicherungs-AG liegt der entsprechende Wert sogar um 63,6 Prozent unter der Benchmark. Die CO2-Intensität ist der relative Fußabdruck zum Umsatz. Je tiefer die CO2-Intensität eines Unternehmens, desto weniger CO2-Emissionen werden relativ zum Umsatz vom Unternehmen ausgestoßen. 

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Siehe Tabelle Kriterium 11 sowie Textteil Kriterium 12.

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Siehe Tabelle Kriterium 11 sowie Textteil Kriterium 12.

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Siehe Tabelle Kriterium 11 sowie Textteil Kriterium 12.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Siehe Tabelle Kriterium 11 sowie Textteil Kriterium 12.

Leistungsindikator GRI SRS-306-3 (2020): Angefallener Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des anfallenden Abfalls in metrischen Tonnen sowie eine Aufschlüsselung dieser Summe nach Zusammensetzung des Abfalls.

b. Kontextbezogene Informationen, die für das Verständnis der Daten und der Art, wie die Daten zusammengestellt wurden, erforderlich sind.

Siehe Tabelle Kriterium 11 sowie Textteil Kriterium 12.
Branchenspezifische Ergänzungen Überschrift 1
Siehe Tabelle Kriterium 11 sowie Textteil Kriterium 12.
Branchenspezifische Ergänzungen Überschrift 2
Siehe Tabelle Kriterium 11 sowie Textteil Kriterium 12.

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Die Berichterstattung zu THG-Emissionen basiert auf den Berichterstattungspflichten des vom World Resources Institute (WRI) und World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) entwickelten THG-Protokolls „GHG Protocol Corporate Accounting and Reporting Standard“. Im THG-Protokoll werden die THG-Emissionen in drei Kategorien (Scope 1, Scope 2 und Scope 3) erfasst. Der so genannte Scope ist hierbei eine Kategorisierung der operativen Grenzen, in denen THG-Emissionen auftreten.  
Die Erfassung der Scopes 1 bis 3 für die Basler Versicherungen erfolgt unter Beachtung der als Systemgrenze definierten, drei wesentlichen Unternehmensstandorte (Bad Homburg, Bremen und Hamburg). Die nachfolgende THG-Bilanz wurde seitens der DEKRA für 2021 validiert und zertifiziert (siehe Kriterium 12).



CO2-KOMPENSATION  

Seit 2020 kompensieren wir konzernübergreifend rückwirkend unsere betrieblichen CO2 Emissionen, die wir durch Optimierungen und Reduktion noch nicht vermeiden konnten. Für das Jahr 2020 wurden in der Baloise Group rund 11 Tausend Tonnen durch drei zertifizierte Projekte kompensiert. Die Projekte wurden auf die Modalitäten und Verfahren folgender Standards geprüft und ausgezeichnet:

Details zu weiteren Maßnahmen, Zielsetzung und Fortschrittsberichte sind unter Kriterium 11 bzw. 12 nachzulesen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Siehe Tabelle Kriterium 13 sowie Textteil Kriterium 11 und 12.

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Siehe Tabelle Kriterium 13 sowie Textteil Kriterium 11 und 12.

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Siehe Tabelle Kriterium 13 sowie Textteil Kriterium 11 und 12.

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Siehe Tabelle Kriterium 13 sowie Textteil Kriterium 11 und 12: In 2021 war das Ziel, die durch Nutzung von Elektro- und Heizenergie induzierten CO2-Emissionen pro Mitarbeiter*in um mindestens fünf Prozent zu verringern. Weitere quantitative Ziele für die Zukunft werden derzeit erarbeitet (siehe Kriterium 3).
Da die Erstellung der THG-Bilanz nach Scopes 1 bis 3 erstmals für das Berichtsjahr 2020 erfolgte und 2021 weiter optimiert wurde, lässt sich derzeit noch keine Aussage über erfolgte Senkungen treffen.
Branchenspezifische Ergänzungen Überschrift 1
Siehe Tabelle Kriterium 13 sowie Textteil Kriterium 11 und 12.
Branchenspezifische Ergänzungen Überschrift 2
Siehe Tabelle Kriterium 13 sowie Textteil Kriterium 11 und 12.