11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Die Barmenia betrachtet Nachhaltigkeit ganzheitlich. Neben wirtschaftlichen und sozialen Aspekten gehört auch das Bewusstsein für die Umwelt dazu. Das Produktportfolio der Barmenia Lebensversicherung a. G. bietet mit der fondsgebundenen Rentenversicherung und der damit verbundenen Auswahlmöglichkeit von ökologischen und nachhaltigen Fonds ein Angebot, wodurch die Kunden selbst die Umwelt positiv beeinflussen können.

Umweltschutz gehört zur Unternehmensverantwortung
Im Vergleich zu produzierenden Branchen hält sich der Verbrauch von natürlichen Ressourcen bei einem Versicherungsunternehmen in Grenzen. Die natürlichen Ressourcen werden ausschließlich für den Geschäftsbetrieb genutzt, z. B. für die Nutzung von Gebäuden und IT. Das Risiko wird als untergeordnet eingestuft. Dennoch schreibt die Barmenia den Umweltschutz ihrer Unternehmensverantwortung zu. Sie hat sich im Jahr 2011 zum Ziel gesetzt, ab dem Jahr 2016 CO2-neutral zu wirtschaften. Seit 2016 ist der Standort der Wuppertaler Hauptverwaltungen in der Barmenia-Allee 1 klimaneutral gestellt. In den Jahren zuvor stand die Erarbeitung von Maßnahmen zur Vermeidung und Reduktion von CO2-Emissionen im Vordergrund.

Datenermittlung für CO2-Bilanz
Die Daten zu Verbräuchen von Energie und Wasser, dem Geschäftsreiseverkehr, Entsorgung sowie Kühl- und Löschmittelverluste - bezogen auf den Wuppertaler Hauptstandort in der Barmenia-Allee 1 - werden in der sogenannten CO2-Bilanz erfasst und in CO2-Emissonen umgerechnet. Das Berechnungstool zur Erstellung der CO2-Bilanz wurde vom Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten (VfU e. V.) in Zusammenarbeit mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV e. V.) erstellt und wird fortlaufend aktualisiert.

Ziel ist der optimale Einsatz von Ressourcen
Wenn Verbräuche gesenkt werden können, bewirkt es meistens auch eine CO2-Reduktion. Deshalb ist die Verringerung von Verbräuchen ein zentraler Aspekt beim Umwelt- und Energiemanagement.
Das Umweltmanagementteam setzte sich aus Vertretern der Bereiche zusammen, die mit ihren Aufgabengebieten dazu beigetragen haben, Emissionen zu vermeiden, zu reduzieren und zu kompensieren oder diese Prozesse unterstützten. Das Team stand unter der Leitung eines Vorstandsmitglieds.

Die Barmenia hat durch viele Maßnahmen einen guten Standard erreicht, der auch von der Öffentlichkeit wahrgenommen und honoriert wird. Im Juni 2017 wurde die Barmenia bei der KlimaExpo.NRW als Schrittmacher ausgezeichnet. Auch das Zertifikat zur Nachhaltigen Unternehmensführung vom TÜV Rheinland beinhaltet die Themen Umwelt und Energie. Hier hat die Barmenia im Mai 2017 das Überwachungsaudit erfolgreich abgeschlossen.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Wenn eine Reduzierung der Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen nicht möglich oder bereits optimal erfüllt ist, wird nach Alternativen gesucht, um den Prozess insgesamt umweltfreundlicher zu gestalten. Die Barmenia-Einkaufsrichtlinie sieht eine solche Vorgehensweise vor. Dort heißt es: "Bei Einholung der Angebote soll der Einfluss des Produktes auf die CO2-Bilanz, die Energieeffizienz sowie den Umweltschutz in den Entscheidungsprozess einbezogen werden."

Ökostrom in den Hauptverwaltungen und den Außenstellen
Ein Beispiel ist hierfür der Einsatz von Ökostrom. In den Wuppertaler Hauptverwaltungen sowie in 65 Bezirks- und Maklerdirektionen sowie Bezirksleitungsbüros wird seit dem Jahr 2013 grüner Strom der Wuppertaler Stadtwerke eingesetzt. Der TÜV Nord bescheinigt mit seinem Gütesiegel die CO2-Neutralität. Der grüne Strom entsteht CO2-frei in Wasser­kraftanlagen in Skandinavien.

Ermittlung der Verbrauchswerte und der CO2-Emissionen
Verbrauchswerte und CO2-Emissionen werden ausschließlich für den Standort der Wuppertaler Hauptverwaltungen ermittelt. Die Daten für Energie, Wasser, Papier, Geschäftsreiseverkehr, Entsorgung von Abfällen sowie Verlust von Kühl- und Löschmittel für den Standort Barmenia-Allee 1 in Wuppertal werden dokumentiert. Zur Erfassung der Kennzahlen und Ermittlung der CO2-Emissionen wird das Berechnungstool zur Berechnung betriebsökologischer Kennzahlen des Vereins für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e. V. (VfU) verwendet, das der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) seinen Mitgliedsunternehmen zur Verfügung gestellt hat. Die VfU-Kennzahlen richten sich an internationalen Standards der Umwelt- und Klimaberichterstattung wie die Global Reporting Initiative (GRI), dem Greenhouse Gas Protocol und dem Carbon Disclosure Project aus. Zur Ermittlung der Daten wurde das VfU-Berechnungstool vom 27.11.2015 genutzt. Hinweise im VfU-Tool: Emissionsfaktoren und Energieinput-Faktoren wurden berechnet anhand der Datenbank "ecoinvent" (Version 3.1, Juli 2014). Die Berechnungen wurden mit der Software "Simapro" der Firma Pré Consultans (Niederlande) gemacht.

Die jeweiligen Verbrauchswerte werden als Gesamtzahl für die Barmenia-Versicherungsgruppe mit Barmenia-Konzern und Barmenia Lebensversicherung a. G. ermittelt, erfasst und in CO2-Emissionen umgerechnet. Die Verteilung auf die Unternehmen erfolgt nach Full-Time-Equivalenten (FTE).

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Für die Darstellung der Versicherungsprodukte wird Papier als wichtige Ressource eingestuft. Die Barmenia hat die Vision des papierlosen Büros. Viele Maßnahmen zur Papierreduktion wurden seitdem eingeführt und die Papierverbräuche kontinuierlich reduziert (s. dazu auch unter "Branchenspezifische Ergänzungen - Papierlose Prozesse durch Digitalisierung").

Papierverbrauch in Tonnen (t):
Gesamt: 18,09 t, davon

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Durch die Optimierung des Umwelt- und Energiemanagements in den Jahren 2011 bis 2016 konnten erhebliche Verbrauchsreduktionen erzielt werden. Das zukünftige Potenzial wird derzeit als nahezu ausgeschöpft angesehen. Ziel ist es, den guten Status quo zu halten. Der Energieverbrauch liegt auch im Jahr 2017 auf einem vergleichbar mit den Vorjahren konstant guten Niveau. Die Entwicklung der Verbräuche kann transparent im Internet unter www.klimaneutral.barmenia.de und in den veröffentlichten Nachhaltigkeitsberichten nachgelesen werden.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

 

Leistungsindikator GRI SRS-306-2: Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des gefährlichen Abfalls, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
viii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

b. Gesamtgewicht ungefährlicher Abfälle, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
iii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

c. Wie die Abfallentsorgungsmethode bestimmt wurde:
i. Direkt von der Organisation entsorgt oder anderweitig direkt bestätigt
ii. Vom Entsorgungsdienstleister zur Verfügung gestellte Informationen
iii. Organisatorische Standardmethoden des Entsorgungsdienstleisters

Gesamtgewicht in Kilogramm (kg) gefährlicher und ungefährlicher Abfälle nach Entsorgungsmethoden:
Wahl der Entsorgungsmethode:

 

Papierlose Prozesse durch Digitalisierung

Das papierlose Büro ist eine Vision, die anspornt, sein Verhalten im Büroalltag zu überdenken. Die Barmenia hat das Potenzial früh erkannt und optimiert kontinuierlich die digitalen Prozesse. Vor dem Hintergrund des nachhaltigen Handelns spielt gerade die Virtualisierung von Geschäftsprozessen eine herausragende Rolle. Online-Prozesse sind nachhaltig, da sie auf Grund ihrer digitalen Form bestimmte Ressourcen nicht benötigen oder sogar ersetzen können. Damit schont das Medium Internet vor allem in ökologischer Hinsicht die Umwelt. Auch angesichts ökonomischer Aspekte wirkt das neue Medium effizienzsteigernd. Die zunehmende Nutzung des Internets reduziert den Papierverbrauch, die Transport- und die damit verbundenen Papier- und Versandkosten. Beispielhaft hat die Barmenia viele Prozesse optimiert, die papierlos sind, wie z. B. die E-Policierung von der Antragsaufnahme bis zur Erstellung des Versicherungsscheins, das Online-Kundencenter www.meine-barmenia.de und die RechnungsApp, bei der die Kunden die Arztrechnungen digital übermitteln. Durch die konsequente Prozessoptimierung können der Service erweitert und auf die Ressource Papier verzichtet werden.

Ganzheitliche Berücksichtigung von Ökonomie, Soziales und Ökologie
Auch bei der Digitalisierung verfolgt die Barmenia einen ganzheitlichen Ansatz. Die Einkaufsrichtlinie enthält neben wirtschaftlichen Aspekten auch soziale und ökologische Kriterien. So wird beim Kauf von IT-Geräten auch auf Energieeffizienz und Recyclingmöglichkeiten geachtet. Der Kunde kann über das Online-Kundencenter www.meine-barmenia.de seine Briefe einsehen und wird vorab per E-Mail über den Posteingang informiert. Die entsprechenden IT-Ressourcen, die die Barmenia dafür bereithält, werden mit CO2-freiem Ökostrom versorgt. Derzeit können noch nicht alle Briefe - auch wegen gesetzlicher Anforderungen - digital zur Verfügung gestellt werden. Deshalb wird darauf geachtet, dass Umweltpapier eingesetzt wird. Kundenbriefe und auch Pakete werden mit GoGreen - dem klimaneutralen Versand der Deutschen Post - versendet. Gleichzeitig sind die Hauptverwaltungen mit ihren Prozessen seit 2015 klimaneutral gestellt.

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

CO2-Emissionen: Vermeidung, Reduzierung und Kompensation
Seit Ende 2010 gibt es das Ziel, ab dem Jahr 2016 CO2-neutral zu wirtschaften. Seit der Zielsetzung wird verstärkt daran gearbeitet, das Umwelt- und Energiemanagement kontinuierlich zu optimieren und die eigenen CO2-Emissionen zu reduzieren, was durch eine Vielzahl von Maßnahmen gelungen ist.

So wurde die ökologische Nachhaltigkeit in Richtlinien und Prozessen integriert, um das Thema übergreifend zu berücksichtigen. Dazu wurden die Barmenia-Einkaufsrichtlinie, die Reiserichtlinie für den Innen- sowie Außendienst, Vorstandsvorlagen sowie das interne Vorschlagswesen um Umweltaspekte erweitert. Beispielsweise enthalten Entscheidungsvorlagen für den Gesamtvorstand das Kriterium "Auswirkungen auf  den Energieverbrauch, CO2-Emissionen und Umweltschutz". Diese müssen angegeben werden, wenn die Entscheidung entsprechende Einflüsse hätte.

Im Jahr 2016 hat die Barmenia erstmals verbleibende Treibhausgasemissionen der Wuppertaler Hauptverwaltungen für das Jahr 2015 ausgeglichen. Beim Ausgleich der Emissionen achtet die Barmenia auf die Qualität der Kompensation. So wurden Emissionsscheine von zertifizierten Klimaschutzprojekten des auf diesem Gebiet bekannten Projektentwicklers myclimate erworben, die neben ökologischen auch soziale Kriterien erfüllen und somit der ganzheitlichen Betrachtung des Themas Nachhaltigkeit der Barmenia gerecht werden.

Wie unter "12. Ressourcenmanagement" beschrieben, setzt die Barmenia in den Hauptverwaltungen und in 65 Außenstellen CO2-freien Ökostrom ein. Gleichzeitig nutzt sie das Fernverkehrsangebot bahn.business der Deutschen Bahn, bei dem zu 100 % CO2-freier Ökostrom eingesetzt wird. Briefe und Pakete werden über das entgeltliche Serviceangebot GOGREEN der Deutschen Post DHL Group klimaneutral versendet. Auch um CO2 zu reduzieren, bietet das Unternehmen den Mitarbeitern Serviceleistungen wie z. B. den Paketdienst von Pakadoo und den Persil Wäscheservice an.

Für das Jahr 2017 wird die Barmenia Lebensversicherung a. G. 246 t CO2-Emissionen über das Klimaschutzprojekt "Solarkocher in Madagaskar" ausgleichen. Bei einer Online-Umfrage entschieden sich 59,4 % der teilnehmenden Mitarbeiter für dieses Klimaschutzprojekt.
www.klimaneutral.barmenia.de

Hinweis: Grundlage der vorab genannten Werte ist die CO2-Bilanz. Gegenüber den CO2-Werten aus den einzelnen Scopes der Leistungsindikatoren ergeben sich Rundungsdifferenzen im Nachkommabereich.

Beteiligung am Forschungsprojekt BMM3
Um Gesellschaftsentwicklungen nachhaltig mitgestalten zu können, beteiligt sich die Barmenia auch an Wissenschafts- und Forschungsprojekten. So ist sie z. B. Projektpartner beim Forschungsprojekt zum Betrieblichen Mobilitätsmanagement im Bergischen Städtedreieck und liefert ihren Beitrag mit Daten und Wissen: www.bmm3.de

Ermittlung der Verbrauchswerte und Emissionen
Die Grundlagen zur Ermittlung der CO2-Emissionen werden ausführlich unter "12. Ressourcenmanagement" beschrieben. Weitere Treibhausgase werden nicht erfasst, da sie für ein Versicherungsunternehmen als unerheblich einzustufen sind.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Die Barmenia hat in den letzten Jahren viele Maßnahmen ergriffen und hat Verbräuche und CO2-Emissionen deutlich gesenkt. Dies kann in den Nachhaltigkeitsberichten der Jahre 2009, 2013 und 2015 und auch der Publikationen der Zertifizierungsprozesse, wie von Ökoprofit, entnommen werden. Man kann sagen, dass insgesamt ein hoher Standard im Umwelt- und Energiemanagement erreicht wer­den konnte. Erhebliches Einsparpotenzial wird - auch von externen Experten - nicht mehr gesehen. Deshalb gilt es, dass Niveau zu halten und Einflussmöglichkeiten zur Verbesserung der Energie­effizienz, z. B. bei Neuinvestitionen, zu nutzen.

Wie beschrieben werden insgesamt die CO2-Emissionen der Barmenia-Versicherungsgruppe vergli­chen. Nachdem die CO2-Emissionen in den letzten Jahren erheblich reduziert werden konnten, ist nun gegenüber dem Vorjahr ein moderater Anstieg um 76 Tonnen zu verzeichnen. Im Wesentlichen resultiert dieser Anstieg witterungsbedingt aus Fernwärme und den Verlust von Kühlmitteln.