11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Die Bewahrung einer intakten Umwelt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die wir auch für uns als Unternehmen annehmen. Auch wenn die Geschäftstätigkeiten einer Universalbank wie der BFS im Vergleich zum produzierenden Gewerbe einen eher geringen Einfluss auf den weltweiten Ressourcenverbrauch hat, beinhaltet unser ökologisches Nachhaltigkeitsverständnis einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen, die uns allen zur Verfügung stehen. Wir berücksichtigen die ökologischen Auswirkungen unseres Handelns in unseren Geschäftsentscheidungen und Betriebsabläufen. Dabei reflektieren wir unsere Bestrebungen zur Ressourcenschonung und CO2-Reduktion an neuen Entwicklungen und passen sie gegebenenfalls an.

Um unsere Verbräuche besser zu steuern, erheben wir seit 2016 Kennzahlen im Bereich des Ressourcenverbrauchs und der Energieeffizienz (Energieverbrauch, Stromverbrauch, Gasverbrauch, Wasserverbrauch, Papierverbrauch, Abfallaufkommen, CO2-Emissionen). Durch die erstmalige Erhebung können die wesentlichen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit beobachtet und gezielt Maßnahmen ergriffen werden (siehe Leistungsindikator 11 - 12). Um eine höhere Qualität der Kennzahlen zu gewährleisten, sind zukünftig weitere Erhebungswege notwendig.

Einfluss kann die BFS auch dort nehmen, wo sie selbst Produkte und Dienstleistungen bezieht. So achten wir bei der Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen auch auf ökologische und soziale Aspekte. Die BFS versteht sich hier als Impulsgeber für die Region und arbeitet wo möglich mit regionalen Anbietern und Dienstleistern zusammen, um zur Standortentwicklung beizutragen.

Das übergreifende Bewusstsein der Notwendigkeit, ressourcenschonend und emissionsarm zu wirtschaften, trägt die BFS in alle Arbeitsebenen. Die Eigeninitiative der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird nicht nur ausdrücklich gewünscht, sondern auch aktiv unterstützt.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Qualitative Zielvorgaben wurden mit der Einführung von Leitlinien zum Ressourcen- und Energieverbrauch entwickelt. Mit der ersten Erhebung der Kennzahlen bilden wir die Basis, um zukünftig fundierte, quantitative Ziele zu entwickeln.

Die BFS verpflichtet sich, ihre Verantwortung für einen schonenden Umgang mit Ressourcen wahrzunehmen und den Verbrauch von Energie und Ressourcen merklich zu reduzieren. Im eigenen Bankbetrieb handelt die BFS daher weitsichtig sowohl kosten- als auch ressourcenschonend. Maßnahmen zur Reduktion von Verbräuchen und Abfällen werden nicht nur punktuell umgesetzt, sondern unterliegen einem ganzheitlichen Konzept, das verschiedene Aspekte und den neuesten Stand der Technik berücksichtigt:

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator G4-EN1
Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen.

2016: Kopierpapier, DIN A4, 80g/m2, 5er-Packung à 2500 Blatt, FSC-Label, EU-Ecolabel: 1600 Stück (bundesweit)

Leistungsindikator G4-EN3
Energieverbrauch innerhalb der Organisation.

2016: zertifizierter Ökostrom 2.050.883 kWh (bundesweit)

2016: Wärme: Fernwärme 361.841 kWh (Zentrale)

Leistungsindikator G4-EN6
Verringerung des Energieverbrauchs.

Kennzahlen zum Energieverbrauch wurden erstmalig für das vergangene Geschäftsjahr 2016 erhoben. Auf Basis der Erhebung können in den kommenden Jahren Aussagen über die Entwicklung des Energieverbrauchs der BFS getroffen werden.

Leistungsindikator G4-EN8
Gesamtwasserentnahme nach Quellen.

2015: 1591 m3 (Zentrale)

2016: Zahlen noch nicht verfügbar

Leistungsindikator G4-EN23
Gesamtgewicht des Abfalls nach Art und Entsorgungsmethode.

Eine genaue Erhebung des Gesamtgewichts erfolgt aufgrund des geringen Abfallaufkommens im Rahmen des Geschäftsbetriebs innerhalb der BFS nicht.

2016:

Restmüll: 96,15 qm³ (bundesweit)

Recycelt: 226 qm³ (bundesweit)

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Für das Jahr 2016 erfassten wir erstmalig den Input und den Output aller klimarelevanten Faktoren gemessen an der Relevanz und dem Potenzial zur Einflussnahme auf den Klimawandel und die Ressourcenverknappung. Als nicht produzierendes Gewerbe stellen in Rahmen unseres Geschäftsbetriebs die Dienstreisen sowie der Betrieb unserer Geschäftsräume die wesentlichsten Emissionsquellen dar. Konkrete Ziele zur Reduktion werden von uns nicht benannt. Wir betrachten die Reduktion der von uns verursachten Emissionen als stetigen Verbesserungsprozess. Seit Beginn der Intensivierung der Tätigkeiten im Rahmen der Nachhaltigkeit wurden vielmehr bereits mehrere Maßnahmen durchgeführt, die eine Reduzierung des CO2-Verbrauchs bewirken sollen:


Für den Neubau der BFS-Unternehmenszentrale am Konrad-Adenauer-Ufer in Köln haben wir uns bewusst dafür entschieden, den denkmalgeschützten Altbau durch einen nach LEED zertifizierten Neubau zu erweitern. Für das Gold-Zertifikat ist ein umfassendes Konzept erstellt worden, dass von Beginn an strenge Nachhaltigkeitskriterien in die Planung und Umsetzung des Neubaus mit einbezogen hat. Hier wurden Einsparungen von CO2-Emissionen sowie Wasser-, Energie- und Wärmeverbräuchen konsequent mitgedacht und auch das ressourcenschonende Verhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Technologien und Planung berücksichtigt.

2017 wurde erstmalig eine CO2-Bilanz für den Standort Köln aufgestellt (siehe Leistungsindikatoren). Für die Berechnungn der CO2-Emissionen wurden verschiedene Bezugsgrößen herangezogen. Die beanspruchte Fernwärme und Strom wurden in kWh zu einem CO2 Wert umgerechnet. Weitere Bezugsgrößen umfassten die Bereiche Mobilität (Dienstreisen mit PKW, Bahn oder Flugzeug und die Anfahrtswege der Mitarbeiter/innen), Einkauf (Papier, Printmaterialien oder Catering) oder Hotelübernachtungen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator G4-EN15
Direkte THG-Emissionen (Scope 1).

2016: 326,06   CO2e(t)

Berechnung mit imug CO2-Rechner

Leistungsindikator G4-EN16
Indirekte energiebezogene THG-Emissionen (Scope 2).

2016: 1045,40 CO2e(t)

Berechnung mit imug CO2-Rechner

Leistungsindikator G4-EN17
Weitere indirekte THG-Emissionen (Scope 3).

2016: 1329,03 CO2e(t)

Berechnung mit imug CO2-Rechner

Leistungsindikator G4-EN19
Reduzierung der THG-Emissionen.

Die THG-Emissionen wurden erstmalig für das Jahr 2016 erhoben. Über die Entwicklung und eine mögliche Reduzierung wird in den kommenden Jahren berichtet.