11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Im Zuge der Einführung eines zertifizierten Energiemanagementes im Jahre 2013 konnten bereits diverse Einsparungen an natürlichen Ressourcen erzielt werden. In den Jahren 2017/2018 soll die Einführung eines zertifizierten Umweltmanagementes nach ISO 14001 unsere Kompetenzen erweitern und das Bewusstsein zum Schutz der Umwelt stärken. Wir erhoffen uns dadurch weitere Einsparungen an natürlich Ressourcen sowie neue Erfahrungen in Bezug auf einen schonenden Umgang mit der Umwelt. Zu unseren wesentlichen Ressourcen gehören Baumwolle, Acryl, Wasser, Strom, Gas, Papier. Der Wasserbedarf wird durch einen eigenen Brunnen gestützt. Das Frischwasser wird im Rahmen eines Kühlprozesses in der Färberei vorgewärmt. Das nun vorgewärmte Wasser wird für den Folgeprozess genutzt.

Wir sehen Optimierungsbedarf im Bereich Vermeidung und Entsorung von Abfall sowie Recycling (Verpackung, Folien, Holz etc.). Die Produktionsabfälle werden nur teilweise weiterverarbeitet. Das Unternehmen strebt an im Jahr 2017 den Papierverbrauch durch digitale Ablage und doppelseitigen Druck zu verringern. Zudem soll ab 2017 in einigen Abteilungen recyceltes Papier verwendet werden.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Maßnahmen zur Zielerreichung:

- weitere Sensibilierung der Mitarbeiter durch regelmäßige Aushänge am schwarzen Brett, Stempeluhr etc. sowie regelmäßige Treffen des Nachhaltigkeitsmanagements
- es wurde bereits in moderne Maschinen investiert, um Rohstoffproduktivität zu verbessern. Diese Investitionen sollen fortgeführt werden.
- regelmäßige Investitionen in Maschinen, EDV-Systeme, Prozessoptimierung, Überwachung der Mustererstellung, Produktmanagement etc.

Quantitative Ziele:
- Ziel bis 2020: der Schwermetall-Wert (insbesondere Kupfer) soll unterhalb des Null-Wertes sinken.
Bewältigt soll es durch ein Einkauf von Chemikalien bei Bluesign approved Partner werden sowie eine gezieltere Nutzung von Farbstoffen.
- Erhöhung des Anteils der recyclten Faser innerhalb der Produktion um 3%/Jahr durch Nutzung von Regeneratfasern.
- Einkauf von Bio-Baumwolle für die Decken-Produktion. Wir beginnen mit einem Anteil gegenüber der konventionellen Baumwolle von 5-10% im Jahr 2018.
- Wir setzten es zum Ziel, unseren Faserstaub für Recyclingzwecke zu veräußern. Im interesse stehen Firmen, die Fasern zu Dämmstoffen verarbeiten oder als Verbrennungsmaterial benötigen. Auf diese Weise wollen wir unsere Abfallmenge jährlich um 5-10%/ Jahr verringern bzw. die Recyclingmenge des Abfalls dementsprechend erhöhen.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator G4-EN1
Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen. Link

Rohstoffverbrauch:

  Verbrauch in kg 2016
Polyester 31.874,70
Polyacryl 1.028.767,40
Baumwolle 341.533,50

Leistungsindikator G4-EN3
Energieverbrauch innerhalb der Organisation. Link

  kWh/a 2016
 Stromverbrauch lt. EVU 2.628.429
 Gasverbrauch lt. EVU 8.785.577

Leistungsindikator G4-EN6
Verringerung des Energieverbrauchs. Link

Mit der Installation von diversen Zählern im gesamten Betrieb sollen Basisdaten zum Energieverrbauch bezogen werden. Diese Daten sollen mittels Kennzahlen Informationen zum Energieverbrauch liefern. Das Basisjahr ist 2016, sodass erst im Folgebericht messbare Energieverbräuche und Entwicklungen dargestellt werden können.

Reduzierungen werden in den Kriterien 11 und 12 diskutiert.

Leistungsindikator G4-EN8
Gesamtwasserentnahme nach Quellen. Link

  Verbrauch in m³ 2016
Brunnenwasser 38.056

Leistungsindikator G4-EN23
Gesamtgewicht des Abfalls nach Art und Entsorgungsmethode. Link

Abfallart Jahresmenge
in t 2016
textile Abfälle 224,84
Kunststoffe und ähnliches 43,02
Papier, Pappe, Wellpapier 71,69
Bauschutt, Beton 164,5
Schrott, Metall 24,18
Holz, Altholz 70,48
Abfälle zur Verwertung 108,06
Folien 14,44
Diesel-Wasser-Gemisch 8,62
Gesamt: 729,83

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Es entstehen keine direkten Emissionen während der Produktion. Indirekte Emissionen entstehen durch Stromverbrauch sowie durch die Beheizung von Produktion und Verwaltung. Um die Emissionen zu reduzieren, wurde der Dampfkessel erneuert und von Schweröl auf Gas umgestellt. Der gesamte Energieverbrauch wird mittels Zähler detailliert dokumentiert.

CO2-Bilanz:

- aufgrund der unwesentlichen direktem Emissionen sieht das Unternehmen aktuell nicht die Priorität, diese Werte zu verringern
- durch die strategischen und operativen Ziele wird auch Einfluss auf den indirekten CO2-Ausstoß genommen
- es entstehen keine CO2 relevanten Nebenprodukte oder Abfälle

Es werden keine erneuerbare Energien genutzt. Durch das BHKW kann ein Teil des Strombedarfs gedeckt werden. Weitere Investitionen sind in naher Zukunft nicht geplant. Der Einkauf von Öko-Strom ist aus ökonomischen Gründen nicht vorgesehen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator G4-EN15
Direkte THG-Emissionen (Scope 1). Link

Zu den direkten THG-Emissionen gehören alle CO2-Ausstoßungen die direkt durch Anlagen, Gebäude und Fahrzeuge, die dem Unternehmen gehören, ausgestoßen werden. Für Unternehmen relevant sind damit der Unternehmensfuhrpark, die Klimaanlagen und stationäre Verbrennungen wie die der Heizungen.

Unten aufgeführt sind die aktuell darstellbaren CO2-Ausstöße 2016. Darüber hinaus gibt es weitere Komponten, die zur Zeit allerdings noch nicht transparent bzw. messbar sind. Hierzu gehören beispielsweise die Anzahl der Geschäftsflüge, Anfahrten Mitarbeiter in km oder auch die Einkaufs- und Absatzlogistik in km.

Liegenschaften          
Thema Quelle Bezeichnung Menge Einheit CO2 (t)
KWK-Brennstoffe Global BHKW 2.940.448,76 kWh 0,00
KWK-Brennstoffe Erdgas BHKW 2.940.448,00 kWh 673,49
Strom Strom (Netz Deutschland) Strom 2.628.429,00 kWh 1.645,39
Strom KWK-Strom Eigenverbrauch BHKW 1.179.583,00 kWh (el) 0,00
Wärme Erdgas Erdgaskessel 4.155.795,00 kWh 951,85
Wärme KWK-Wärme Eigenverbrauch BHKW 1.349.202,00 kWh (th) 0,00
           
Fuhrpark          
Thema Quelle Bezeichnung Menge Einheit CO2 (t)
Fuhrpark Diesel Fuhrpark 10.809,37 L 33,51
Fuhrpark Super Fuhrpark 2.897,24 L 8,25
           
sonstiges          
Thema Quelle Bezeichnung Menge Einheit CO2 (t)
Papier Büropapier in kg Papier + Kartonagen 50.000,00 kg 66,50


Ergebnisse der Sektoren  
Sektor CO2 (t) CO2 (%)
Liegenschaften 3.270,73 96,36%
- Wärme 951,85 28,04%
- Strom 1.645,39 48,47%
- KWK-Brennstoffe 673,49 19,84%
Transport 41,76 1,23%
- Fuhrpark 41,76 1,23%
Prozessemissionen 0,00 0,00%
Sonstiges 81,92 2,41%
- Hotel 2,12 0,06%
- Papier 79,80 2,35%
Gesamt:   100,00%


Ergebnisse nach Geltungsbereich  
Sektor CO2 (t) CO2 (%)
Direkte Emissionen
Scope 1
1.329,51 39,17%
Indirekte Emissionen
Scope 2
1.335,24 39,34%
Weitere indirekte Emissionen
Scope 3
729,66 21,50%
Gesamt: 3.394,41 100%

Quelle: Berechnungsgrundlage https://klimaktiv.co2-pro.de/de_DE/page/footprint/

Leistungsindikator G4-EN16
Indirekte energiebezogene THG-Emissionen (Scope 2). Link

Indirekte energiebezogene THG-Emissionen behandeln den CO2-Ausstoß ausgelöst durch Strom s. Tabelle Leistungsindikator G4-EN15.

Leistungsindikator G4-EN17
Weitere indirekte THG-Emissionen (Scope 3). Link

Bei den indirekten THG-Emissionen handelt es sich um den Ausstoß bei der Anfahrt der Mitarbeiter, Geschäftsreise, Papierverbrauch, Transporte (keine eigene Lieferflotte), Wasser und Abfälle s. Tabelle Leistungsindikator G4-EN15.

Leistungsindikator G4-EN19
Reduzierung der THG-Emissionen. Link

Reduzierung der THG-Emissionen:

- Senkung des Papierverbrauches durch doppelseitigen Druck und digitale Ablage ist für 2017 geplant. Eine quantifizierbare Einschätzung erfolgt erst nach Jahresabschluss 2017 möglich.

- Erhöhung der recycelten Abfallmenge und dadurch Verbunden eine Reduzierung der textilen Abfallmenge bis 2020 um 10%. Hier laufen bereits erste Projekte mit Entsogungsunternehmen, wie beispielsweise Produktionsabfälle wie Garn- und Faserreste recycelt werden können.
Eine quantifizierbare Reduzierung der Abfallmenge ist erst längerer Projektdauer und dem ersten Zwischenergebnissen möglich.

- Motivation der lokalen Mitarbeiter auf die Nutzung des PKW zu verzichten und stattdessen mit dem Rad zu fahren oder zu Fuß zu kommen. Mögliche Projekt-Ideen wären eine finanzielle Unterstützung für Fahrräder, Bereitstellung von überdachten Fahrradstellplätzen oder auch Unterstützungen für den öffentlichen Nahverkehr.
Keine quantifizierbare Einschätzung möglich, da die Mitarbeiter nicht auf Art und Weise ihres Arbeitsweg kontrolliert werden.

- Es gibt noch keine Datengrundlagen für die Reduzierung der THG-Emissionen im Rahmen von Geschäftsreisen. Eine Aufstellung und Analyse der Daten soll bis Ende 2018 fertiggestellt werden.