11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Für den Geschäftsbetrieb benötigt die apoBank Betriebsgebäude und -flächen, Strom- und Wärmeenergie, Kraftstoffe für Geschäftsreisen, Wasser, Materialien und Papier. Deren Herstellung, Transport und die Nutzung betriebsinterner und externer Infrastruktur verbrauchen natürliche Ressourcen wie Boden, Luft, Wasser und Rohstoffe (Ökosystemdienstleistungen). Damit nehmen wir direkten Einfluss auf den Ressourcenverbrauch und die Entstehung klimawirksamer Treibhausgase.  

Die ermittelten Verbräuche basieren weitestgehend auf den Verbräuchen aus dem Berichtsjahr 2020. In den Fällen, in denen keine Verbräuche für das aktuelle Jahr vorlagen, basieren die Angaben ausgehend von den Verbräuchen aus dem Vorjahr auf bestmöglichen Schätzungen. Sofern die tatsächlichen Zahlen im Nachgang von gemachten Schätzungen wesentlich abweichen, erfolgt eine kommentierte Anpassung im nächsten Bericht. In diesem Bericht bestand keine Notwendigkeit zur Korrektur von Vorjahreszahlen.   

Das Jahr 2020 ging mit einer deutlichen Verringerung unseres gesamten Ressourcenverbrauchs einher. Nachvollziehbar wirken sich hier die Pandemie- Maßnahmen aus (hoher Anteil von mobilem Arbeiten beziehungsweise Homeoffice und reduzierte Reisetätigkeit). Jedoch haben wir auch die bereits in den Vorjahren begonnenen Digitalisierungsprozesse weiterentwickelt und konnten damit ebenfalls unsere Ressourceneffizienz verbessern. Eine genauere Differenzierung der jeweiligen Größenordnungen des jeweiligen Effektes ist aktuell nicht möglich.     

Die wesentlichen Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) werden bei der apoBank überwiegend durch die nachfolgenden drei Faktoren verursacht:  

Emissionen in tCO2e 2019  % 2020  %
Geschäftsreisen 4.685 50,4 2.422 42,4
Wärmeenergie 2.915 31,4 2.275 39,9
Abfall 1.022 11,0    728 12,7

Der für die Geschäftstätigkeit erforderliche Stromverbrauch wird für das gesamte Unternehmen durch den Einsatz von 100 % erneuerbarer Energie gedeckt. Auf diese Weise trägt unser Stromverbrauch 2020 mit 39,8 Tonnen CO2-Äquivalente (CO2e) nur noch mit weniger als 1 % zur Gesamttreibhausgasbilanz unseres Unternehmens bei. Unser Papierverbrauch (174,8 Tonnen CO2e) und die Wasserverbräuche (26,9 Tonnen CO2e) sind zusammen mit rund 3 % beteiligt. Verluste von Kühlmitteln verursachen knapp 1 % (44,9 Tonnen CO2e) unserer Emissionen.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Derzeit verfügt die apoBank über keine explizite Nachhaltigkeitsstrategie. Unser Managementkonzept, die Einbindung der Unternehmensführung und unsere internen Prozesse, um nachhaltigkeitsbezogene Maßnahmen und ihre Umsetzung zu überprüfen oder anzupassen, haben wir in den Kriterien 1, 3, 5 und 6 beschrieben. Unser Ansatz zur Identifizierung von betrieblichen Verringerungspotenzialen sieht vor, die Verbräuche und die damit verbundenen THG-Emissionen in ihrer Gesamtheit jährlich messbar und im Zeitablauf vergleichbar zu machen, um auf dieser Basis zielgerichtete Entscheidungen für konkrete Maßnahmen zu treffen. Betriebliche Ressourcenverbräuche messen wir über die jährliche Ökobilanz und die Leistungsindikatoren GRI SRS 305-1 bis 305-3 und 305-5.  

Unsere betriebsökologischen Ziele für das Jahr 2020 waren:  

1. Eine Verringerung unserer gesamten betrieblichen THG-Emissionen um mindestens 10 % bis 2022 – Teilziel 6 % bis 2020 (ausgehend vom Basisjahr 2017).  

Dieses Ziel haben wir erreicht. Mit einer Gesamtverringerung um 32 % seit unserem Basisjahr 2017 von 8.434 Tonnen CO2 auf 5.711 Tonnen CO2 haben wir dieses Ziel weit übertroffen. Gegenüber dem Vorjahr beträgt die Reduktion 39 % (siehe Kriterium 3 sowie Methodiken zur Berechnung im letzten Abschnitt zum Kriterium 13). Dies ist zum größten Teil den Auswirkungen und Maßnahmen der Corona-Pandemie geschuldet. Allerdings wirken sich hier auch der Abschluss umfangreicher Umbauarbeiten, die Reduktion von in die Ökobilanz einbezogenen (externen) Personals sowie die Nutzung der technischen Neuausstattung aus.   

2. Digitalisierung der Stromerfassung an wichtigen Mietstandorten, um den Energieverbrauch genauer zu kontrollieren.  

Dieses Ziel haben wir erreicht. Neben unseren Eigentumsobjekten wurden 64 digitalisierte Stromzähler an weiteren Mietstandorten installiert. Die Standorte wurden nach Flächengröße ausgewählt.  

3. Prüfung der Verwendung von Recyclingpapier für den internen Gebrauch zur Verbesserung der Ressourceneffizienz beim Material Papier nach Installation der neuen Bürotechnik im Jahr 2020.  

Dieses Ziel haben wir erreicht. Nachdem das Testergebnis von Recyclingpapier nicht den Qualitätsanforderungen des zuständigen Fachbereiches entsprach, wurde zum Jahresende 2020 in mehreren Unternehmensbereichen klimaneutrales Papier im Zusammenspiel mit der neuen Technik erfolgreich getestet. Die Erweiterung der Ausstattung mit klimaneutralem Papier haben wir für 2021 vorgesehen. Der papierbasierte Austausch mit Kunden und Geschäftspartnern wurde mithilfe digitaler Kommunikationsmittel und digitaler Drucktechnik deutlich optimiert. So konnten wir Papiereinsparungen von weiteren 105 Tonnen Papier im Vergleich zum Vorjahr erzielen. 2020 haben wir zudem den Anteil der Büro- und Kopierpapiere mit anerkannten Umwelt- und Nachhaltigkeitslabeln von 41 % auf 60 % erhöht (siehe Leistungsindikator GRI SRS 301-1).  

4. Insbesondere die Aspekte Arbeitnehmer- und Umweltbelange sowie Menschenrechte in Verträgen mit Fremdanbietern gemäß der Einkaufsrichtlinie ab 2020 berücksichtigen.  

Dieses Ziel haben wir erreicht. Die Berücksichtigung von Aspekten zu Arbeitnehmer- und Umweltbelangen sowie Menschenrechten wird in den Kriterien 3, 4 und im Leistungsindikator GRI-SRS- 414-2 /Kriterium 17 beschrieben.  

5. Klärung der Voraussetzungen, die wir für den Aufbau eines betrieblichen Umweltmanagementsystems nach ISO 14001 benötigen.  

Dieses Ziel haben wir kapazitätsbedingt zurückgestellt. Mit der neuen Zielvorgabe zur Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie für 2021 (siehe Kriterien 3 und 5) wird diese Frage weiterverfolgt.  

6. Einrichtung der Skype-for-Business-Videotelefonie, um die Anzahl der Dienstreisen zu reduzieren.  

Dieses Ziel haben wir erreicht. Die Voraussetzungen für die Skype-for-Business-Videotelefonie sind geschaffen und nutzbar.  

7. Sukzessiver Ausbau der Installation von Ladepunkten für Elektrofahrzeuge an bankeigenen Standorten.  

Dieses Ziel haben wir zurückgestellt, weil die aktuelle Ausstattung mit Ladestationen der derzeitigen Verteilung von bankeigenen Elektro- und Plug-In-Fahrzeugen entspricht. In der Zentrale stehen unverändert 17 Ladepunkte zur Verfügung (2019: 17). Mitarbeitende können gegen eine Mietgebühr auf einem Bank-Parkplatz mit Ladestation ihr privates Elektro- oder Plug-In-Fahrzeug aufladen. Unsere überarbeitete Dienstwagenregelung haben wir weiter umgesetzt. Die Anzahl von Fahrzeugen mit Hybridantrieb wurde auf sieben (2019: sechs) und mit Elektroantrieb auf fünf (2019: vier) erhöht. 2020 ist der Geschäftsreiseverkehr pandemiebedingt um fast 50 % zurückgegangen. Carsharing-Initiativen und eine weitere Erhöhung der Bahnquote für Geschäftsfahrten konnten deshalb kaum weiterentwickelt werden.   

Unsere betriebsökologischen Ziele für 2021:  

Unser Ziel bleibt es, unsere betrieblichen THG-Emissionen in ihrer Gesamtheit stetig zu verringern. Mit dem Einsatz von Strom aus zertifizierten erneuerbaren Energien für das gesamte Unternehmen haben wir bereits vor Jahren einen wichtigen Schritt zur Reduzierung unseres ökologischen Fußabdrucks unternommen.  

Die Bereitstellung von Wärmeenergie ist eine weitere wichtige Quelle unseres betrieblichen ökologischen Fußabdrucks (siehe Kriterium 11).  

Neben der Verfolgung der aus 2020 zurückgestellten Ziele werden wir im Jahr 2021 unsere Gaslieferungen auf zertifiziertes nachhaltiges Gas umstellen. Darüber hinaus werden wir im Jahr 2021 prüfen, wie wir unsere Betriebskantine in Düsseldorf nachhaltiger ausgestalten können und weitere Gespräche mit unseren Dienstleistern zur ökologischen Gebäudereinigung führen. Die Gespräche hierzu finden in einem Turnus von zwei Jahren statt.  

Im Rahmen der Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie, die für 2021 vorgesehen ist, werden weitere kurz-, mittel- und langfristige betriebsökologische Ziele geprüft (siehe Kriterien 2 und 3).  

Zur Identifizierung von wesentlichen Risiken führt die Bank Risiko- und Wesentlichkeitsanalysen durch. Wesentliche Risiken aus der Geschäftstätigkeit oder den Geschäftsbeziehungen und Produkten der apoBank, die mit negativen Auswirkungen auf Ressourcen und Ökosysteme verbunden sind, hat die apoBank nicht identifiziert (siehe Kriterium 2, 10 und 17).

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Der Verbrauch von Papier ist wesentlich für die Bereitstellung der Dienstleistungen einer Bank. Wir ermitteln daher unternehmensweit den gesamten Papierverbrauch für unsere Geschäftstätigkeit. Alle verwendeten Papiere in Büro und Verwaltung, für Marketing sowie Kontoauszüge wurden einbezogen.
 
Papierverbrauch absolut in t 2019 2020
absolut in t (inkl. Kontoauszüge) 265 160
Recyclingfaseranteil (erneuerbar) 2 % 1 %
Primärfaser TCF, ECF (nicht erneuerbar) 90 % 97 %
Primärfaser chlorgebleicht (nicht erneuerbar) 9 % 2 %
Papier mit Umweltlabel 41 % 60 %
 
Offizielle Umwelt- und Nachhaltigkeitslabel sind zum Beispiel der Blaue Umweltengel, das EU Ecolabel oder Forest Stewardship Council (FSC). Der deutliche Rückgang des gesamten Jahresverbrauchs an Papier um weitere knapp 105 Tonnen (40 %) ist neben pandemiebedingten Verringerungen auf Digitalisierungsmaßnahmen der apoBank zurückzuführen, beispielsweise durch das Marketingprojekt „digital first“ und die Reduzierung der Anzahl von Peripheriegeräten sowie die Umstellung auf automatischen Duplexdruck.

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Die apoBank verfügt über keine eigenen Energieanlagen und deckt den Energiebedarf für Strom, Kühlung und Heizung für alle Standorte durch externe Versorger.  

Für die Erzeugung von Wärmeenergie setzt die apoBank 2020 zu knapp 75 % Fernwärme, zu rund 23 % Gas und zu 3 % Heizöl ein. Die Verbräuche durch Dampf und Kühlung sind nicht nach VfU ermittelbar.  

Geschäftsreisen wurden 2020 in der apoBank zu 75 % mit Personenkraftwagen durchgeführt und fließen als direkter Straßenverkehr in den Brennstoffverbrauch des Unternehmens ein.  
 
Gesamter Brennstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in MegaJoule
  2019 2020
Gas 8.466.846 7.425.408
Heizöl 1.229.088 968.586
Fernwärme aus Wärmekraftkopplung 1.046.400 745.675
Fernwärme aus Erdgas 18.903.600 13.792.320
Fernwärme aus Steinkohle 522.000 493.200
Fernwärme Standardmix Deutschland 12.108.878 9.500.097
Notstrom Diesel 63.814 56.846
Notstrom Heizöl 50.098 nicht ermittelt
Brennstoffverbrauch in Gebäuden gesamt 42.390.724 32.982.132
Brennstoffverbrauch direkter Straßenverkehr 27.535.520 14.962.235

Der gesamte Brennstoffverbrauch in Gebäuden ist im Vergleich zum Vorjahr um
22 % gesunken. Hier fließen außer den Pandemie-Maßnahmen weitere Faktoren ein, wie zum Beispiel der Abschluss der Umbauarbeiten und Digitalisierungsmaßnahmen. Brennstoffverbräuche innerhalb des Unternehmens aus erneuerbaren Quellen liegen keine vor.  

Gesamter Stromverbrauch innerhalb des Unternehmens aus erneuerbaren Quellen in MegaJoule

  2019 2020
Strom aus erneuerbaren Quellen 53.033.382 21.726.808
 
Besonders bedeutend ist die Senkung des gesamten Stromverbrauchs (inklusiv Allgemeinstrom aus Gebäuden, Betriebsküche und Elektrofahrzeuge). Im Vergleich zum Vorjahr ist er um insgesamt 59 % gesunken. Der Einbau von standortbezogenen Stromzählern, der Abschluss der Umbauphase und die Verringerung des Personalstandes durch Ausscheiden von temporären externen Beschäftigten haben ihren Anteil an der Verbrauchssenkung. Der größte Anteil der Stromverbrauchssenkung ist auf die Lockdown-Zeiten zurückzuführen. Wir beziehen für das gesamte Unternehmen zu 100 % zertifizierten Strom aus erneuerbaren Energien.

Gesamter Energieverbrauch des Unternehmens in MegaJoule

  2019 2020
Stromverbrauch  53.033.382 21.726.808
Wärmeenergieverbrauch 42.276.811 32.925.286
Notstrom (Diesel und Heizöl)

113.911

56.846
(Heizöl nicht ermittelt)
Kühlenergieverbrauch nicht ermittelt nicht ermittelt
Dampfverbrauch nicht ermittelt nicht ermittelt
Direkter Straßenverkehr 27.535.520 14.962.235
Gesamt 122.959.624 69.671.175
 
Kühlenergie und Dampfverbrauch sind im VfU nicht ermittelbar und können nicht differenziert werden. Verkäufe von Strom, Heizenergie, Kühlenergie und Dampf werden von der apoBank nicht vorgenommen. 

Unsere zugrundeliegenden Berechnungsstandards, Umrechnungsfaktoren sowie Methoden zur Datenerhebung und Annahmen zu unseren Leistungsindikatoren beschreiben wir ausführlich im letzten Abschnitt zum Kriterium 13.

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Eine Verringerung des Energieverbrauchs, der als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz (siehe Kriterium 12) erreicht wurde, lässt sich 2020 nicht konkret von den coronabedingten Einflüssen trennen. Dies gilt auch für die Verringerung von Dienstreisekilometern.  

2020 hat die apoBank insgesamt 53.288.449 MegaJoule weniger Energie für Strom, Wärme und Kraftstoff aus direktem Straßenverkehr als im Vorjahr verbraucht.
 
Unsere zugrundeliegenden Berechnungsstandards, Umrechnungsfaktoren sowie Methoden zur Datenerhebung und Annahmen zu unseren Leistungsindikatoren beschreiben wir im letzten Abschnitt zum Kriterium 13.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Die apoBank verwendet kein Oberflächen-, Grund-, Meer- oder produziertes Wasser. Wir beziehen ausschließlich Süßwasser von örtlichen Wasserversorgern (Wasser von Dritten).  
 
Gesamter Wasserverbrauch innerhalb des Unternehmens in Megaliter

  2019 2020
Wasserverbrauch gesamt 60 41
 
Wasserentnahmen in Bereichen mit Wasserstress lagen nicht vor. Die Verringerung des Wasserverbrauchs um 19 Megaliter im Vergleich zum Vorjahr ist überwiegend pandemiebedingt.

Unsere zugrundeliegenden Berechnungsstandards, Umrechnungsfaktoren sowie Methoden zur Datenerhebung und Annahmen zu unseren Leistungsindikatoren beschreiben wir ausführlich im letzten Abschnitt zum Kriterium 13.

Leistungsindikator GRI SRS-306-3 (2020): Angefallener Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des anfallenden Abfalls in metrischen Tonnen sowie eine Aufschlüsselung dieser Summe nach Zusammensetzung des Abfalls.

b. Kontextbezogene Informationen, die für das Verständnis der Daten und der Art, wie die Daten zusammengestellt wurden, erforderlich sind.

Die Umbaumaßnahmen in unserer Zentrale wurden abgeschlossen. Als gefährliche Abfälle im Standardbetrieb, die nach VfU auch in die THG-Bilanz einfließen, bleiben Elektroschrott und Leuchtstoffröhren. Diese in jeweils geringen Einzelmengen oder unregelmäßig nach Bedarf anfallenden Abfälle werden an zertifizierte Entsorger gegeben, wenn sich eine gewisse Menge angesammelt hat. 2020 wurde eine größere Menge Leuchtstoffröhren (3.370 Stück) aus allen Standorten zusammengefasst und zu einer qualifizierten Entsorgung gegeben. Dabei werden die enthaltenen Schadstoffe fachgerecht entnommen und Bestandteile wie Glas und Metall der Wiederverwertung zugeführt.  

Gefährlicher Abfall zur zertifizierten Entsorgung in Tonnen
  2019 2020
Gesamt zur Sondermüllverbrennung mit temporären Bauabfällen 36 0
Gesamt zur Sammelstelle i. S.
d. § 16 Abs. 5 ElektroG
0,132 1,253
 
Die ungefährlichen Abfälle (Papier, Akten, Glas, Fettabscheider, gemischter Siedlungsabfall und Sperrmüll) sanken 2020 im Vergleich zum Vorjahr absolut um insgesamt 1.197 Tonnen.  

Ungefährlicher Abfall zur zertifizierten Entsorgung in Tonnen
             2019  2020
Ungefährlicher Abfall gesamt 3.393 2.196
Recycling % 42 37
Müllverbrennung % 58 63
 
Erwartungsgemäß sank das Abfallaufkommen besonders bei gemischtem Siedlungsabfall (minus 29 %) und Papier/Pappe Abfällen (minus 65 %). Hier wirken sich die Lockdown-Zeiten aus. Wir haben die Abfallentsorgungsmethode anhand der vom Entsorgungsdienstleister zur Verfügung gestellten Informationen ermittelt.

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Mit dem Einsatz von 100 % Strom aus erneuerbaren Quellen für das gesamte Unternehmen haben wir bereits vor Jahren einen wichtigen Schritt zur Senkung betriebsbedingter THG-Emissionen unternommen. Die Herstellung, Herkunft (mindestens ein Drittel aus Neuanlagen) und Bilanzierung werden jährlich auditiert und zertifiziert.

Unsere wichtigsten betrieblich bedingten Emissionsquellen sind der Kraftstoffverbrauch für unsere Geschäftsreisen mit einem Anteil von circa 42 % (2019: 50 %) und der Verbrauch von fossilen Brenn- und Kraftstoffen für Wärmeenergie mit einem Anteil von gut 40 % an den Gesamtemissionen (2019: 31 %). Diese beiden Emissionsquellen sind grundsätzlich unsere größten Herausforderungen zur Reduktion unserer THG-Emissionen.

Zur Verringerung des Kraftstoffverbrauchs für Geschäftsreisen mit Personenkraftwagen richten wir gemäß unserer in 2019 überarbeiteten Dienstwagenregelung den Kraftfahrzeugbestand sukzessive nachhaltiger aus und haben unternehmensweit Videotelefonie ausgebaut (siehe Kriterium 12).

Für die Verringerung unserer Bedarfe für Wärmeenergie werden wir im Jahr 2021 auf zertifiziertes nachhaltiges Gas umstellen. Unsere bisherigen und neuen Ziele, die zu einer Senkung betrieblicher Ressourcenverbräuche und damit zu einer verstetigten Senkung unserer betriebsbedingten gesamten THG-Emissionen führen, haben wir im Kriterium 12 beschrieben.

Die Corona-Pandemie brachte eine unerwartete Verringerung unserer THG-Gesamtemissionen mit sich und hat unsere Zielsetzung aus dem Vorjahr weit übertroffen (siehe Kriterien 11 und 12). Wir sind uns bewusst, dass dieses Ergebnis durch außergewöhnliche Umstände beeinflusst wurde. Wir behalten unser Senkungsziel für einen Normalbetrieb weiterhin im Blick. Mit der für 2021 geplanten neuen Nachhaltigkeitsstrategie (siehe Kriterium 3) werden wir unsere THG-Senkungsziele überprüfen.

Unsere Strategie zur Identifizierung von weiteren betrieblich bedingten Verringerungspotenzialen bleibt bestehen. Indem wir die Ressourcenverbräuche und die damit verbundenen THG-Emissionen jährlich in ihrer Gesamtheit messbar und im Zeitablauf vergleichbar machen, schaffen wir die Grundlage für die Identifikation weiterer Verringerungspotentiale. Messbar machen wir unsere jährlichen Fortschritte über die Leistungsindikatoren GRI SRS 305-1 bis 305-3 und 305-5.

Eine ausführliche Beschreibung unserer verwendeten Standards zur Messung, Methodiken, Annahmen und Umrechnungsfaktoren, die als Grundlage für unternehmensweite Berechnungen gelten, stellen wir ausführlich im letzten Abschnitt dieses Kriteriums dar.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Scope 1 gesamt 2019 2020
aus Öl- und Gasheizung, Straßenverkehr, Notstromdiesel, Verlust von Kühlmittel 3.191 1.822
 
Die apoBank setzt keine biogenen Treibstoffe (zum Beispiel Bioethanol oder Biogas) ein. Lediglich ein kleiner Standort mit sieben Mitarbeitenden wird über eine Pelletheizung beheizt. Dies wird aber wegen Geringfügigkeit in der Treibhausgasbilanz rechnerisch nicht berücksichtigt.

Zu Berechnungsgrundlagen, Quellen für Emissionsfaktoren und unserem Ausgangspunkt zum Basisjahr 2017 verweisen wir an dieser Stelle auf die Schilderungen zu unseren zugrundeliegenden Berechnungsstandards, Methodiken zur Datenerhebung und Annahmen im letzten Abschnitt dieses Kriteriums. Managementansatz und Prozesse zur operativen Kontrolle des Ressourcenverbrauchs und die damit verbundenen THG-Emissionen haben wir in den Kriterien 1, 3, 5 und 6 beschrieben.

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Scope 2 gesamt 2019 2020
aus Fernwärme 1.617 1.220
   
Zu Berechnungsgrundlagen, Quellen für Emissionsfaktoren und unserem Ausgangspunkt zum Basisjahr 2017 verweisen wir an dieser Stelle auf die Schilderungen zu unseren zugrundeliegenden Berechnungsstandards, Methodiken zur Datenerhebung und Annahmen im letzten Abschnitt dieses Kriteriums. Managementansatz und Prozesse zur operativen Kontrolle des Ressourcenverbrauchs und die damit verbundenen THG-Emissionen haben wir in den Kriterien 1, 3, 5 und 6 beschrieben.

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Scope 3 gesamt 2019 2020
aus Naturstrom, Heizung, Geschäftsreisen
(PKW, Bahn, Flug), Papier und Abfall inkl.
Gefahrstoffe
4.479 2.669
 
Die apoBank setzt keine biogenen Treibstoffe (zum Beispiel Bioethanol oder Biogas) ein. Zu Berechnungsgrundlagen, Quellen für Emissionsfaktoren und unserem Ausgangspunkt zum Basisjahr 2017 verweisen wir an dieser Stelle auf die Schilderungen zu unseren zugrundeliegenden Berechnungsstandards, Methodiken zur Datenerhebung und Annahmen im letzten Abschnitt dieses Kriteriums.

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Senkung Scope 1 2020
aus Öl- und Gasheizung, Straßenverkehr,
Notstromdiesel, Verlust von Kühlmittel
1.369
Senkung Scope 2  
aus Fernwärme 397
Senkung Scope 3  
aus Naturstrom, Heizung, Geschäftsreisen
(PKW, Bahn, Flug), Papier und Abfall inkl.
Gefahrstoffe
4.347
 
Die Verringerungen der betrieblichen THG-Emissionen aus Scope 3 in Höhe von 4.347 tCO2e setzen sich zusammen aus der Nutzung von regenerativem Strom gegenüber dem üblichen Marktmix bei Standardstrom (2.537 tCO2e) und aus der Verbrauchsverringerung (1.810 tCO2e), die auf eingeleitete betriebliche Optimierungsmaßnahmen zurückzuführen sind. Allerdings können wir in diesem Jahr die Einflüsse durch die Pandemie-Maßnahmen nicht abgrenzen (siehe Kriterium 12).  

Ohne Berechnung der Naturstromnutzung gegenüber Marktmix hat die apoBank 2020 durch Verbrauchsverringerung die absoluten betrieblichen Treibhausgas- Emissionen im Vergleich zum Vorjahr (2019: 9.287 Tonnen CO2) um 3.576 Tonnen CO2 und im Vergleich zu unserem Basisjahr (2017: 8.434 Tonnen CO2) um 2.723 Tonnen CO2 auf 5.711 Tonnen CO2 verringert.  

Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und Umrechnungsfaktoren
Um unsere Verbräuche und THG-Emissionen zu ermitteln, erstellen wir seit 2016 jährlich eine betriebliche Ökobilanz nach dem Standard des Vereins für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e. V. (VfU). Das VfU-Indikatorenset basiert auf den Greenhouse Gas Protokoll Standards und entspricht internationalen Standards der Nachhaltigkeits- und Klimaberichterstattung (zum Beispiel Global Reporting Initiative, Greenhouse Gas Protokoll, Science Based Taget Initiative).  

Die wichtigsten klimarelevanten Gase wie Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffmonoxid (N20), Fluorkohlenwasserstoffe (H- FKWI HFC), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW/PFC) und Schwefelhexafluorid (SF6) werden gemäß ihrem Treibhausgaspotenzial (Global Warming Potential) in CO2-Äquivalente umgerechnet (CO2e).  

Für die Berechnung der Treibhausgas-Bilanz stammen die VfU-Faktoren zum allergrößten Teil aus der EcoInvent-Datenbank (siehe www.ecoinvent.ch). Diese weltweit größte Datenbank für Ökobilanz-Daten (engl. life cycle inventory database) ist international wissenschaftlich anerkannt und beinhaltet über 10.000 Prozesse zu Ökobilanz-Daten.  

Die Umrechnungsfaktoren für die aktuelle Berichterstattung beziehen sich auf die VfU-Erfassungs- und Berechnungsdatei Update 2018 (Aktualisierung Januar 2020, Version 1.4).  

Die Umrechnung in MegaJoule von Dienstreisekilometern mit zunehmend verschiedenen Antriebsarten (vgl. Leistungsindikator GRI SRS-302-1) wird im VfU-Indikatoren System nicht vollständig abgebildet. Deshalb haben wir für die MegaJoule-Berechnung der Geschäftsreisekilometer mit Personenkraftwagen die Umrechnungsfaktoren nach unterschiedlichen Antriebsarten einer Fachstudie entnommen, die vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit herausgegeben wurde: „Postfossile Energieversorgungsoptionen für einen treibhausgasneutralen Verkehr im Jahr 2050 - eine verkehrsübergreifende Bewertung“.  

Die Qualität und Vollständigkeit der Verbrauchsdaten der apoBank wurde in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert. 2020 wurden die Verbrauchsdaten der Zentrale, aller weiterer Eigentums- und Mietobjekte mit mehr als 20 Mitarbeitenden erfasst. Zusätzlich wurden zwei weitere Standorte ausgewählt. Dadurch sind 84 % (2019: 86 %) aller Mitarbeitenden in die konkrete Datenerhebung einbezogen. In Bezug auf die Berechnungen der Verbräuche in den Kriterien 11-13 ist der Begriff für Mitarbeitende nach VfU weiter gefasst als Personalangaben der finanziellen Berichterstattung. Er umfasst hier neben den angestellten Beschäftigten der apoBank auch temporär eingesetzte externe Dienstleister, die zur Ausübung ihrer Dienstleistungen die Infrastruktur und Büromaterialien der apoBank nutzen. Deshalb kann es gegebenenfalls in der Ökobilanz zu höheren Personalangaben im Vergleich zur finanziellen Berichterstattung kommen. 2020 wurden insgesamt 2.534 Mitarbeitende (2019: 2.906) in die betriebliche Ökobilanz einbezogen.  

Die zentral erfassten Papier- und Geschäftsreisedaten 2020 standen vollständig zur Verfügung und umfassen bereits 100 % aller Mitarbeitenden. Energie-, Wasser- und Abfalldaten wurden in Eigentumsobjekten bis zum 30. September 2020 konkret erfasst und für Oktober bis Dezember hochgerechnet. In einigen Mietobjekten lagen zum Zeitpunkt der Ökobilanzerstellung noch keine Abrechnungs- und Verbrauchsdaten aus 2020 vor. Hier wurde der Verbrauch auf Basis der 2019er Rechnungen bestmöglich geschätzt. Alle daraus hervorgehenden Verbräuche zu Energie, Wärme, Wasser und Abfall werden jeweils auf 100 % der Mitarbeitenden hochgerechnet. Sofern die tatsächlichen Zahlen im Nachgang von gemachten Schätzungen wesentlich abweichen, erfolgt eine kommentierte Anpassung im nächsten Bericht. In diesem Bericht bestand keine Notwendigkeit zur Korrektur von Vorjahreszahlen.   

Für vergleichende Veränderungen und zur Darstellung von unterjährigen Entwicklungen beziehen wir uns in der Regel auf das Vorjahr des Berichtzeitraums. Für konkretisierte Reduktionsziele, die gegebenenfalls über einen mehrjährigen Zeitraum geplant sind, haben wir als feste Bezugsgröße das Basisjahr 2017 gewählt, das erste Jahr mit konsolidierten Daten für unsere Ökobilanz nach VfU-Standard. Unsere Kennzahl für die Gesamtemissionen aus Scope 1, Scope 2 und Scope 3 aus dem Basisjahr ergab in Summe 8.434 Tonnen CO2. Diese Kennzahl wurde als Ausgangspunkt festgelegt, um künftig Erreichtes (oder Nichterreichtes) bei der Senkung der Gesamtemissionen darzustellen. Der ursprüngliche Wert des Basisjahres 2017 (8.451,7 Tonnen CO2) wurde im Jahr 2019 entsprechend der angepassten VfU-Erfassungs- und Umrechnungsfaktoren zur Sicherstellung der Vergleichbarkeit neu berechnet.  

Unter Scope 1 werden alle THG-Emissionen aus fossilen Energieträgern für die Wärmeleistung im Gebäude (beispielsweise Erdgas oder Heizöl) und für firmeneigene Dienstwagen mit Verbrennungsmotoren berechnet. Auch Kühlmittelverluste und Brennstoffe für die Erzeugung von Notstrom (Diesel, Heizöl) werden hier einbezogen.  

Unter Scope 2 werden die THG-Emissionen berechnet, die für eingekaufte Wärme (Fernwärme) durch ihre Erzeugung am Kraftwerksstandort anfällt (etwa durch die Erzeugung in einem Kohle- oder Gaskraftwerk). Hierunter fallen auch die Emissionen, die bei der Herstellung von eingekauften konventionellem Strom entstehen.  

Unter Scope 3 werden alle THG-Emissionen erfasst, die vom Unternehmen durch die Nutzung von Produkten und Dienstleistungen (Papier, Wärme, Naturstrom, Wasser, Abfall) und die Nutzung von Verkehrsmitteln wie Schienenverkehr, Mietwagen oder Flugverkehr anfallen.   

Die Pandemiebedingungen 2020 haben zu stärkeren Verbrauchsverringerungen in fast allen Messbereichen geführt als erwartet. Diese Anteile können wir allerdings nicht von den Verbrauchsverringerungen trennen, die wir durch die Weiterführung unserer Maßnahmen erzielen konnten, wie die Reduzierung von Endgeräten insgesamt oder die Nutzung von energieeffizienten Neugeräten oder die Weiterentwicklung digitaler Kommunikation.