10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Die Sparkassen haben das dichteste Filialnetz in Deutschland und sind damit nah an ihren Kunden. In ihren 32 Geschäftsstellen und 29 SB-Standorten bietet die Sparkasse Rhein Neckar Nord ein umfangreiches Leistungsangebot in ihrem Geschäftsgebiet.  

Ende des Jahres 2011 hat die Sparkasse Rhein Neckar Nord als erstes Kreditinstitut der Region begonnen, Geldautomaten einzurichten, an denen auch blinde und sehbehinderte Menschen selbstständig Geld abheben können. Alle seitdem installierten 78 Geräte verfügen über diese Funktion.

Im Rahmen des öffentlichen Auftrags begleitet die Sparkasse den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel in der Region mit zeitgemäßen Finanzprodukten und Beratungsangeboten für alle Kundengruppen. Insofern investiert die Sparkasse insbesondere in die Digitalisierung und neue Konzepte, die die Sparkasse zukunftsfähig ausrichten. Produkte werden in einem Produktausschuss regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst. Über dies hinaus wird den Kunden ein Zugang zu vielen Finanzdienstleistungsprodukten geboten. Das Online-Banking-Angebot der Sparkasse ermöglicht es den Kunden, bequem von zu Hause aus oder auch unterwegs Bankgeschäfte zu erledigen. Anfahrtswege zu den Geschäftsstellen entfallen.  

Die soziale Komponente der Produkte zeigt sich z. B. auch beim Angebot des sogenannten Bürgerkontos. Die Sparkassen haben sich dazu verpflichtet, jeder Person in ihrem Geschäftsgebiet auf Wunsch ein Bürgerkonto einzurichten, unabhängig von der persönlichen Situation, dem Einkommen, Alter oder Nationalität. Das Konto ermöglicht es den Menschen, am Zahlungsverkehr und damit am alltäglichen Leben teilzunehmen.  

Seit Juli 2016 bündelt die Sparkasse im Bereich Organisation Verbesserungsvorschläge auf einer professionellen Ideenplattform, dem sogenannten Tool S-Innovation. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter kann dort Ideen zu Themen wie Arbeitsabläufe, Gesundheit, Kommunikation oder auch Entbürokratisierung zur Beschleunigung und Verbesserung von Prozessen einbringen. Dieses Vorschlagstool wird stetig weiterentwickelt, beworben und gepflegt. So wurden z. B. auf Vorschlag von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Wasserspender mit Glaskaraffen in Besprechungsräumen aufgestellt und im Kantinenbereich ausschließlich auf Glasflaschen umgestellt. Das Abfallmanagement wurde grundlegend überarbeitet und den Entsorgungsrichtlinien der Trägergemeinden angepasst. Die Abfalltrennung in Bio, Wertstoffe und Papier trägt zur Reduzierung von Restmüll und Kosten bei. Die Smartphone-App „Quality View“ ermöglicht es Mitarbeitern, schnell und exakt Tipps für Verbesserungen zu übermitteln. Außerdem schlagen Mitarbeiter in regelmäßigen Qualitätszirkeln Ideen zur Qualitätssteigerung vor, die gegebenenfalls zeitnah umgesetzt werden.

Wie oben unter 3. beschrieben, wurde ein Nachhaltigkeitsmanagement - bestehend aus Fach- und Führungskräften aller tangierten Bereiche der Sparkasse - eingerichtet. An dieser Stelle laufen alle für Innovationsprozesse maßgeblichen Fakten und neuen Aspekte zusammen und werden geprüft und ausgewertet, um weiterführende Entscheidungen zu treffen.