10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Die StEB Köln sind eingebunden in ein Netzwerk von Forschungseinrichtungen, die Innovationen für die Geschäftstätigkeit anstoßen und weiterentwickeln. Antrieb für Forschung und Entwicklung von Innovationen ist die Verringerung der kritischen Auswirkungen der eigenen wirtschaftlichen Tätigkeit.

Zu den wesentlichen Auswirkungen der Tätigkeitsfelder der StEB Köln, die das Unternehmen im Zuge der internen Managementprozesse regelmäßig auditiert, zählt der Energieverbrauch, den es kontinuierlich zu verringern gilt.

Ein wesentlicher Fokus der Innovationen liegt deshalb in der Transformation von Kläranlagen von Energieverbrauchern zu „Kraftwerken", die sich autark versorgen sollen und überschüssige Energie in die Netze einspeisen. Dies gelingt bereits schrittweise durch die Verringerung des Energieverbrauchs und die Steigerung der Energieeffizienz der Anlagen, durch die vermehrte Nutzung erneuerbarer Energien sowie durch Co-Fermentation von Klärschlamm und Fettabfällen zur Produktion von Biogas und der Anbindung von weiteren Wärmenutzern.

Künftig wird ein wesentlicher Schwerpunkt der Innovationen auf der Rückgewinnung von Rohstoffen bei Entsorgungsprozessen und deren Bereitstellung als Sekundärrohstoffen (zum Beispiel Phosphor) liegen. Weitere Auswirkungen der Geschäftstätigkeit, die im Fokus aktueller und künftiger Innovationsprojekte stehen und zugleich ein Potenzial zur Entwicklung von Dienstleistungen bieten, sind beispielsweise die Verbesserung der Abwasserreinigung im Hinblick auf bestimmte Risikostoffe (zum Beispiel Medikamentenrückstände) und die weitere Verringerung der Emission von Treibhausgasen.

In 2018 wird eine Workshopreihe unter Beteiligung aller Abteilungen des Unternehmens durchgeführt. Schwerpunkt ist die Mitwirkung der Beschäftigten bei der Ideenentwicklung zu den Leadership-Themen der Nachhaltigkeit sowie eigener Initiativen. Das Ergebnis des Beteiligungsprozesses wird in die "Roadmap Nachhaltigkeit der StEB Köln" für die Jahre 2019 und folgende einfließen. Alle Beschäftigten können sich jederzeit, zum Beispiel per E-Mail, mit Ideen, Anregungen und Kritik an die Koordinierungsstelle Nachhaltigkeit im Unternehmen wenden. Diese Teilhabemöglichkeit wird in der internen Kommunikation durch Dialogangebote regelmäßig angeboten.