10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Wie in der Wohnungswirtschaft üblich, werden bei VIVAWEST keine nennenswerten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit eigenem Personal durchgeführt. Es bestehen jedoch vielfältige Netzwerkaktivitäten und Kooperationen mit Hochschulen, Branchenverbänden und Kommunen, aus denen heraus Produkt- und Prozessinnovationen auf ihre Einsetzbarkeit im betrieblichen Alltag und auf ihre Eignung zur strategiekonformen Weiterentwicklung des Konzerns und seiner Leistungen überprüft werden. Schwerpunkte liegen hierbei in der Nutzung von Neuerungen und Technologien, welche auf die Steigerung der Energieeffizienz und damit auch auf die Senkung von CO2-Emissionen gerichtet sind, sowie in der Entwicklung von Quartieren.

In bereits laufenden Feldversuchen und Pilotprojekten, wie zum Beispiel dem Modellprojekt Plusenergiehaus und dem Mobilitätsprojekt RUHRAUTOe, stand im Jahr 2016 das Monitoring im Vordergrund, um Handlungsempfehlungen für den generellen Einsatz in den Wohnungsbeständen ableiten zu können. In 2016 neu aufgesetzte Feldversuche beziehen sich im Wesentlichen auf Produkte zur Verbesserung des Raumklimas und der Raumhygiene. Darüber hinaus erfolgt die Entwicklung von Konzepten für Standardbalkone zur Aufwertung der Bestände und für Vorbauaufzüge, um Barrieren in den Gebäuden von VIVAWEST zu reduzieren.

Darüber hinaus engagiert sich VIVAWEST zusammen mit RAG Montan Immobilien in dem Zukunftsprojekt „Glückauf Nachbarn – Modellquartier Integration“, in dem ein Modellansatz entwickelt wird, wie Integration im Quartier gefördert werden kann. Dabei spielen neben der Migration insbesondere auch Aspekte der demografischen Entwicklung, Bildung sowie unterschiedliche Religionen und soziale Schichten eine Rolle. Integration ist in diesem Vorhaben also weit gefasst und bedeutet nicht nur die aktuell im Vordergrund stehende Bewältigung der Integration von Zuwanderern und Flüchtlingen.

Ein strategisch wichtiges Projekt im Segment Immobiliendienstleistungen startete im Oktober 2016. Der Fokus des Projektes mit dem Titel „DGM Feldtest 400“ liegt in der Erprobung eines digitalen Gebäudemanagementsystems. Insgesamt werden in diesem Zusammenhang 400 Gebäude mit Technik zur zentralen Heizanlagenüberwachung und -steuerung ausgestattet. Im Rahmen des Projektes werden die Funktionalitäten des Systems geprüft sowie definierte Dienste und Anwendungen getestet. Der Vorteil für den Mieter liegt insbesondere in einer nutzerorientierten und effizienteren Energie-versorgung. Zudem ist eine bessere technische Betreuung der Immobilien durch die Dienstleistungsunternehmen des Konzerns VIVAWEST möglich.

Vergleiche Finanzbericht 2016 (1.2 Forschung und Entwicklung, Seite 9)  und Bericht 2016 (Seite 89).