10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg gestaltet Veolia seine Geschäftsmodelle derart, dass sie einen Mehrwert für die nachhaltige Entwicklung entfalten. Die Ressourcenlösungen beim Management von Stoff-, Energie- und Wasserkreisläufen tragen stets dazu bei, den Umweltfußabdruck unserer Kund*innen zu verringern.Über das Veolia-weite Global Reporting werden wesentliche ökologische Auswirkungen unserer geschäftlichen Tätigkeit auch für Unternehmenseinheiten in Deutschland ermittelt. Zu den relevanten KPIs gehören beispielsweise die vermiedenen CO2-Emissionen, der Fortschritt bei der Umsetzung der Aktionspläne zur Verringerung der Auswirkungen auf Natur und Biodiversität an empfindlichen Standorten sowie Kundenzufriedenheit.
 
Veolia als Gesamtkonzern richtet seine Innovationsprozesse auf die im Rahmen der Ausarbeitung des neuen Strategieprogramms Impact 2023 definierten sechs Innovationsfelder aus:1.
Gesundheit und neue Schadstoffe
2. Anpassung an den Klimawandel
3. Neue Materialkreisläufe
4. Ernährungssicherheit
5. Neue Energiedienstleistungen
6. Neue digitale Dienstleistungen
Jede Landesgesellschaft ist dazu angehalten, ihre Innovationsaktivitäten an diesen Bereichen auszurichten. 

Das Innovationsprogramm von Veolia in Deutschland unter dem Motto „Innovation is business. Business is innovation.“ umfasst operative Innovationsprojekte, das Startup-Programm U-START sowie ein Programm zur Stärkung der Innovationskompetenzen der Beschäftigten. Veolia in Deutschland fokussiert seine Aktivitäten dabei vor allem auf die drei Innovationsfelder:
1. Gesundheit und neue Schadstoffe
3. Neue Materialkreisläufe
5. Neue Energiedienstleistungen.

Operative Innovationsprojekte
Zu den operativen Innovationsprojekten gehörten 2021 insgesamt 18 Projekte. Die Projekte wurden teilweise gemeinsam mit Partnern innerhalb und außerhalb von Veolia durchgeführt und durch EU-Fördermittel unterstützt. Einige Projekte werden im Folgenden beispielhaft dargestellt.

1. Gesundheit und neue Schadstoffe 3. Neue Materialkreisläufe 5. Neue Energiedienstleistungen Über die speziell an den Innovationsfeldern ausgerichteten Projekte hinaus gibt es kontinuierliche Verbesserungsprogramme Startup-Programm U-START
Im Rahmen des Programms U-START organisierte Veolia 2021 zum ersten Mal ein digitales Start-up Event. Sechs bereichsübergreifende Gründer mit Technologien aus den Bereichen digital, H2 und Kreislaufwirtschaft konnten ihre Ideen über 100 Mitarbeitenden präsentieren. Dabei wurden zwei innovative Machbarkeitsstudien im Bereich mobile Wärmespeicher gefördert, um das Geschäftspotenzial für die Geschäftsbereiche zu untersuchen. 
Programm zur Stärkung der Innovationskompetenzen der Beschäftigten
Veolia in Deutschland veranstaltet für seine Beschäftigten Weiterbildungen zu Innovationsthemen, bietet Tech-Sourcing und initiiert kollektive Ideenkampagnen, um aktuelle Klimathemen aufzugreifen und gemeinsam anzugehen. Die Angebote waren aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2021 stark eingeschränkt. 

Spezifische Innovationsleistungen für Kund*innen
In Braunschweig widmet sich die durch BS|Energy und Thüga gegründete Digitalisierungsagentur KOM|DIA mit ihrem Team aus Ingenieuren, IT-Spezialisten und Business-Experten der Entwicklung digitaler Netze und Anwendungen in den Bereichen Elektromobilität, Internet of Things (IoT), Glasfaser und öffentliches WLAN. Hier konnten auch im Jahr 2021 weitere Projekte in den Bereichen Elektromobilität, Internet of Things (IoT), Glasfaserausbau und CO2-Sensorik umgesetzt werden.

Die Veolia Tochter ÖKOTEC hat sich auf Energieeffizienzmanagement und Klimaschutz für Industrie- und Gewerbeunternehmen spezialisiert. Sie entwickelt im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben die eigenentwickelte Software EnEffCo ® weiter, um über die Digitalisierung des Energiemanagements weitere Effizienz- und Einsparpotenziale zu ermöglichen. Im Rahmen der Initiative für Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke (IEEKN) betreut ÖKOTEC aktuell 10 Netzwerke, davon sind allein in 2021 fünf neu gestartet. Bis Ende 2025 soll über die Netzwerkarbeit ca. sechs Mio. Tonnen Treibhausgasemissionen pro Jahr eingespart werden. Weitere Projekte im Jahr 2021 waren das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „KI4ETA“, an dem Wissenschaftler der Technischen Universität Darmstadt gemeinsam mit ÖKOTEC und Partnern aus der Industrie in der Modellfabrik ETA zusammenarbeiten und das im Jahr 2020 gestartete F+E-Projekt „Food Pinch“, bei dem es um die Entwicklung von dynamisch geregelten Wärmenetzen geht, die sich an die wechselnden Anforderungen in der Ernährungsindustrie intelligent anpassen. Weiterhin ist ÖKOTEC Fachpartner von verschiedenen Projekten mit Ministerien, die Unternehmen dabei unterstützen sollen, die Energieeffizienz zu steigern und/oder klimaschonende Maßnahmen umzusetzen. In der BVE Klimaschutzkampagne mit dem „Plusplus“ Prinzip werden sowohl auf Dachverbandsebene als auch in Mitgliedsverbänden der Bundesvereinigung der Ernährungsindustrie e.V. (BVE) vielfältige Schulungs- und Informationsmaßnahmen, wie z. B. Workshops, Webinare und Checklisten angeboten. Darüber hinaus zielt das Projekt darauf ab, den Verpackungseinsatz in der Branche ökologisch zu optimieren.