10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Das Leistungsspektrum der IBB umfasst Produkte/ Finanzierungen in der Berliner Wirtschafts- und Immobilienförderung. Daher wird im Rahmen der Förderung auf den positiven Effekt, wie z. B. Arbeitsplätze oder geschaffene Wohneinheiten, geachtet. Jedes Förderprogramm wird durch den Senat von Berlin beauftragt. Hierdurch wird die Einbindung einer Vielzahl von Stakeholdern bei der Produktentwicklung sichergestellt. Gleichzeitig wird in Zukunft transparent offengelegt, wie die Produkte zu den Zielen des Landes Berlin beitragen und welche Sustainable Development Goals (SDGs) dadurch unterstützt werden.    

Jedem Förderprodukt liegen bestimmte Richtlinien oder Merkblätter zugrunde, die festlegen, welche Anspruchsgruppen (bspw. kleine und mittlere oder innovative Unternehmen, Wohnungsbaugesellschaften oder private Wohnungseigentümer) und unter welchen Bedingungen die Finanzierung erhalten können. Bei der Vergabe der Förderung wird bei Antragstellung die Einhaltung der Kriterien überprüft. 
 
Dieser Logik folgend, wurden im Jahr 2018 sämtliche Fördernehmer auf die vorgeschriebenen Kriterien überprüft. Darüber hinaus steht im Fokus der Wirtschaftsförderung das nachhaltige Wachstum von Berlin. So werden bei einem Großteil der Aktivitäten EU-Strukturfondsmittel (EFRE) eingesetzt, die daraus entstehenden Förderprodukte sind kompatibel mit den auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Zielen der Europa 2020-Strategie. Hieraus resultieren Vorgaben und Regelungen, deren Einhaltung ebenfalls durch unabhängige Stellen kontrolliert wird. Die Unternehmensfinanzierungen sollen die Innovationsfähigkeit und Produktivität vor allem kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) steigern. Speziell im Fokus stehen dabei Unternehmen in den Clustern der gemeinsamen Innovationsstrategie der Länder Berlin und Brandenburg. Die IBB verfügt über spezielle Förderprogramme (Programm zur Förderung von Forschung, Innovationen und Technologien (ProFIT), Innovationsassistent, Berlin Innovativ, TransferBONUS) die den Transfer zwischen Wissenschaft und Forschung und der Entwicklung und Umsetzung von Innovationen in den Unternehmen unterstützen. Finanziert werden hier sowohl Projekte in den Phasen der industriellen Forschung, der experimentellen Entwicklung sowie des Produktionsaufbaus, der Marktvorbereitung und der Markteinführung. Über die IBB Business Team GmbH unterstützt die IBB mit Schulungs- und Coachingmaßnahmen Unternehmen bei der Einführung innovativer Prozesse. Über ein elektronisches Antragsverfahren (eAntrag) können Unterlagen für die Antragsbearbeitung bei den Produkten der Wirtschaftsförderung eingereicht werden, wodurch zwischen dem Kunden und der IBB ressourcensparend und rechtsverbindlich kommuniziert werden kann. In regelmäßigen Abständen wird die Förderwirkung der einzelnen Produkte von unabhängigen Experten evaluiert, dies geschieht sowohl ex-ante (vor Förderung) als auch ex-post (nach Förderung). Insgesamt wurden im Berichtsjahr 11.794 Arbeitsplätze geschaffen oder erhalten.

Im Geschäftsfeld Immobilienförderung unterstützt die IBB Eigentümer von Wohnimmobilien unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Standards bei der energetischen Gebäudesanierung, dem energieeffizienten Neubau, dem altersgerechten, barrierereduzierenden Umbau sowie im Rahmen der sozialen Wohnraumversorgung bzw. des Wohnungsneubaus. Alle Programme berücksichtigen die langen Investitionszyklen bei Immobilieninvestitionen durch die Möglichkeit lange Zinsbindungen und einer Orientierung an soziokulturellen, demographischen Trends sowie den gesteckten klimaschutzpolitischen Zielen des Landes. Die Programme verhelfen zu einer nachhaltigen Reduzierung der CO2-Emissionen im Gebäudebestand, sichern Wohnraum für Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen und tragen dazu bei, dass neu errichtete Wohngebäude unter zukunftsorientierten Effizienzstandard errichtet werden und damit langfristig auf die Klimaneutralität des Gebäudebestandes einzahlen. Im Berichtsjahr wurden insgesamt 13.029 Wohnungen gefördert, davon wurden 9.725 Wohnungen neu gebaut. Insgesamt ergab sich hierdurch eine jährliche Reduzierung der Emissionen in Höhe von 17.280 tCO2.

Die Produktentwicklung bzw. der Innovationsprozess, um wirtschaftliche oder wohnwirtschaftliche Veränderungen zu bewirken, wurde in einem Prozess festgelegt. Dieser sichert die Einbindung der relevanten Stakeholder und die interne Entwicklung der Produkte. Durch die Einbindung relevanter Ansprechpartner und die Erstellung eines Produktkonzeptes können nachhaltige Aspekte bei der Entwicklung berücksichtigt werden. Jedes Produkt wird letztlich durch das Land Berlin beauftragt. Die konkreten Produktbedingungen werden Zielgruppenspezifisch in den Richtlinien oder Merkblättern festgelegt. Sofern sich Bedarfe verändern, die sich durch die Rückmeldung der Stakeholder (Fördernehmer oder dem Land) ergeben, findet eine Anpassung oder auch Einstellung von Förderprogrammen statt.