10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Auswirkungen

Gemeinsames Ziel des Berliner Senats und der sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften: Den landeseigenen Wohnungsbestand bis Ende 2021 auf 360.000 Wohnungen ausbauen (ca. 30.000 Neubauten und 10.000 Bestandsankäufe). Unser Beitrag im Berichtszeitraum: 1.300 neue Wohneinheiten, 669 mehr Bestandswohnungen. Bis Ende 2021 wird unser Wohnungsbestand voraussichtlich 46.000 Wohnungen zählen. Der landeseigene Gesamtbestand soll bis 2026 auf 400.000 anwachsen. Bis dahin wird der GESOBAU-Bestand voraussichtlich auf 52.000 Wohnungen erweitert. Wir treiben die digitale Transformation – und damit die Verbesserung bestehender Dienstleistungen und die effizientere Gestaltung von Prozessen – bei der GESOBAU voran. Im Rahmen unserer Digitalisierungsstrategie unterscheiden wir zwischen interner und externer Digitalisierung: Bei der internen Digitalisierung sollen Prozesse und Arbeitsabläufe optimiert werden. Ziel der externen Digitalisierung ist es, kundenseitige Prozesse zu verbessern und zu prüfen, welche Marktangebote es in welchen Segmenten gibt. Auch nachhaltigkeitsbezogene Fragen können im Fokus stehen. Die Stabsstelle Digitalisierung überprüft die Strategie laufend und passt sie an. Auf unser Bestreben bezüglich des Klimaschutzes und des Ressourcengebrauchs gehen wir unter DNK 11-13, den Kriterien für Umweltbelange ein.

Zusammen Innovationsprozesse fördern

Wir prüfen, inwiefern wir unsere Bestände zu neuem Wohnraum aus- und umbauen und somit den Berliner Wohnungsmarkt weiter entlasten können. Zudem betreiben wir seit 2018 mit den anderen landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften ein gemeinsames Online-Wohnungstauschportal für bestehende Mieter*innen.

Ziel unseres 2013 eingeführten Innovationsmanagements: Arbeitsabläufe optimieren, Zusammenarbeit verbessern und Wirtschaftlichkeit erhöhen. Eingereichte Ideen müssen die GESOBAU auch im Nachhaltigkeitssinne voranbringen – indem sie z. B. CO2-Emissionen einsparen oder Ressourcenverbrauch begrenzen. Um bezahlbaren Wohnraum für möglichst breite Bevölkerungsschichten anzubieten, erprobt die GESOBAU unterschiedliche Bauarten, darunter das Basishaus und das Standardtypenhaus.

Auch durch Kooperationen mit Vereinen, Start-ups oder Forschungseinrichtungen sind innovative, nachhaltigkeitsbezogene Projekte entstanden. U. a. waren wir Teil des Kopernikus-Projekts ENavi, das von 2016 bis 2019 lief und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde.

Von Mai 2020 bis Ende 2022 sucht das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „StraInQ“ nach Lösungen für soziales Zusammenleben und die Integration und Teilhabe benachteiligter Bevölkerungsgruppen am Beispiel des Märkischen Viertels. Wir beteiligen uns mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen Berlin und dem Bezirk Reinickendorf.

Wie können „Essbare Städte“ entwickelt und damit urbane Nahrungsmittelproduktion, Klimaschutz und Biodiversität sowie Gemeinschaftsbildung gefördert werden? Antworten hierauf soll das EU-Wissenschaftsprojekt „EdiCitNet“ Edible Cities Netzwerk liefern, dem seit dem Berichtsjahr der bereits seit 2016 bestehende, von uns unterstützte Gutsgarten im Quartier Hellersdorf angehört. Die Forschungsergebnisse fließen auch in unsere Entwicklung des "Stadtguts Hellersdorf" ein.


Nachhaltigkeitsbericht 2020/2021, Die GESOBAU, S. 20ff.
Nachhaltigkeitsbericht 2020/2021, Das Basishaus, S. 67.
Nachhaltigkeitsbericht 2020/2021, Das Standardtypenhaus, S. 67.
Nachhaltigkeitsbericht 2020/2021, Online-Wohnungstauschportal, S.69
Nachhaltigkeitsbericht 2020/2021, Lebenswerte Quartiere, S. 78ff.
StraInQ
EdiCitNet
ENavi