10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Unsere Partner in aller Welt können darauf vertrauen, dass wir unsere Leistungen effizient und in bester Qualität erbringen. Qualität bedeutet für uns, unsere auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Werte zu leben, positive Wirkungen zu erreichen, Ressourcen wirtschaftlich einzusetzen, Prozesse effizient zu steuern und dabei Regeln und Standards einzuhalten. Ziel unseres an die European Foundation for Quality Management (EFQM®) angelehnten Qualitätsmanagements ist es, die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit unserer Leistungen in einem kontinuierlichen Lern- und Verbesserungsprozess zu steigern. Damit können sowohl mit Auftraggebern vereinbarte als auch in internen Regelwerken verankerte Qualitätsanforderungen erfüllt werden. Wir setzen dabei auf wirkungsorientierte Planung, Monitoring und Evaluierung unserer Dienstleistungen, auf unsere internen Orientierungen und Regeln (OuR), Prozessleitfäden, Handreichungen sowie auf unser Managementmodell Capacity WORKS zur Planung und Steuerung unserer Dienstleistungen.

Die Kenntnisse und das Erfahrungswissen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unsere wichtigsten Ressourcen, die wir mithilfe unseres Wissensmanagements im Dialog für das gesamte Unternehmen erschließen, teilen und kontinuierlich weiterentwickeln. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten die 19 Fachverbünde, mit denen wir die inhaltliche Zusammenarbeit zwischen unseren Fachkräften im In- und Ausland erleichtern. Zudem unterstützen thematische Wissensplattformen und Fortbildungen das Wissensmanagement. Unverzichtbar sind mittlerweile auch die Möglichkeiten virtueller Kommunikation, die wir mit unserem umfangreichen Intranet sowie dem weltweit zugänglichen elektronischen Dokumentenmanagementsystem nutzen.

Mit der Einführung des Corporate Sustainability Handprint ® (CSH) hat die GIZ ein innovatives Instrument geschaffen, das die Umweltbilanzen der Büros in unseren Partnerländern im Ausland durch die strukturierte Erfassung weiterer wesentlicher Nachhaltigkeitsthemen des Unternehmens ersetzt. Mit dem CSH erfasst die GIZ erstmals in strukturierter Form ihre Ressourceneffizienz im Ausland.

Die GIZ will auch bei ihren Investitionen ihrem Leitprinzip Nachhaltigkeit und ihren Selbstverpflichtungen gerecht werden. Daher finden bei den Anlagen zahlreiche ökologische, ethische und soziale Aspekte Berücksichtigung. Neben den eigenen Immobilien investierte die GIZ bisher bereits überwiegend in ausgewählte Staatsanleihen und Pfandbriefe sowie in Anleihen von Unternehmen, die ökologische, sozial-gesellschaftliche und Aspekte guter Unternehmensführung berücksichtigen.

Bei der Verwaltung eines Pensionsfonds, der zukünftig laufende Rentenzahlungen und die betriebliche Altersvorsorge deckt, sollen nur Investitionen in Unternehmen getätigt werden, die nach ökologischen und sozialen Aspekten die jeweils besten ihrer Branche sind (best in class-Ansatz). Gleichzeitig gibt es eine ganze Reihe von Ausschlusskriterien. Für Staatsanleihen kommen nur solche Länder in Frage, die beispielsweise nicht von autoritären Regimen geführt werden und die bestimmte Mindestanforderungen im Bereich Klimaschutz erfüllen.

Weiterführende Informationen:
- zum Thema Lernen aus Evaluierungen siehe Monitoring- und Evaluierungsbericht 2012 - 2014
- zu den Themen Innovation und Qualität, Fortschrittsbericht 2015 S. 27 ff
- zu den Themen Nachhaltigkeit bei Produkten, Fortschrittsbericht 2015, Seiten 20ff, Integrierter Unternehmensbericht (IUB) 2014 Seiten 11ff
- zum Thema CSH, Fortschrittsbericht 2015, Seiten 13, 40ff