10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Die MOIN Filmförderung ist eine verwaltende Einheit, die öffentliche Mittel auf Antrag für die Erstellung von Kino- und herausragenden TV-Filmen und High-End Serien sowie für kurze und innovative Formate aller Genres ausreicht. Förderentscheidungen treffen Expert*innengremien. Gefördert werden Film- und Medienvorhaben in jedem Stadium, von der Idee bis hin zur Auswertung.
Bei ihrer unmittelbaren verwaltenden Tätigkeit sind für das Unternehmen in erster Linie Ressourcen wie Strom für die IT-Technik und Wärmeenergie für die Büroräume relevant. Hinzu kommen weitere Nachhaltigkeitsaspekte wie Reisen, z.B. zu Filmfestivals sowie die Beschaffung. Eine Wesentlichkeitsanalyse steht für den nächsten Berichtszyklus an. Die MOIN Filmförderung fordert nachhaltige Ressourcenplanung aber auch von ihren Fördernehmern, zumeist Produzent*innen. Die Zielerreichung ist in den Mindeststandards Nachhaltiger Filmproduktion (https://www.moin-filmfoerderung.de/de/film_commission/gruener_filmpass.php) erläutert, eine Entsprechungserklärung muss mit dem Förderantrag abgegeben werden.

Als erste Branche innerhalb von Kultur und Medien hat die MOIN Filmförderung den Einsatz von Green Consultants durch die kalkulatorische Anerkennung der Kosten gefördert und damit die Implementierung dieses wichtigen neuen Berufsbildes unterstützt. Nur durch die Einbindung von diesen Expert*innen ist eine ökologisch nachhaltige Produktionsweise gewährleistet. Die Gründung des Green Consultants Verbandes 2021 unterstreicht das erfolgreiche Netzwerk, das sich innerhalb von wenigen Jahren gebildet hat.

Auf dem Weg zum papierlosen Büro wird die interne Dokumentenablagestruktur völlig neu aufgestellt. Dieser Prozess beginnt gerade. Umgestellt wurde bereits die Vertragsgestaltung mittels elektronischer Unterschriften aller Vertragspartner*innen.

Zur Einsparung von Papier und Transportkosten wurde auf die digitale Einreichung der Förderanträge umgestellt. Die Einsparung lag vor allem auf Seiten der Antragsteller*innen, die die Unterlagen 7-fach ausgedruckt einreichen mussten. Mittlerweile sind alle Antragsformen in das System integriert. Seitens der MOIN Filmförderung ist der Papierverbrauch im Vergleich zu 2015 um über 90 Prozent gesunken.

Die Übersetzung in finanziell erfassbare Werte ist der nächste vor uns liegende Schritt, er wird auf einer digitalen Datenanalyse beruhen.

Die meisten Umstellungen betreffen auch unsere Hauptzielgruppe, die antragstellenden Filmschaffenden. Die geforderten Standards bei der Filmproduktion fördern die Nachfrage und damit auch das Angebot an umweltverträglicher Filmtechnik, z.B. batteriebetriebener Generatoren, Solaraggregate und recyclebare Bounceboards statt Styroplatten.
Wenn die Standards für nachhaltige Filmproduktion bundesweit gesetzlich verankert werden, wird das einen Innovationsschub auslösen.

Wir sind mit unseren Mitarbeiter*innen im ständigen Austausch über unsere Visionen und mögliche Maßnahmen. Da es noch kein strategisches Nachhaltigkeitsmanagement innerhalb der MOIN Filmförderung gibt findet der Austausch aktuell nicht strukturell (z.B. im Rahmen eines Vorschlagswesens o.ä.) statt. Die Umsetzung wird im Rahmen des Nachhaltigkeitskonzepts zu prüfen sein.