10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Die WBM trägt durch eine Vielzahl an Prozessen dazu bei, das Thema Nachhaltigkeit weiter voran zu bringen. Dabei werden über die Stakeholderanalyse und -befragung die Auswirkungen des Kerngeschäfts auf seine ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen untersucht.  

Das Potential im Unternehmen liegt in erster Linie bei der Nutzung neuer Technologien und Versorgungskonzepte zur Effizienzsteigerung und zur Nutzung regenerativer Energiequellen unter wirtschaftlichen und nachhaltigen Gesichtspunkten.  Dabei nimmt die Entwicklung ökologischer Energieversorgungkonzepte für Modellprojekte, insbesondere bei komplexen Quartiersentwicklungen, eine wesentliche Stellung ein. Hier sind z. B. die Quartiere „Haus der Statistik" und "Rathausblock Kreuzberg/ Dragoner Areal" zu nennen. Bei diesen Vorhaben legen wir besonderen Wert auf innovative Ideen, die sowohl aus dem eigenen Hause, oder von außen an uns herangetragen werden können. Intern werden Meinungen und Ideen aus unserer Mitarbeiterschaft in wöchentlichen Jour-Fixes mit der jeweiligen Führungskraft besprochen, analysiert und nach Umsetzungskriterien bewertet. Im Rahmen der kooperativen Stadtentwicklung für den Standort Haus der Statistik wurde die sog. „Werkstatt Haus der Statistik“ eröffnet. In einem viermonatigen integrierten Werkstattverfahren wurde dort zur offenen Mitgestaltung mittels Workshops, Teestuben, offenen Planungs-Stammtischen, Nachbarschaftstreffen oder einer Modellwerkstatt eingeladen.  

Für das Innovationspotenzial neuer Technologieansätze werden regelmäßig Kooperationen mit unterschiedlichen Hochschulen eingegangen. Im Rahmen unserer Innovationprojekte mit sozialem Hintergrund ist das Integrationsprojekt „Hallo neue Nachbarn“ in Kooperationen mit dem Humanistischen Verband Deutschland (HVD) zu benennen (für weitere Informationen siehe Kriterium 18. „Gemeinwesen“).

In Kooperation mit der Technischen Universität Berlin hat die WBM das europäische Pilotprojekt „Bright Ageing“ unterstützt, welches dabei helfen soll die Beleuchtung innerhalb der eigenen Wohnung in Zukunft intelligenter zu gestalten. Darüber gibt es seit 2019 mit der Technischen Universität Dresden (TUD) eine Kooperation im Rahmen des Forschungsprojekts „BaltBest“ (Einfluss der Betriebsführung auf die Effizienz von Heizungsaltanlagen im Bestand).  Hauptziel dieses Projekts ist es, die Heizungsanlagen im optimalen Wirkungsbereich (Verhältnis von Vor- zu Rücklauf) zu betreiben sowie Lastspitzen und hohe Vorlauftemperaturen durch die optimale Heizkurve zu reduzieren.  

Kernbestandteil der Geschäftstätigkeit ist die Bestandsunterhaltung sowie die Portfolioerweiterung des Wohnungsbestandes. Für die Mieter der sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften – und damit auch bei der WBM - läuft auch 2019 ein bundesweit einmaliges Angebot: Das neue Wohnungstauschportal auf
www.inberlinwohnen.deAuf dieser Plattform treffen sich potenzielle Tauschpartner, die ihre Wohnung gegen eine andere tauschen wollen, wobei sich die Nettokaltmieten beider Wohnungen bei einem Tausch nicht ändern. Darüber hinaus stärkt die WBM die Handlungskompetenzen ihrer Mieterschaft, indem sie mehrsprachige Ratgeberbroschüren mit Tipps, beispielsweise zum Heizen und Lüften und zur Senkung von Betriebskosten zur Verfügung stellt.

Quantitative Daten wurden zu diesem Kriterium erst im Jahr 2020 für das Projekt „BaltBest“ ermittelt. Weitere quantitative Erhebungen folgen in der weiteren Entwicklung sukzessive.

Verbrauchs- und Emissionsmonitoring, Weitere quantitative Erhebungen erfolgen im Rahmen der energetischen Sanierung von Bestandgebäuden. Sind bisher aber nicht tiefergehend ausgewertet worden. wurden im Bereich der energetischen Sanierung erhoben, bisher jedoch nicht weiter erhoben.