10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Bei der Erstellung unserer Produkte sind es zunächst die Ausgangsrohstoffe, die wir für die  gefertigten Produkte einkaufen. Darüber hinaus wird für die Produktion Energie  aufgewendet. Die Menge der eingesetzten Rohstoffe wird im Wesentlichen durch unseren  Einkauf nachvollzogen. Die ökologischen Auswirkungen des Holzbezugs können wir durch  den Einsatz von FSC und PEFC zertifiziertem Holz nachvollziehen. Die Energiebedarfe  werden durch unser Energiemanagement erfasst. Der Transport zum Kunden findet durch  Logistikunternehmen statt, sodass hier kein direkter Einfluss auf die Nachhaltigkeit möglich  ist. Umweltfreundlichere Alternativen über Schiffs- oder Bahnverkehr stehen uns aufgrund  unserer geografischen Lage wirtschaftlich nicht zur Verfügung. Neben der Wahl der  Rohstoffe und deren Quellen mit ihren Auswirkungen auf die Ressourcenbelastung sind es  vor allem die Auswirkungen auf Prozesse der Weiterverarbeitung insbesondere der  Oberflächenbearbeitung, die maßgebliche Einflüsse auf die Ressourcenbelastung unserer  Kunden und auf die Umwelt haben  
 
Mit unserer Kernkompetenz, der Ummantelung von Holzwerkstoffen mit Echtholzfurnieren,  Folien auf Papierbasis, und den stetig verbesserten Laminaten und Folien thermoplastischer  Polymere mit Holzdekoren reduzieren wir maßgeblich den Einsatz von Massivholz bei  unseren Kunden. Unsere Träger bestehen in erster Linie aus MDF und Spanplatten. Beides  wird z.T. aus Restholz hergestellt und aus nachhaltig bewirtschafteten Quellen bezogen. 

Darüber hinaus reduzieren wir durch die Ummantelung von Profilen mit speziell auf die  weitere Veredelung abgestimmten Grundierfolien den Arbeitsaufwand und den Einsatz von  Lacken und Grundierungen in der Oberflächenveredelung für profilierte Formen bei uns und  unseren Kunden. Insbesondere bei lösemittelhaltigen Lacksystemen mindert das die  entstehenden VOC-Emissionen erheblich. VOC-Emissionen sind flüchtige organische  Verbindungen, die bei dem Einsatz von Lösemitteln freigesetzt werden. VOC-Emissionen  unterliegen klar definierten mehrstufigen Grenzwerten gemäß 4.BImSchV und 31.BImSchV  je nach Lösemittelverbrauch. Wir haben den Anspruch, in unserer eigenen  Oberflächenbearbeitung die anspruchsvollsten Grenzwerte auch in Zukunft nicht zu  überschreiten. Dies erreichen wir trotz steigender Umsätze mit lackierten Produkten durch  Einsatz von lösemittelarmen Lacksystemen oder/und Hydrolacke und entsprechend  verbesserter Vorbehandlung der Werkstücke. 
 
Wir leisten einen erheblichen Beitrag dazu, die lösemittelhaltige Lackierung von Profilen bei  unseren Kunden weitgehend zu substituieren. Unsere spezialisierten Produktionsprozesse  und unsere Anlagentechnik erlauben uns den Einsatz von Finishfolien- bzw. Beschichtungen  in gewünschter Farbe, Glanzgrad und Kratzfestigkeit auch für sehr anspruchsvolle  Profilquerschnitte und Verbundmaterialien. Dies gilt auch für Hochglanzoptiken und  Glanzgraden, die über eine Nasslackierung in akzeptablen Qualitäten nur mit  mehrschichtigen lösemittelhaltigen Lacken und damit mit nicht unerheblichen VOC- Emissionen erreichbar wären. 


Einen weiteren Schritt Richtung Nachhaltigkeit durch Optimierung der Arbeitsbedingungen  unserer Beschäftigten sowie einer Erhöhung der Wirtschaftlichkeit unserer Produktion gehen  wir durch einen stetig wachsenden Automatisierungsgrad, den wir u.a. durch den Einsatz  von Industrierobotern entlang unserer Fertigungskette erreichen. 

Innovationen und die stetige Verbesserungen an Produkten oder Prozessen wird auf verschiedenen Ebenen gefördert:
  • Einerseits pflegen wir engen Kontakt zu externen Bildungs- und Forschungsinstituten, indem wir duale Studenten praxisintegriert ausbilden und auch über diese Praxispartnerschaften hinaus Semester-, Praxis- oder Bachelorarbeiten vergeben und betreuen. Die Ergebnisse aus dieser Kooperation münden häufig in Verbesserungen von Prozessen oder Produkten.  
  • Zudem arbeiten wir eng mit technologieführenden Lieferanten zusammen und stehen diesen regelmässig für Praxisversuche von Neuentwicklungen zur Verfügung.
  • Ideen unserer Belegschaft fördern wir durch Projektprämien und Prämien im Rahmen unseres Vorschlagswesens. Eingehende Ideen werden dokumentiert und von unserem Betriebsrat zwecks Prämierung bewertet. Ideen, die zur Umsetzung anstehen, werden zeitnah durch unsere Instandhaltung oder durch unterstützende Dienstleister aus dem Sondermaschinenbau umgesetzt.
  • Schließlich haben wir ein stetig wachsendes jährliches Budget zum Bezug von zahlreichen einschlägigen Fachzeitschriften unterschiedlicher Disziplinen und zur Vergrößerung unserer unternehmensinternen Fachbibliothek.

Quantifizierbare Daten des Innovations- und Produktmanagements bzgl. sozialen und ökologischen Auswirkungen erheben wir aufgrund der stark marktorientierten und wechselnden Produkte mit entsprechend angepassten Prozessen bisher nicht.