10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Der Malteser Auftrag lautet Hilfe für Bedürftige; die Ziele aller Dienste und Angebote des Malteser Hilfsdienst (MHD) entsprechen daher den Zielen sozialer Nachhaltigkeit. Weil Bedürftigkeit immer wieder neu interpretiert werden muss, sind soziale Innovationen und neue Ansätze zur Lösung sozialer Probleme für MHD besonders relevant. Um innovative Ansätze zu fördern und den Ideen der Mitarbeitenden zur Lösung gesellschaftlicher Problem Raum zur Entfaltung zu geben, gibt es seit 2018 im Malteser Verbund (also nicht ausschließlich für den Malteser Hilfsdienst) mit dem sogenannten Gewächshaus M einen internen Inkubator für soziale Innovation. Dabei handelt es sich um 9-monatiges Förderprogramm, das die teilnehmenden Malteser mit externen Social Entrepreneurs zusammenbringt und sie bei der Ausarbeitung und Weiterentwicklung ihrer Idee durch Workshops und Beratung begleitet. Für die Ausarbeitung ihrer Idee werden die Teilnehmenden vier Tage im Monat (zuzüglich zu den Veranstaltungstagen) von ihren regulären Aufgaben freigestellt. Am Ende entscheidet eine interne Jury, ob die entwickelten Angebote weiterverfolgt und unter dem Dach des Malteser Verbunds umgesetzt werden.
 
2020 hat sich der Hilfsdienst mit Entwicklung der Strategie Malteser heute für morgen dazu entschieden, bei der Umsetzung und Weiterentwicklung seiner Dienste auch die ökologischen Auswirkungen verstärkt zu berücksichtigen. Das umfasst neben alternativen Formen der Mobilität und der Verankerung ökologischer Kriterien in der Immobilienstrategie auch den Beschaffungsprozess (vgl. auch die Kriterien 4, 12 und 13). Um ökologische Innovation in der eigenen Arbeit zu fördern, hat der MHD 2020 eine Mitarbeiterin durch eine 8-monatige externe Weiterbildung für die Aufgabe des Nachhaltigkeitsmanagements qualifiziert. Auch die regelmäßige Selbstüberprüfung mithilfe des DNK-Prozesses ist hier ein wichtiger Ansatz.