10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Wissenschaftliche und technologische Innovationen sowie Services für die geowissenschaftliche Community bilden die allgemeinen Aufgabenstellungen des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ. Forschung mit Nachhaltigkeitsbezug findet vor allem in den Themenfeldern Nutzung von Georessourcen (z.B. Nutzung des unterirdischen Raums für Speicherzwecke und Geothermie), Erdoberflächenprozesse (z.B. Hochwasserrisiko und globaler/regionaler Wasserhaushalt), Paläoklimatologie (z.B. Klimawandel) und Erdbeobachtung (z.B. Geofernerkundung für die Landnutzung) statt. Hier steht also insbesondere die ökologische Nachhaltigkeit im Fokus. Die wissenschaftliche Qualität der Innovationen wird durch wissenschaftsinterne Kriterien (z.B. Peer-Review-Verfahren bei Publikationen, Leitung von Forschungsverbünden, Preise) und externe Evaluationen bewertet. Hier wurde dem GFZ im Rahmen der jüngsten wissenschaftlichen und strategischen Evaluationen (2018 bzw. 2019) allgemein ein „outstanding“ (hervorragend) attestiert. Während also die „externe Nachhaltigkeitsleistung“, das heißt das „Forschen für die Nachhaltigkeit“, in nachgewiesener Weise ein sehr hohes Niveau besitzt, gibt es bei der „internen Nachhaltigkeitsleistung“ („nachhaltig Forschen und Arbeiten“) neben einer Reihe von Erfolgen noch Potenziale für eine Weiterentwicklung (vgl. Kriterium 6: Regeln und Prozesse). Das betrifft auch mögliche Beiträge von GFZ-Beschäftigten beispielsweise bei der Ermittlung und Reduzierung des Treibhausgas-Fußabdrucks des Zentrums, bei der Campusnutzung und -entwicklung sowie bei der weiteren Gestaltung eines gedeihlichen Miteinanders („institutioneller Geist“ bzw. „Wir-Gefühl“).       

Der systematische Wissens- und Technologietransfer am GFZ ist ein Beispiel für einen Innovationsprozess im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung. Er ist auf die Vermittlung von Wissen, Ergebnissen und Technologien in die Gesellschaft, Politik und Wirtschaft gerichtet. Dabei stehen die Generierung eines gesellschaftlichen und ökonomischen Nutzens, der nationale und internationale Ausbau von partnerschaftlichen Wissenschafts- und Wirtschaftsbeziehungen sowie die Steigerung der Attraktivität des GFZ für WissenschaftlerInnen im Fokus. Das Thema Wissens- und Technologietransfer wird dabei nicht nur von internen Stakeholdern (Vorstand und Kuratorium) vorangetrieben, sondern ist auch ein wichtiges strategisches Anliegen der Helmholtz-Gemeinschaft insgesamt. Innovationen aus dem GFZ mit Produktpotenzial werden patentiert und vermarktet sowie entsprechende Ausgründungen unterstützt. Es findet ein regelmäßiger Dialog mit den externen Stakeholdern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft statt. Das GFZ berät beispielsweise Unternehmen hinsichtlich ihrer individuellen wissenschaftlichen Fragestellungen im Bereich Forschung und Entwicklung (z.B. Prototypentwicklung), bringt seine Expertise in DIN-Ausschüssen und anderen Fachgremien ein, stellt Netzwerke zur Verfügung, veranstaltet Workshops und initiiert Partnerschaften mit der Industrie.