10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Konkrete direkte und indirekte Umweltauswirkungen der Geschäftstätigkeit von W&M  
Um bedeutende Umweltaspekte und deren Auswirkungen stets unter Kontrolle zu haben und überwachen zu können, identifizieren, analysieren und bewerten wir – sowohl quantitativ als auch qualitativ – unsere direkten und indirekten Umweltauswirkungen. Die Bewertung gibt Aufschluss über die Bedeutung der Umweltaspekte an unseren Standorten und bildet die Grundlage für die Definition von Umweltzielen. Um sich auf stetig verändernde Rahmenbedingungen noch besser einstellen zu können, wird die Bewertung der Umweltaspekte in regelmäßigen Abständen aktualisiert und mögliche Maßnahmen konsequent nachverfolgt.  

Direkte Umweltauswirkungen
In der In- und Output-Bilanz am Standort Mainz finden sich die wichtigsten Daten zu den direkten Umweltauswirkungen der letzten vier Jahre. Die Zahlen können in der Umwelterklärung 2020 (S. 19-24) für den Standort Mainz eingesehen werden. Auf die direkten Umweltauswirkungen des Standorts Hallein wird in den Kriterien 11 und 13 sowie in den Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 und 12 sowie 13 näher eingegangen.  

Indirekte Umweltauswirkungen
Als besonders bedeutsame Themen für die indirekten Umweltauswirkungen unserer Leistungen und Produkte gehen aus dieser Bewertung die Bereiche Energieverbrauch durch den Fuhrpark, Fertigwarenlogistik, Mitarbeitermobilität, Sensibilisierung der Mitarbeiter sowie produktbezogene Auswirkungen hervor. Eine genaue Auflistung der indirekten Umweltauswirkungen sowie Maßnahmen diese einzudämmen finden Sie in der Umwelterklärung für den Standort Mainz aus dem Jahre 2020 (S. 37-39). Für unseren Standort in Hallein gelten folgende indirekte Umweltauswirkungen:

Themen Indirekte Umweltauswirkungen Maßnahme
Mitarbeitermobilität
  • Mögliche Emissionen durch Arbeitsweg der Mitarbeiter mit dem eigenen Auto
  • Zuschuss zu Jobticket
Fuhrpark
  • Dieselverbrauch der eigenen Fahrzeugflotte
  • Regelmäßige ökologische Fahrertrainings
Fertigwarenlogistik
  • Emissionen durch Beauftragung von Spediteuren
  • Durchführung einer Bewertung der Nachhaltigkeit in der Fertigwarenlogistik mit dem Fraunhofer Institut zur Senkung der CO2-Emissionen
Information von Mitarbeitern und Kunden
  • Geringe Aufklärung zu Nachhaltigkeitsthemen bei Mitarbeitern und Kunden
  • Mitarbeiter: Informationen zu Nachhaltigkeitsthemen in Mitarbeiterzeitung und in Schulungen
  • Kunden: Kampagne „Frosch für saubere Meere“ und Recyclat-Initiative als Aufklärungsarbeit zu Nachhaltigkeitsthemen
Produktbezogene Umweltauswirkungen
  • Verpackungsmaterialien
  • Reduktion der produktbezogenen Umweltauswirkungen durch Verwendung von Recyclingmaterial

Innovationsführerschaft als Anspruch  
Im Bereich Innovation haben wir das Ziel, europäischer Markt- und Innovationsführer im Bereich der Spezialpflege zu werden. Wir wollen dabei immer mindestens eine Entwicklungsgeneration vor der bisherigen ökologischen Benchmark liegen. Der Anspruch von Werner & Mertz ist es, dort Veränderungen voranzutreiben, wo sie dem eigenen Unternehmenserfolg dienlich sind – aufbauend auf den eigenen Werten und Stärken. Dabei leistet das Unternehmen oft Pionierarbeit und lernt auch aus Misserfolgen und Fehlern.  

Was alle Produkte von Werner & Mertz gemeinsam haben, ist ihre Herkunft: Sie alle stammen aus dem unternehmenseigenen Bereich der Forschung und Entwicklung, der aus mehreren Gruppen besteht und unter anderem die Bereiche Produktentwicklung, Verpackungsentwicklung und Forschung & Neue Technologien umfasst. Neben Innovation und Neuerungen werden hier auch bestehende Produkte und Prozesse optimiert. Regelmäßig kommen ihre Eigenschaften hinsichtlich des Inhaltes, der Herstellung, der Verpackung und Anwendung auf den Prüfstand. Um den hohen Nachhaltigkeitsansprüchen zu genügen, werden die Rohstoffe, Rezepturen und Verpackungskomponenten umfassend analysiert.  

Ziel ist es, das Rohstoffportfolio durch Berücksichtigung des gesamten Lebenszyklus eines Rohstoffes und natürlicher Kreislaufführung nachhaltig zu entwickeln. Dafür hat Werner & Mertz ein eigenes System konzipiert. Es kontrolliert die ökologischen, ökotoxikologischen und toxikologischen Kriterien und bewertet die Komponenten nach ihrer Herkunft (möglichst regenerative Quellen), ihren Eigenschaften in der Nutzungsphase (Minimierung von Gefahrenpotenzialen) und ihrem Verbleib nach der Nutzung (Abbaubarkeit).  

Innovation über die Produktentwicklung hinaus
Losgelöst von den Prozessen einer klassischen Produktentwicklung kümmert sich zudem die Gruppe für Forschung & Neue Technologien innovativ um neuartige zukünftige Rohstoffentwicklungen und Technologien, um auch die in der Zukunft liegenden Herausforderungen schon heute zu meistern. Ein großes Ziel ist in diesem Zusammenhang die Reduzierung synthetischer Rohstoffe. Für diese nachhaltige Rohstoffentwicklung wird mit verschiedenen Rohstoffherstellern zusammengearbeitet, um die Materialien den hohen Nachhaltigkeitsansprüchen anzupassen. Die Erfahrungen und Impulse aus diesem Bereich fließen ganz im Sinne der Nachhaltigkeit verstärkt auch in die Entwicklung anderer Unternehmensbereiche ein. Sie haben die nachhaltigen Entwicklungsleitlinien maßgeblich geprägt und dienen als Motor auch für übergeordnete Prozesse, wie zum Beispiel die stetige Weiterentwicklung des Umweltmanagementsystems nach EMAS.  

Über das Ideenmanagement bzw. das betriebliche Vorschlagswesen kann außerdem jeder Mitarbeiter Anregungen und Vorschläge einbringen, die Arbeitsabläufe, Arbeitssicherheit, Umweltschutz oder auch produktbezogene Aspekte optimieren und verbessern können. Eine Controlling-Instanz überprüft dabei das mögliche Einsparpotenzial. Wir schätzen diese Anregungen unserer Mitarbeiter sehr und honorieren die Ideen entsprechend mit 20 Prozent der eingesparten Summe und mit einer Gewinn-Verlosung unter den eingereichten Ideen am Jahresende.

Die detaillierten Umweltaspekte und Auswirkungen werden im Kriterium 12 dargelegt. Eine kurze Beschreibung ökologischer Nachhaltigkeitsaspekte unserer Produkte finden sich außerdem in Kriterium 4.