10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Innovations- und Produktmanagement

Die AWM zeichnen sich durch eine hohe Innovationsfähigkeit aus. Im Folgenden wird anhand ausgewählter Beispiele das proaktive Vorgehen der AWM aufgezeigt.  

AWM-Ideenwerkstatt 20.30

Zehn Mitarbeitende aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen bilden die „Ideenwerkstatt 20.30“. Die Mitglieder treffen sich seit 2019 in regelmäßigen Abständen. Das erste Ziel war es, die Unternehmensvision der AWM für das Jahr 2030 mit zu entwickeln (vgl. Kriterium 1). Der extern moderierte Prozess ist ein ganz neuer Weg des Unternehmens, Mitarbeitende aktiv in die Weiterentwicklung der AWM einzubinden und die Selbstorganisation und Eigenverantwortung zu fördern. Das Team der Ideenwerkstatt entwickelt aber nicht nur selbst Ideen, sondern nimmt im betrieblichen Alltag auch die Anregungen der Kolleginnen und Kollegen auf.
Die Ideenwerkstatt ist eine Keimzelle für weitere mitarbeiterorientierte und partizipative Arbeitsprozesse (vgl. Kriterium 15 „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“). Ziel ist die weitere Etablierung einer mitarbeiterorientierten Unternehmenskultur.

Digitalisierung

Ab dem Jahr 2021 wird eine Digitalisierungsmanagerin folgende Aufgaben verfolgen:

•    Konzeptionierung und Implementierung der Digitalisierungsstrategie der AWM in Abstimmung mit der AWM-Betriebsleitung
•    Identifikation, Selektion und Umsetzung relevanter Digitalisierungstrends und -konzepte
•    Identifikation und Erschließung von neuen digitalisierbaren Geschäftsfeldern und Geschäftsmodellen, Vernetzung von Kundenbedürfnissen und Schaffung entsprechender Dienstleistungs- und Serviceangebote
•    Transformation von bestehenden Geschäftsprozessen
•    Begleitung des kulturellen Wandels innerhalb der Organisation
•    Kontinuierlicher Verbesserungsprozess der Abläufe in den Fachstellen in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Stellen
•    Prüfen von Daten, Technologien und Plattformen für die Digitalisierung
•    Vernetzung mit externen Experten
•    Unterstützung bei der Organisation und Durchführung von Netzwerk- und Startup-Veranstaltungen
•    Vorbereitung und Durchführung/Begleitung von Workshops

Social Media

Im Berichtsjahr 2020 wurde eine Online Social Media-Redakteurin eingestellt, die u. a. folgende Aufgaben wahrnimmt:

•    Erstellung professioneller Social Media-Auftritte (insb. Facebook, Instagram, YouTube, Twitter) für das Unternehmen
•    Entwicklung von Social Media-Kampagnen
•    Analyse der unterschiedlichen Zielgruppen der AWM
•    Analyse von Trends im Web und daraus Entwicklung neuer Ideen 
•    Community Management
•    Regelmäßige Feedback-Analyse / Analyse der Berichterstattung über die AWM in den sozialen Medien unter Nutzung geeigneter Social Media Monitoring-Tools
•    Einbindung der Ergebnisse in die Weiterentwicklung der Social Media-Strategie
•    Akquise, Koordination und Betreuung von Bloggern und Influencern als Multiplikatoren für die AWM

Der Bereich Online Social Media ist ein Bestandteil der Unternehmenskommunikation, die auch für die Nachhaltigkeitskommunikation verantwortlich zeichnet.

Die Transformationsprozesse im Unternehmen werden des Weiteren durch eine Gesundheitsmanagerin (vgl. Kriterium 14) sowie einen Fuhrparkmanager (vgl. Kriterium 12) angestoßen. Neben diesen personellen Rahmenbedingungen ist als ein weiteres Beispiel die Nachhaltigkeitskommunikation zu nennen.

Nachhaltigkeitskommunikation

Die Nachhaltigkeitskommunikation der AWM prägt das Stadtbild. Neben dem Journal für Nachhaltigkeit und Geschäftsentwicklung und dem Nachhaltigkeits-Magazin sind es z. B. sichtbare Kampagnen im öffentlichen Raum. Die Münsteraner Bürgerinnen und Bürger werden an Werbesäulen, an Fahrzeigen der Abfallabfuhr, über Anzeigen und begleitende redaktionelle Beiträge in Magazinen und Zeitungen, im Rahmen von Festen und Veranstaltungen etc. informell gebildet – im Sinne der Abfallvermeidung, der richtigen Sortierung sowie eines nachhaltigen Lebensstils im Allgemeinen.
In Planung sind außerdem ein Online-Abfall-ABC sowie eine AWM-App.
Damit ist die Öffentlichkeitsarbeit gleichzeitig ein Vehikel der Nachhaltigkeitsbildung, deren Arbeit mit der Auszeichnung als „Lernort für Nachhaltigkeit“ prämiert wurde.

Auszeichnung als „Lernort für Nachhaltigkeit“

Der Lernort AWM wurde 2019 für die strukturelle Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung von der Deutschen UNESCO-Kommission und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgezeichnet  In diesem Zusammenhang ist auch der Deponie-Erlebnispfad als innovativer außerschulischer Lernort zu nennen (vgl. Kriterium 18).


Die vorgestellten Maßnahmen dienen der Erreichung der Vision 2030 der AWM (vgl. Kriterium 1).
In den Bereichen Umwelt und Gesellschaft, insbesondere in den Kriterien 12, 14 und 15, werden Innovationen in der Abfallwirtschaft mit den entsprechenden ökologischen und sozialen Wirkungen beschrieben.