10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Als Großhandlung bieten wir für die selbstständigen EDEKA-Kaufleute ein vielfältiges Sortiment in den Bereichen Food und Non-Food an. Wegen der großen Artikelvielfalt stehen wir zusammen mit der EDEKA-Zentrale im intensiven Austausch mit einer Vielzahl unterschiedlicher Erzeuger:innen, Lieferant:innen und Zwischenhändler:innen, nicht nur national, sondern auch international. Bei der Kommunikation und der Produktentwicklung mit unseren Lieferant:innen werden auch ökologische und soziale Faktoren berücksichtigt. So setzen wir im Food-Segment bewusst und vermehrt auf eine Erweiterung des Sortiments aus ökologisch nachhaltiger Produktion. Unsere Nachhaltigkeitszielvereinbarung sieht vor, dass wir bis 2030 unseren Umsatzanteil in unseren bio-relevanten Warengruppen auf 10 % steigern wollen. Im Bereich Fleisch und Wurst soll der Umsatzanteil unserer bio-relevanten Warengruppen auf 7,5 % gesteigert werden. Bis 2025 wollen wir weiterhin rund 10 % des Bio-Umsatzes mit Demeter-Produkten erzielen. Somit wollen wir insgesamt den Zugang zu nachhaltigen Produkten für unsere Kund:innen und Endverbraucher:innen ausbauen und zusätzlich das Bewusstsein für nachhaltigere Produkte fördern.  

Um die hohen Standards unserer Produkte auch beim Thema Nachhaltigkeit gewährleisten zu können, betreibt die EDEKA-Zentrale eine intensive Kooperation zusammen mit dem WWF. Gemeinsames Ziel ist es, den ökologischen Fußabdruck von EDEKA deutlich zu reduzieren. Die Partnerschaft arbeitet zu vier gesellschaftlichen Herausforderungen: Erhalt von Biodiversität, Klimaschutz, Ressourcenschonung sowie Schutz von Süßwasser-Ökosystemen – dazu trägt ebenso die verantwortungsvolle Produktion der Eigenmarkenartikel bei. Siehe weiterführend: https://verbund.edeka/verantwortung/projekte-partnerschaften/ökologisches-engagement/partnerschaft-mit-dem-wwf/ oder https://www.edeka.de/nachhaltigkeit.jsp  

Auch die nachhaltige Weiterentwicklung der regionalen Eigenmarken spielt bei uns eine große Rolle. Das Thema Tierwohl ist dabei von besonderer Relevanz. EDEKA Nord baut den Anteil der tierischen Produkte kontinuierlich aus, bei denen Zucht, Haltung, Transport und Schlachtung den wachsenden Anforderungen unserer Endverbraucher:innen gerecht werden. Wir verstehen das Thema Tierwohl und Tiergesundheit dabei als einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess und arbeiten mit allen Parteien der Prozesskette direkt oder indirekt zusammen. So fördern wir beispielsweise die Initiative Tierwohl und haben bereits zahlreiche Maßnahmen und Projekte im Rahmen des Gutfleisch-Markenprogramms realisiert und dokumentiert: https://www.edeka-gutfleisch.de/ Unsere Eigenmarke Gutfleisch stellt dabei das erste Sortiment im Schweinefleischbereich dar, das komplett aus Betrieben stammt, die von der Initiative Tierwohl zertifiziert wurden. Eine weitere Besonderheit unseres Unternehmens ist die Produktvielfalt, die einen großen logistischen Aufwand erfordert und damit verbunden zu einem hohen CO2-Ausstoß beiträgt. Um Lieferwege kurz zu halten und die regionale Wirtschaft zu fördern, setzen wir – wo möglich – bewusst auf lokale Partner:innen. Durch unsere Eigenmarken Unsere Heimat, NATUR PUR und Gutfleisch stärken wir die regionale Wirtschaft in unserem Absatzgebiet. Sowohl EDEKA Nord als auch unsere selbstständigen Kaufleute kooperieren seit jeher mit regionalen oder lokal produzierenden, mittelständischen Lieferanten. Wir streben langfristige Partnerschaften mit Erzeuger:innen und Landwirt:innen an.

Hohe Papierverbräuche infolge der wöchentlichen Ausgabe von Handzetteln und Rundschreiben stellen einen wesentlichen Aspekt beim Ressourcenverbrauch dar. Durch die Umstellung des Rundschreibens auf eine digitale Lösung können ab April 2021 neben Kosteneinsparungen rund 10 Millionen. DIN-A4-Seiten Papier eingespart werden. Das entspricht 149.488,4 kg Fichtenholz und kommt dem nutzbaren Holz von 80 Fichten mit einer Höhe von 35 Metern gleich. Zusätzlich konnten 2.604.571,2 Liter Wasser, 535.039,8 kWh Energie und 52.889,9 kg CO2 durch die Umstellung eingespart werden. Auch die Ausgabe der Handzettel wurde kritisch hinterfragt. Allerdings kam die Analyse zu dem Ergebnis, dass der Handzettel nach wie vor ein zentrales Medium der Angebotskommunikation an Endverbraucher:innen darstellt und daher vorerst in der derzeitigen Form weitergeführt werden soll.  

Ein interner Austausch im EDEKA-Verbund zu Nachhaltigkeit findet mit anderen Regionalgesellschaften und der EDEKA-Zentrale zweimal im Jahr in Form eines Arbeitskreises statt. In diesem Kreis werden auch bestimmte andere Schwerpunktthemen intensiv diskutiert und bearbeitet.

Auch die EDEKA Nord-Mitarbeiter:innen werden regelmäßig dazu aufgerufen, sich über den "Veränderungsspeicher" aktiv in die Nachhaltigkeitsarbeit einzubringen. Unter dem Motto "#Nachhaltigkeit - MACH MIT!" gibts es hierzu regelmäßig Informationen und Aufrufe, sich mit neuen Ideen zu beteiligen.