10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Nachhaltigkeit im Kerngeschäft durch eine innovative Grundsteinlegung

Die Nachhaltigkeit im Kerngeschäft des AEZ Asdonkshof wird in Kriterium 1 dargelegt. Die ökologischen und sozialen (Aus-)wirkungen werden in den Kriterien 4, 11 bis 13 und 14 bis 16 beschrieben.

Förderung der Nachhaltigkeitsleistung durch Innovationsprozesse

Proaktives Agieren der Geschäftsführung und gesetzliche Vorgaben sind Katalysatoren für nachhaltigkeitsbezogene Innovationen beim AEZ Asdonkshof.

Die Teilnahme am DNK-Modellprojekt der ITAD und die Erstellung einer der ersten Nachhaltigkeitsvisitenkarten in Deutschland als Online-Nachhaltigkeitsbericht sind Beleg für die innovative Nachhaltigkeitsorientierung des AEZ Asdonkshof.

Das betriebliche Vorschlagswesen trägt mit nachhaltigkeitsbezogenen Verbesserungsvorschlägen des Weiteren zu Innovationen im Sinne der Nachhaltigkeit bei (vgl. Kriterium 8).

Wirkungen entlang der Wertschöpfungskette

Die Rauchgasreinigung der thermischen Abfallbehandlungsanlage gilt als eine der wirksamsten Europas. Innovationen führen in diesem Bereich zu einer weiteren Reduzierung der Emissionen, die in einem Emissionsbericht veröffentlicht werden (vgl. Kriterium 6).
 
Die Anlagen wurden - wie in den Kriterien 1 und 4 beschrieben - unmittelbar im Sinne der Nachhaltigkeit konzipiert. Daher spielen Fragen der Umwelt- und Sozialverträglichkeit auf allen Ebenen eine zentrale Rolle (Ent- und Versorgungssicherheit, Emissionsminderung, Ressourcenschonung, Schadstoffreduzierung, sichere Lagerung etc.). Diese umfassende Nachhaltigkeitsorientierung wird auch an der neu konzipierten Vergärungs- und Kompostierungsanlage deutlich.

Vergärungs- und Kompostierungsanlage

Im Zuge einer interkommunalen Zusammenarbeit zwischen den Kreisen Viersen und Wesel plant die neugegründete Niederrheinische Bioanlagen Gesellschaft mbH (NBG) die Erweiterung der bestehenden Kompostierungsanlage durch den Neubau einer kombinierten Vergärungs- und Kompostierungsanlage für 67.500 Mg/a Bioabfälle aus den beiden Kreisen Viersen und Wesel.
Durch den Neubau soll eine kaskadierte Ressourcennutzung und eine Kreislaufführung der verfügbaren Rohstoffe fokussiert werden. Ein Teil der angelieferten Bioabfälle (ca. 23.000 Mg/a) soll im ersten Schritt vergoren und anschließend zusammen mit den restlichen Bioabfällen kompostiert werden. Durch die Vergärung der Bioabfälle wird im ersten Schritt eine energetische Nutzung des Bioabfalls ermöglicht.
Daraus resultiert eine Einsparung von rund 6.300 t CO2-Äq. pro Jahr. Als Datenbasis wurden Werte der BMU-Studie "Ökologisch sinnvolle Verwertung von Bioabfällen" mit den für den Kreis Wesel prognostizierten Bioabfällen zugrunde gelegt.