10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Non-Food
Millionen von Kunden in Europa sollen mit gutem Gewissen bei uns einkaufen können. Damit dies möglich ist, übernehmen wir überall dort, wo wir unseren Einfluss geltend machen können, Verantwortung für sichere und faire Arbeitsbedingungen und die Einhaltung von Umweltstandards. Unser Non-Food-Sortiment umfasst unter anderem Textilien, Kosmetik- und Hygieneartikel sowie wöchentliche Aktionsartikel – von Elektronikgeräten über Haushaltswaren bis hin zu Möbeln. Die Lieferketten dieser Produkte sind vielfältig und weit verzweigt: Non-Food-Artikel durchlaufen in der Herstellung häufig mehrere Produktionsstätten in verschiedenen Ländern. Auch die Herausforderungen sind komplex: Themen wie Gebäudesicherheit, existenzsichernde Löhne oder die Reduktion von Chemikalien in der Textilproduktion erfordern eine branchenübergreifende Zusammenarbeit von Unternehmen, Regierungen und Nichtregierungsorganisationen (Non-Governmental Organisations – NGOs). Deshalb arbeiten wir gemeinsam mit weiteren Akteuren in globalen Initiativen wie der amfori BSCI (Business Social Compliance Initiative) an diesen Herausforderungen.    

Food
Unser Food-Sortiment besteht vor allem aus Eigenmarkenartikeln, die wir für unsere Kunden auswählen und gestalten. Wir legen rohstoffspezifische Einkaufspolitiken fest und definieren interne Einkaufsrichtlinien. Dabei verfolgen wir einen risikobasierten Ansatz: Das heißt, dass wir dort ansetzen, wo ökologische oder soziale Herausforderungen bestehen und wo wir daher mit unseren Verbesserungen die größte Wirkung erzielen können. Wir arbeiten eng mit unseren Lieferanten zusammen und tauschen uns kontinuierlich zu unseren Nachhaltigkeitsanforderungen aus, damit diese unsere Anforderungen umsetzen können. Für viele Themen beteiligen wir uns darüber hinaus an branchen- oder Stakeholder-übergreifenden Initiativen, beispielweise zum Thema Südfrüchte. Damit wir die Umstellung der Rohstoffe bis zum Erzeuger steuern können, wird die Rückverfolgbarkeit der Produkte immer wichtiger. Unsere Kunden können mit dem ALDI Transparenz Code (ATC) die Herkunft von verschiedenen Produkten schnell ermitteln. Darüber hinaus arbeiten wir mit anerkannten Nachhaltigkeitslabels, -siegeln und -zertifikaten.  

Produktbewertung
Die Corporate Responsibility (CR)-Abteilung der ALDI Einkauf bewertet das Produktangebot aus Nachhaltigkeits- und Risikogesichtspunkten: Welche Rohstoffe unterliegen Risiken aufgrund ihrer Herstellungs- und Anbaumethoden und stehen in der gesellschaftlichen Diskussion? Was wird in unserem Sortiment häufig verwendet oder stark nachgefragt? Im Ergebnis erreichen wir für eine größtmögliche Zahl an Eigenmarkenartikeln und die darin enthaltenen Rohstoffe eine ökologische, soziale und wirtschaftliche Verbesserung der Produktion.

Die Corporate Responsibility (CR)-Abteilung der ALDI Einkauf erstellt die rohstoffspezifischen Einkaufspolitiken in Rücksprache mit der Einkaufsabteilung und den ALDI Nord Ländern. Dort und im Nachhaltigkeitsbericht (Food und Non-Food sowie in den Highlights) können die Auswirkungen der Rohstoffe oder Produkte nachgelesen werden.

Verpackung
Wir prüfen Möglichkeiten, mit Verpackungen, aber auch mit unseren Produkten und Tragetaschen zu einer ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft beizutragen. Ende 2017 haben wir in Belgien, Deutschland und den Niederlanden damit begonnen, die klassische Einweg-Plastiktragetasche abzuschaffen. Für Tragetaschen gilt in diesen Ländern bei ALDI Nord nach Abschluss der Umstellung ausschließlich das Mehrwegprinzip. Weitere Informationen erhalten Sie in der Story:  Einweg ist kein Weg

Aufklärung

Wir nutzen verschiedene Instrumente, um unsere Kunden über soziale und ökologische Aspekte unserer Produkte zu informieren: Im Kundenmagazin ALDI aktuell und bei unseren Werbemaßnahmen stehen unsere nachhaltig zertifizierten Produkte häufig im Mittelpunkt. In unseren Filialen lenken wir die Aufmerksamkeit unserer Kunden durch entsprechende Kennzeichnung am Produktregal und mit Postern darauf. Nicht zuletzt schaffen wir Transparenz durch eine klare Kennzeichnung am Produkt: Dazu nutzen wir sowohl anerkannte Nachhaltigkeitssiegel als auch Eigenmarken. Mit speziellen Kampagnen und Projekten schärfen wir das Bewusstsein für besondere Nachhaltigkeitsherausforderungen: In den Niederlanden setzen wir uns beispielsweise dafür ein, Schulkinder für das Thema Plastikmüll zu sensibilisieren. Auch die Mitarbeiter bei ALDI Nord werden umfassend über die Nachhaltigkeitsaspekte unserer Produkte, unsere Initiativen und Projekte informiert. 

Als zweiten Baustein bieten wir unseren Kunden ein entsprechendes Produktsortiment für einen gesunden und nachhaltigen Lebensstil: ein breites Frischeangebot mit Obst und Gemüse, gesündere Produktalternativen – etwa mit weniger Zucker, Produkte für besondere Ernährungsbedürfnisse sowie Produkte aus zertifizierten Rohstoffen und kontrollierter Produktion.  

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte folgenden Links: