10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

EWR ist sich bewusst, wie wichtig und wertvoll das Feedback und die Ideen der Mitarbeiter(innen) ist. Für 2021 ist eine Überarbeitung des bestehenden Ideenmanagements geplant. Ziel ist es, das Verantwortungsbewusstsein der Mitarbeiter zu stärken und die Zusammenarbeit unter den Mitarbeitern stärker als bisher in den Fokus zu rücken.

Das Ideenmanagement ist Teil eines zentralen und systematischen Innovationsmanagements, das zukünftig den Fokus auf nachfolgende Themen legt:
Ein Beispiel für eine Ressourcenschonung und Verbesserung der Nachhaltigkeit bei Nutzern von Kühl- und Heizkreisläufen ist das Projekt "Korrosionsschutz". In vielen Nah- und Fernwärmenetzen von Energieversorgern finden sich Schäden durch Korrosion wieder. Diese sorgen für kurze Wartungsintervalle, hohe Instandhaltungsaufwendungen und Wasserverluste. Durch das aktive Kooperationsmanagement der EWR AG wurde mit einem Partnerunternehmen vor Ort ein Additiv weiterentwickelt, das Korrosionsschäden in Heiz- und Kühlkreisläufen verhindert und so ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit in wassergeführten Netzen sicherstellt. In den Vertrieb werden sukzessive auch örtliche Handwerksbetriebe eingebunden.

Detaillierte Daten bezüglich des Wirkungsgrades entlang der Wertschöpfungskette und innerhalb des Produktlebenszyklus liegen aktuell nicht vor, da sie bisher nicht von Relevanz waren. Kundenwünsche als Ideengeber: Einem Unternehmen wird es zukünftig nur dann gelingen, nachhaltig wettbewerbsfähig zu sein, wenn tatsächliche Kundenbedürfnisse in den Mittelpunkt des eigenen Handelns gestellt werden. Um dieses Mindset zu forcieren, wurde im Berichtsjahr zum ersten Mal ein mehrtägiger Kundenworkshop ("Design-Thinking") mit ausgewählten Kunden durchgeführt. Als regional verankertes Unternehmen war auch hier das Ziel, Ideen und Geschäftsmodelle zur Fragestellung "Mit welchen regionalen Produkten bzw. Dienstleistungen schaffen wir echte Mehrwerte für die Bürger unserer Region?" zu entwickeln.