10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Bei der Neuentwicklung und Neueinführung von Produkten behalten wir stets die Erfüllung unseres öffentlichen Auftrags im Blick. Wir möchten auch in Zukunft weiterhin den Anspruch erfüllen, den BürgerInnen der Region die für sie bestmöglichen Produkte anbieten zu können. Daher werden neue Produkte grundsätzlich nur dann von uns angeboten, wenn wir sie als sinnvolle Verbesserung für Menschen und Umwelt in der Region erachten. Hierbei orientieren wir uns gemäß der gegebenen Möglichkeiten stets an den neuesten ökonomischen und ökologischen Standards.

Als Dienstleister im Finanzsektor verursachen unsere Produkte keine unmittelbaren negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Dennoch entziehen wir uns nicht der Verantwortung, die sich uns bietenden Chancen zur Förderung sozialer und ökologischer Faktoren in der Region aktiv wahrzunehmen.
So werden unter anderem die Nutzung erneuerbarer Energien und Modernisierungsmaßnahmen von Wohneigentum durch ein spezielles Produktangebot unterstützt und vorangetrieben. Außerdem wurden in diesem Jahr 40 Existenzgründungen mittels unseres hauseigenen Existenzgründungsprogramms unterstützt.   

Um die Digitalisierung weiter voranzutreiben und dadurch auch weiterhin eine flächendeckende Versorgung mit Finanzdienstleistungen zu ermöglichen, wurde im Oktober 2018 das Projekt „Zukunftswerkstatt“ ins Leben gerufen. Mit dem Ziel „fit für die Zukunft“ arbeiten wir gemeinsam an einer digitalisierten und nachhaltigeren Zukunft unserer Sparkasse. Ebenso wurde in 2019 die Digitalisierung unserer Prospekte und Flyer weiter vorangetrieben. Unsere Datenbank umfasst mittlerweile die wichtigsten Themen für Privat- und Geschäftskunden und wird kontinuierlich um aktuelle Info-Flyer erweitert. Ziel ist es, möglichst keine papierhaften Flyer mehr zu nutzen und so unseren Papierverbrauch zu reduzieren. Des Weiteren begann 2018 in einigen unserer Beratungs-Center und Filialen eine Pilotierung von PenPads. Diese sollen den Papierverbrauch  zusätzlich vermindern und in Zukunft flächendeckend an allen unseren Standorten installiert werden.  

Ende 2018 wurde eine Zentralisierung der Materialbestellung  beschlossen, die Anfang nächsten Jahres umgesetzt wird. Hierbei geht es um ein zentrales Bestellsystem, das es uns in Zukunft ermöglicht, mehrfache kleine Lieferungen in seltenere größere Lieferungen zusammenzufassen.  

Inwiefern unsere Geschäftspartner und andere Akteure entlang der Wertschöpfungskette in Innovationsprozesse eingebunden sind, können wir nicht darlegen, da wir die Wertschöpfungskette nicht derart tief betrachten (siehe Kriterium 4).

Konkrete Messungen und Aufzeichnungen der durch die Produktpalette verursachten sozialen und ökologischen Wirkungen finden zurzeit nicht statt, sollen jedoch in der bis Ende 2020 formulierten Nachhaltigkeitsstrategie thematisiert werden. Einige positive Auswirkungen unseres nachhaltigen Produktangebots können wir dennoch bereits heute feststellen: der 2013 in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Marburg-Biedenkopf aufgesetzte CO2-Sparbrief wurde 2016 und 2018 aufgrund der dadurch erzielten Erfolge neu aufgelegt, abermals mit einer Laufzeit von 5 Jahren. Weitere aus den CO2-Sparbriefen resultierende ökologische Auswirkungen können im Jahr 2021, mit Ende der Laufzeit des CO2-Sparbriefs 2016 berichtet werden.