10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Der natürliche Bau- und Werkstoff "Stein" geht durch Abbau, Verwendung und Verwertung per se mit sozialen und ökologischen Wirkungen einher. Dessen sind wir uns bewusst und wir agieren entsprechend mit Nachhaltigkeitszielen und -maßnahmen. Soziale Wirkungen finden sich insbesondere im Hinblick auf die Arbeitsbedingungen beim Abbau (vgl. Kriterium 17 / Menschenrechte). Den ökologischen Wirkungen begegnen wir durch Maßnahmen wie Recycling, Ressourcenschonung und individuellen Lösungen.

Grabmale: Neue Märkte und Produkte

Angesichts der Problematik, dass begehrte indische Materialien nicht nur eine negative Ökobilanz aufweisen, sondern dass auch die Einhaltung von Arbeitsschutzbestimmungen bei der Produktion nicht nachweislich garantiert werden kann, stellt sich die Frage, ob mit dem vorhandenen Material nicht achtsamer umgegangen werden muss. Viele Grabsteine von Grabstätten deren Ruhefrist abgelaufen ist, könnten umgearbeitet und wiederverwendet werden. Bisher scheitert das kostendeckende und effiziente Recycling von Grabsteinen allerdings an einer Vielzahl von z.T. bürokratischen Hürden, z.B. Datenschutzbestimmungen. Ein Konzept zu entwickeln, mit dem die Recyclingquote erhöht werden kann, gehört zu unseren mittelfristigen Zielen.

Restaurierung: Lebenszyklus, Stoffeinsatz und individuelle Verfahren

Unsere Kerndienstleistung „Restaurierung“ führt zum Erhalt bestehender Bausubstanz und reduziert den Einsatz neuer Rohstoffe sowie die damit einhergehenden Energieverbräuche. Die Produkte aus Naturstein sind generell langlebig und recycelbar. In der Restaurierung gilt die Lösung: So viel erhalten wie möglich, so wenig erneuern wie möglich. Dabei kann Material effizient eingesetzt werden, denn Schadstellen können z.B. mit „Vierungen“, passgenauen Steinersatzstücken repariert werden. Dafür kann Material verwendet werden, das für andere Zwecke aufgrund seiner geringen Größe nicht mehr verwendet werden kann und entsorgt werden müsste. In der Restaurierung gibt es wenige standardisierte Verfahren. Vielmehr erfordert jedes Objekt eine individuelle Herangehensweise, je nachdem, welche Schäden auftreten und durch welche Ursachen diese hervorgerufen worden sind. Wie genau das Verfahren aussieht, das entscheiden wir häufig nicht alleine, sondern in enger Abstimmung mit den Denkmalpflegern, dem Institut für Steinkonservierung in Mainz, gegebenenfalls weiteren Sachverständigen und natürlich den Bauherren und Architekten. So entstehen individuelle und nachhaltige Lösungen.