10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Niedrige Baukosten sind wichtig - dies darf jedoch nicht zu Lasten der Immobilien gehen. degewo ist Bestandshalter und achtet daher auf Qualität und langlebige Materialien. Dies gilt gleichermaßen für Investitionen in Neubau und in den Bestand. Unsere Neubauten sollen aber nicht nur bezahlbar sein, sie sollen auch zeitgemäß, abwechslungsreich und nachhaltig sein. degewo will identitätsstiftende Neubauten entwickeln, in denen sich ihre Mieterinnen und Mieter langfristig wohlfühlen.

degewo-Neubauten müssen sich in vorhandene Strukturen einfügen und dennoch sollen sie neue Impulse setzen. degewo baut Häuser, die in der Infrastruktur und Energiebilanz nachhaltig sind, aber auch architektonisch attraktiv, abwechslungsreich und städtebaulich integrativ. Eine eingeschränkt typisierte Gebäudeform, also eine Art Einheitshaus, das überall gebaut werden könnte, wird unserem Anspruch an die Lebensqualität in der Stadt von heute und morgen nicht gerecht. Die degewo-Neubaustrategie hat degewo nicht allein entwickelt, sondern mit vielen Experten und Partnern in einem interdisziplinären Werkstattverfahren. Beim Bau neuer Wohnungen folgt degewo festen Nachhaltigkeitsgrundsätzen – dem degewo-4-Säulen-Modell. Dieses berücksichtigt eine ausgewogene Balance zwischen ökonomischen, ökologischen, sozialen und architektonischen Ansprüchen und Zielen bei Neubauten. Die vier Säulen gewährleisten, dass Nutzflächen, Rauminhalte, Fassaden- und Fensterflächen möglichst effizient geplant und genutzt werden. Bedarfsanalysen vor Ort stellen sicher, dass die entsprechenden Wohnungen zum Quartier passen, dort auf Nachfrage treffen, den vorhandenen Bestand sinnvoll ergänzen und einen Mehrwert schaffen. Eine Erläuterung, wie degewo baut, finden Sie unter
https://www.degewo.de/bauen-in-berlin/neubau/so-bauen-wir/ 

Einen weiteren innovativen Ansatz verfolgt degewo mit ihrem Tochterunternehmen degewo netzWerk GmbH, die verschiedene Dienstleistungen rund um Energie und digitale Infrastruktur unter einem Dach bündelt. Unsere Mieterinnen und Mieter profitieren durch stabile Warmmieten, digitale Dienste und Innovationen bei der Gebäudeautomation.
Wie die degewo netzWerk GmbH das Wohnen in die Zukunft führt, erfahren Sie hier: https://www.degewo.de/unternehmen/wir-sind-degewo/tochterunternehmen/degewo-netzwerk-gmbh/ 

Eine der größten Herausforderungen für Immobilienunternehmen ist die energetische Sanierung des Gebäudebestandes. degewo hat sich daher mit dem "Zukunftshaus" für die Umsetzung eines Leuchtturmprojekts unter Bezug auf das Energie-Szenario 2050 der Bundesregierung entschieden. Ein bestehendes Mehrfamilienhaus wurde so umgebaut, dass es sich zu fast 100% selbst mit Energie versorgen kann. Das Projekt wurde in wissenschaftlicher Begleitung mit der Hochschule für Wirtschaft und Technik (HTW) durchgeführt. Die HTW führt im Rahmen eines BMWi-Forschungsprojektes das Monitoring aus, um die eigenen gesteckten Ziele zu überwachen und mögliche Optimierungspotenziale für zukünftige Bauvorhaben heben zu können.
Nähere Informationen zum degewo-Zukunftshaus erhalten Sie unter: www.degewo.de/verantwortung-innovation/fuer-die-umwelt/zukunftshaus/ 

In den Jahren bis 2016 hat degewo einen Gründerpreis ausgelobt und so jungen Unternehmensgründern in der Startphase ihrer Unternehmensgründung kostengünstig Büroräume zur Verfügung gestellt. Um dem Thema Smart City und Digitalisierung stärker gerecht zu werden, wurden im Jahr 2016 Vorbereitungen für eine Neuausrichtung des Preises getroffen. Im Jahr 2017 fand erstmalig der "degewo Innovationspreis: Smart up the City" für neue digitale Technologien, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle rund um die Immobilie und Immobilienbewirtschaftung statt. Der Preis wurde auch im Jahr 2018 ausgelobt. degewo spricht mit dem Preis Start Ups und Gründer an, die innovative Ideen in diesem Segment entwickeln. Den Siegern aus den beiden Wettbewerbsjahren hat degewo jeweils ein Pilotprojekt avisiert, ein Projekt befindet sich in der Umetzungsphase. Der Preis soll fortgesetzt werden, wird aber eine Überarbeitung erfahren und dabei eng mit der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie von degewo verknüpft.

Durch das CO2-Monitoring in Zusammenarbeit mit dem Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. (BBU) erhält degewo Aussagen über mögliche Veränderungen der CO2-Werte in der Zukunft, sodass künftige Ziele steuerbar sind. Im BBU-CO2-Monitoring werden die CO2-Emissionen je Jahr aus Raumheizung, Warmwasser und Hausstrom der bewirtschafteten Wohnungen aus Basis der einzelnen Energieträger und der jeweiligen versorgten Wohnflächen unter Berücksichtigung der CO2-Kennwerte der einzelnen Energieträgern ausgewertet.

Ergänzend stehen für die Mieterinnen und Mieter von degewo zahlreiche Ratgeber, Flyer und Broschüren, zum Beispiel zu den Themen "Abfall richtig trennen", "Betriebskosten sparen - richtig heizen und lüften", zur Verfügung.

Für das betriebliche Vorschlagswesen (Ideenmanagement) wird im Jahr 2019 ein neues Format entwickelt.