10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Die Sparkasse Leverkusen fördert mit bedarfsgerechten Produkten und Beratungsangeboten die Stabilität der regionalen Wirtschaft, die Standortentwicklung und die Infrastruktur.

Als regionales Kreditinstitut bietet die Sparkasse Leverkusen den Bürgerinnen und Bürgern Zugang zu modernen Finanzdienstleistungen. Dazu gehören auch Anlageprodukte mit einem besonderen ökologischen und sozialen Nutzen. Mit den nachhaltigen Fonds der Kooperationspartner innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe (u. a. DekaBank und Provinzial) wird ein breites Produktspektrum für Kundinnen und Kunden, die ihr Geld in sozial und ökologisch besonders verantwortlich handelnde Unternehmen und Institutionen investieren möchten, angeboten. Hierzu erfolgt ein stetiger Austausch mit den Ansprechpartnern der Verbundpartner, wie z. B. der DekaBank. Darüber hinaus stellt die DekaBank monatlich einen Nachhaltigkeitsbericht zur Verfügung, auf dessen Basis das Produktportfolio der Anlageprodukte kontinuierlich überprüft werden kann. Dabei orientiert sich die Sparkasse Leverkusen u. a. an den Kriterien des „Forum Nachhaltige Geldanlagen“.

Seit März 2021 wird zusätzlich der Offenlegungs-Verordnung der Europäischen Union für mehr Transparenz bei nachhaltigen Geldanlagen Rechnung getragen, indem Kundinnen und Kunden schrittweise nachhaltigkeitsbezogene Informationen auf der Internetseite und vorvertraglichen Informationen zur Verfügung gestellt werden.

Darüber hinaus werden, ab 30.04.2021 die Wertpapier- und Beratungsanwendungen um die Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenzen zu erweitern. Diese Beratungsanwendung wird dann den Beraterinnen und Beratern im Vertriebsprozess unterstützend zur Verfügung gestellt, um den Präferenzen der Kundschaft bzgl. Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Gleichzeitig wurden im Sommer 2020 nachhaltige Fonds- und Zertifikatelösungen in die Produktkörbe aufgenommen. In 2021 wird diese Strategie fortgesetzt und auch erstmalig eine nachhaltige Vermögensverwaltung im eigenen Namen und in Kooperation mit der Frankfurter Bankgesellschaft eingeführt. Die aufgezeigten Nachhaltigkeitsstandards gelten hier analog.

Ebenso bietet die Sparkasse Leverkusen den Kundinnen und Kunden in Kooperation mit ihrem Partner der Landesbausparkasse (LBS) die Möglichkeit, für ihre Zukunft zu sparen und sich so bereits heute einen günstigen Zins für die Finanzierung des eigenen Hauses, der eigenen Wohnung oder für klimafreundliche Modernisierungsmaßnahmen zu sichern. So werden die Kundinnen und Kunden dabei unterstützt, ein sicheres Zuhause zu erwerben und einen Beitrag zu ihrer Altersvorsorge zu leisten.

Durch die aktive Einbindung und Vermittlung von Förderprogrammen [z. B. durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)] im Rahmen von Finanzierungsangeboten, bietet die Sparkasse nachhaltige Kreditprodukte zur Steigerung der Umwelt-, Energie- und Ressourceneffizienz und für den Ausbau erneuerbarer Energien an. Das Ideenmanagement der Sparkasse Leverkusen zur Hebung von Synergien, Einführung neuer nachhaltiger und ressourcenschonender Technologien, beruht auf einem sehr starken Netzwerk innerhalb der Sparkassen Finanzgruppe. Dazu sind die Referentinnen und Referenten des Vertriebsmanagements regelmäßig in Austauschrunden vom Verband, Best-Practice-Sparkassen oder Ideenzirkel anderer Vertriebspartner, um Ideen zu sammeln und diese auch in der Sparkasse Leverkusen zu entwickeln. Dabei ist vor allem der enge Austausch mit anderen Sparkassen wichtig, da hierdurch eine ressourcenschonende Einführung neuer Ideen realisiert werden kann.

Die Auswirkungen unseres nachhaltigen Produktangebots auf Nachhaltigkeitsaspekte lässt sich aufgrund der Vielschichtigkeit (zum Beispiel investieren die Fondslösungen in eine Vielzahl von Unternehmen, die nach den ESG-Kriterien handeln) der Produkte nicht exakt beziffern. Weitere positive oder negative Auswirkungen unserer Produkte können wir derzeit noch nicht bestimmen. 

Im Rahmen der Produktverbesserungen finden regelmäßig Anpassungen innerhalb der Wertschöpfungskette statt, die vor allem das Ziel verfolgen, den Ressourceneinsatz (z. B. Papierverbrauch) durch Digitalisierung zu reduzieren. Dabei werden vor allem die Vertriebs- und Produktprozesse stetig überprüft und optimiert, unterstützt durch die Weiterentwicklungen unserer FinanzInformatik.