Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

Der institutionalisierte Dialog mit den Anspruchsgruppen und die Kommunikation mit den Leit- und Fachmedien werden von der Abteilung Corporate Responsibility und den Nachhaltigkeits- und Kommunikationsabteilungen der Vertriebslinien verantwortet. Seit 2010 organisiert die REWE Group mit ihren Dialogforen einen persönlichen, offenen und kritischen Austausch mit ihren Anspruchsgruppen. So führt die REWE Group in unterschiedlichen Formaten sowohl größere Dialogveranstaltungen mit bis zu 250 Teilnehmern als auch kleinere themenspezifische Fachdialoge durch.

Im Jahr 2020 konnten geplante Dialogformate bedingt durch die Corona-Pandemie und damit verbundenen Kontakt- und Reisebeschränkungen nicht oder nicht in der vorgesehenen Form stattfinden. Die REWE Group hat aus diesem Grund im Berichtsjahr begonnen, digitale Stakeholderdialoge und -Workshops durchzuführen. So nahmen im September 2020 Expert:innen verschiedener NGOs am Stakeholderdialog Fairness teil und diskutierten mit den zuständigen Fachexpert:innen der REWE Group die Weiterentwicklung der Leitlinie für Fairness. Im April 2021 fand darüber hinaus das erste digitale Dialogforum der REWE Group statt. Knapp 450 Teilnehmer:innen aus Politik, Wissenschaft, NGOs und der REWE Group nahmen an der Veranstaltung teil. In Video-Beiträgen wurden aktuelle Projekte der REWE Group vorgestellt. Teil des Dialogforums war auch eine Diskussionsrunde, bei der die Teilnehmer:innen im Live-Chat Fragen stellen konnten. Diskutiert wurden aktuelle Entwicklungen der Nachhaltigkeit in Pandemiezeiten und potenzielle Schritte der REWE Group, um aus der Krise heraus Nachhaltigkeit zu gestalten.

Fachexpert:innen der REWE Group stehen darüber hinaus mit den jeweiligen themenspezifischen Fachstakeholdern in Hintergrundgesprächen und institutionalisierten Dialogen im Austausch – zum Beispiel im Rahmen von Runden Tischen, Arbeitsgruppen oder Foren. Ebenso nehmen die Fachexpert:innen der REWE Group als Redner:innen und Podiumsdiskutant:innen an (digitalen) Dialogveranstaltungen teil, um ihre Erfahrungen mit der Umsetzung von Nachhaltigkeit weiterzugeben und um im konstruktiven Dialog fachliche Informationen auszutauschen.

Im Jahr 2020 führte die REWE Group eine Aktualisierung ihrer Wesentlichkeitsanalyse durch. Hier erhielten 6.150 Konsument:innen, Mitarbeiter:innen sowie weitere Fachstakeholder die Möglichkeit, ihre Erwartungen an das Unternehmen zu äußern. Auf diese Weise kann die REWE Group ihr Handeln stärker an den Anforderungen ihrer Stakeholder ausrichten (für mehr Informationen siehe Abschnitt Wesentlichkeitsanalyse).

Ein wichtiges Organ des Stakeholderdialogs ist auch der Fachbeirat Nachhaltigkeit, der die REWE Group bei der Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie und ihren Aktivitäten zur nachhaltigeren Sortimentsgestaltung als fachlicher und technischer Berater unterstützt und in Kommunikationsfragen hinzugezogen wird. Im Jahr 2019 wurde die Rolle des ehemaligen PRO PLANET-Beirats weiterentwickelt. So arbeitet der Fachbeirat nun gemeinsam mit der REWE Group an der Entwicklung, Bewertung und Umsetzung aller nachhaltigkeitsrelevanten Maßnahmen der Säule Grüne Produkte für die Vertriebslinien REWE und PENNY in Deutschland. Er konfrontiert das Unternehmen mit den Forderungen der Wissenschaft und der NGOs im Bereich Nachhaltigkeit und ist gleichzeitig Ideengeber, Co-Entwickler und Kommunikationspartner der REWE Group. Seine Rolle zielt darauf ab, die Entwicklung von Strategien, Zielen und Maßnahmen des REWE Group Nachhaltigkeitsengagements zu begleiten und zu unterstützen. Zudem bringt er seine inhaltliche Expertise und Netzwerke ein und stößt interne und bei Bedarf externe Diskussionen an. Außerdem wurde jedem Beiratsmitglied die Verantwortlichkeit für ein spezifisches Thema zugewiesen (für mehr Informationen siehe Abschnitt PRO PLANET).