Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator G4-27
Nennen Sie die wichtigsten Themen und Anliegen, die durch die Einbindung der Stakeholder aufgekommen sind, und wie die Organisation auf jene wichtigen Themen und Anliegen reagiert hat, einschlie├člich durch ihre Berichterstattung. Nennen Sie die Stakeholdergruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen jeweils angesprochen haben. Link

Aus den täglichen Beratungsgesprächen mit privaten, gewerblichen und institutionellen Kunden ergeben sich die verschiedensten Anforderungen und Themen. Im Berichtsjahr waren neben alltäglichen Finanzanforderungen besonders die dauerhafte Niedrigzinsphase und die damit einhergehenden Unsicherheiten der Kunden ein präsentes Thema. Ebenso war die generationenübergreifende Finanzplanung verstärkt nachgefragt. Daher sind wir in diesem Bereich durch Informationsveranstaltungen sowie entsprechend aufgearbeitete Informationsmaterialien diesem Kundeninteresse besonders nachgekommen. Einflüsse und Fragestellungen, die aus den verschiedenen Kontakten mit Anspruchsgruppen an uns als Bank herangetragen wurden, sind in der Regel direkt durch den persönlichen Ansprechpartner beantwortet worden und nicht in einer auswertbaren Form dokumentiert. 

Ein dauerhaftes Thema sind vorwiegend vereinsgetriebene Themen, die zu gleichen Teilen sozialer, sportlicher, kultureller und gemeinnütziger Natur sind. Mit ca. 750.000 Euro wurden daher 2017 unterschiedlichste Projekte unterstützt. Zusätzlich haben wir im Rahmen der Unternehmenskommunikation zusätzliche Aufmerksamkeit für die regional aktiven Ehrenämter erzeugt. Damit leisten wir einen maßgeblichen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben innerhalb unseres Geschäftsgebietes und sorgen für die öffentliche Wahrnehmung des genossenschaftlichen Gedankens.

Mit einer eigenen Crowdfunding-Plattform motiviert die Mainzer Volksbank seit 2016 Mitglieder und Kunden zusätzlich mit einem modernen und durch soziale Medien unterstützten Ansatz zum gemeinschaftlichen gemeinnützigen Engagement. Dies ist eine Schlussfolgerung aus zahlreichen Spenden- und Unterstützungsanfragen, die über das Jahr an uns gestellt wurden. Da nicht alle Anfragen in Gänze von uns wahrgenommen werden können, war die Adaption des genossenschaftlichen Gedankens für diese Fragestellung ein sinnvoller Schritt. Bei Genossenschaften steht die Hilfe der Mitglieder untereinander im Fokus, weshalb wir mit der Crowdfunding-Plattform diesen Gedanken in die digitale Welt übertragen. Hierdurch können wir viele Menschen in der Region erreichen, über die Projekte unserer Mitglieder informieren und bieten die technische Plattform, um direkt Spenden für diese Projekte einzubringen. Bei erfolgreicher Finanzierung, also dem Einsammeln der angegebenen Summe bis zum festgelegten Zeitpunkt, erweitert die Mainzer Volksbank die geforderte Finanzierungssumme mit zusätzlichen 25 Prozent. Damit gehen wir auch in diesem Bereich mit der Zeit.

Zusätzlich unterstützen wir die Gründung von Schülergenossenschaften. In der Vergangenheit kamen in unregelmäßigen Abständen Schulen auf uns zu, die realitätsnahe Schülerunternehmungen umsetzen wollten. Es ging in der Regel darum, Schülern wirtschaftliches Verständnis und die Verantwortung einer eigenen Unternehmung zu vermitteln. Daher haben wir 2017 zusammen mit dem Gymnasium Theresianum die erste Mainzer Schülergenossenschaft Office & Snacks eSG gegründet. Die jungen Gründer wollen mit ihrer gegründeten Genossenschaft viele nützliche Vorhaben auf den Weg bringen. So ist der Verkauf von Honig geplant, der über die schuleigenen Bienenvölker mit dazugehöriger Imkerei-AG produziert wird. Ebenso stehen gesunde Pausenmahlzeiten und nachhaltige Schulmaterialien auf dem Plan. Bei ihrer Arbeit erhalten die Schüler einen Einblick in die Berufs- und Arbeitswelt. Darüber hinaus fördert die Tätigkeit unter anderem die Selbstständigkeit, Kreativität, Teamfähigkeit sowie das Durchsetzungsvermögen. Die Mainzer Volksbank steht als Genossenschaft unterstützend zu Seite. Für das Jahr 2018 ist die Gründung einer weiteren Schülergenossenschaft geplant.

Wie bereits in Kriterium 9 beschrieben, sind auch Maßnahmen zum direkten Dialog zwischen Geschäftsleitung, Führungskräften und Beschäftigten ein regelmäßiger Bestandteil eines Jahres. Hierbei sind sowohl Präsenzveranstaltungen wie Mitarbeiterfrühstücke, interne Messen oder ein digitales Lotsenprogramm mit Infoveranstaltungen zur Digitalisierung Bestandteil, als auch dauerhaft implementierte Dinge wie zum Beispiel ein transparentes Vorschlagswesen und ein Intranet basiertes Diskussionsforum. Bei diesen Veranstaltungen geht es in erster Linie um Fragestellungen des täglichen Arbeitsumfeldes. Nachhaltigkeitsthemen im engeren Sinn kamen hierbei nicht auf. Eigens für das Thema Nachhaltigkeit konzipierte Veranstaltungen haben daher bislang nicht stattgefunden, wurden aber auch nicht gefordert.