Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

Die Themen und Anliegen der einzelnen Anspruchsgruppen sind sehr unterschiedlich. Die am stärksten eingebundene Stakeholdergruppe sind die Mieterinnen und Mieter, vertreten durch die Mieterbeiräte und den Mieterrat. Seit Anfang 2017 ist ein Vertreter des Mieterrates Mitglied im Aufsichtsrat der degewo AG. Ein weiteres Mitglied des Mieterrates nimmt als Gast an den Sitzungen des Aufsichtsrates teil. Zu den wichtigsten Themen der Mieterinnen und Mieter gehören frühzeitige Einbindung in Planungsprozesse beim Neubau oder bei Sanierung. Diesem Anliegen kommt degewo entgegen, indem sie gemeinsam mit den Vermietern und Quartiersmanagern den Bedarf an neuen Wohn- und Gewerberäumen bereits in der projektvorbereitenden Leistungsphase 0 analysiert. Auf diese Weise kann degewo zu Planungsbeginn auf Bedürfnisse reagieren und einen Beitrag zur Quartiersentwicklung leisten.

Mieterinnen und Mieter als auch Anwohnerinnen und Anwohner werden frühzeitig vor Baubeginn informiert. In Informationsveranstaltungen und Mietersprechstunden können Fragen und Anregungen direkt diskutiert werden. In einigen Fällen finden auch Ideenworkshops statt. Durch Beteiligung der Anwohnerinnen und Anwohner erhöht degewo die Akzeptanz für die geplanten Neubauten oder Sanierungsvorhaben und erhält wertvolle Anregungen aus der Mieterperspektive. Bei vielen Neubauprojekten bietet degewo an, sich aktiv an der Gestaltung der neuen Gemeinschaftsflächen und Außenanlagen zu beteiligen. Seit 2016 haben alle größeren Quartiere von degewo einen eigenen Mieterbeirat. Das Gremium trifft sich alle drei Monate mit degewo-Vertretern, um Ideen und Interessen der Mieterschaft zu besprechen. In welchem Rahmen Anwohnerinnen und Anwohner, Mieterinnen und Mieter als auch Interessierte an den Neubauplanungen beteiligt werden können ist standortabhängig und wird in einem Partizipationsleitfaden definiert.

Ein zweites wichtiges Thema, das durch die Stakeholdergruppen Mieterinnen und Mieter, Berlinerinnen und Berliner, Politik und Aufsichtsrat an uns herangetragen wird, ist die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum für niedrige und mittlere Einkommensgruppen. Zur Sicherung von bezahlbarem Wohnen in Berlin trat im Jahr 2016 das "Gesetz über die Neuausrichtung der sozialen Wohnraumversorgung in Berlin " (WoVG) in Kraft. In Ergänzung hierzu hat der Berlin Senat 2017 eine Kooperationsvereinbarung mit den landeseigenen Wohnungsunternehmen geschlossen, welche die soziale Ausrichtung der landeseigenen Wohnungsunternehmen weiter schärft. Demnach sind beispielsweise mindestens 50 % der im Rahmen von Neubauprojekten entstehenden Wohnungen mietpreis- und belegungsgebunden an WBS-Berechtigte anzubieten. Bei Wiedervermietung von Bestandswohnungen sind jährlich 60 % an WBS-berechtigte Haushalte zu maximal der ortsüblichen Vergleichsmiete zu vermieten. degewo hat sowohl in 2017 als auch in 2018 die Vorgaben des WoVG als auch die Vereinbarungen in der Kooperationsvereinbarung erfüllt.

Zu den Stakeholder-Gruppen, die Themen an degewo herantragen, gehören unter anderem:
Die Gruppe der Stakeholder hat sich in den letzten Jahren nicht gändert, weshalb der Prozess zur Identifikation relevanter Anspruchsgruppen nicht erneut aufgesetzt wurde.