9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Ein wichtiger Teil unserer Arbeit ist es, unsere Stakeholder*innen, beispielsweise Kund*innen oder Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und Verwaltungsrat, Verbänden und Netzwerken, Wissenschaft und Forschung oder Nonprofit-Organisationen, in unsere Aktivitäten mit einzubeziehen, insbesondere bei der Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Im Rahmen unserer Wesentlichkeitsanalyse (s. Kriterium 2) stellten wir deshalb unsere wesentlichen Themen in einer Online-Umfrage zur Diskussion. Die Adressat*innen der Umfrage identifizierten wir in einem ausführlichen Stakeholder-Mapping, das wir auf Basis unserer eigenen Kontakte, aber auch einer Auswertung von DNK-Erklärungen der Branche und anderer kommunaler Unternehmen erstellten. Dabei achteten wir auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Stakeholdergruppen und auf eine breite Abdeckung sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Themen. In der Online-Umfrage baten wir die Stakeholder*innen um eine Priorisierung der von uns ermittelten wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen, um Ergänzungen und gute Beispiele sowie um eine Einschätzung unserer Nachhaltigkeitsleistungen, auch in Bezug auf unsere Kommunikation.

Die Wesentlichkeitsmatrix in Kriterium 2 zeigt das Ergebnis ihrer Priorisierung. Besonders gefreut hat uns, dass viele unserer Top-Themen auch die wichtigsten Themen für unsere Stakeholder*innen sind. Die meisten Ergänzungen kamen zu den Themen Ressourcenschutz, Stadtklima und Bewässerung. Auch die Sensibilisierung der Bevölkerung, Innovationen und Partnerschaften und die Resilienz unserer Anlagen wurden angesprochen. Einige Stakeholder*innen gaben uns Anregungen für die Öffentlichkeitsarbeit mit. Die Anregungen nehmen wir gern auf uns nutzen sie, um unsere Nachhaltigkeitsstrategie weiter zu verbessern. Insgesamt zeigt uns das Feedback unserer Stakeholder*innen: Wir sind auf dem richtigen Weg!

Um einen besseren Eindruck zu bekommen, wie wir in der Stadt wahrgenommen werden, befragten wir darüber hinaus 2019 die Menschen in Köln zu unserer Bekanntheit und zum Image des Unternehmens. Anschließend leiteten wir Maßnahmen ein, wie zum Beispiel eine crossmediale Image-Kampagne im Herbst 2019 zu den Leistungen der StEB Köln für die Stadt Köln, um unsere Bekanntheit weiter zu steigern. Eine erneute Befragung 2020 zeigt ein positives Ergebnis: Unsere Bekanntheit konnten wir innerhalb eines Jahres signifikant steigern (ungestützt + 30 Prozent; gestützt + 27 Prozent). Auch die Bewertung unseres Images und das Wissen der Kölner*innen über unsere Leistungen verbesserten sich.

Auch über solche Umfragen hinaus geben wir unser Wissen gern an die Bevölkerung und an interessierte Gruppen von außerhalb weiter. Seit 2017 führten wir insgesamt 66 Hochwasser-Führungen mit insgesamt 1.300 Teilnehmenden durch. Für den Bereich Hochwasser gab es zudem etwa 500 Beratungsanfragen. Mit einer Befragung der Bewohner*innen in offenen Überflutungsgebieten überprüfen wir außerdem den Wissensstand zu Vorsorgemaßnahmen, um dann gegebenenfalls nachsteuern zu können.