9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Als Bundesunternehmen interagiert die Bundesdruckerei mit einem breiten Spektrum an Stakeholdern, die sich aus der Geschäftstätigkeit der Bundesdruckerei heraus identifizieren lassen. Die relevanten Stakeholder-Gruppen werden entsprechend den Anforderungen der Managementsysteme der Bundesdruckerei identifiziert. Als Stakeholder gelten damit – entsprechend der Definition der Qualitätsmanagementnorm ISO 9001 – Interessenvertreter von Organisationen oder der Öffentlichkeit, die von der Tätigkeit der Bundesdruckerei beeinflusst werden oder die ihrerseits die Tätigkeit der Unternehmensgruppe beeinflussen können.

Wichtige Anspruchsgruppen sind:
Die Bundesdruckerei-Gruppe steht in engem Dialog mit der Politik und unterstützt mit Fachwissen, um die Basis für eine sichere Digitalisierung von Wirtschaft und Verwaltung zu schaffen. Wichtige Ansprechpartner aus Politik, Ministerien, Parlament und politischen Vertretern auf Landesebene führt die Bundesdruckerei-Gruppe samt der relevanten Themen (bspw. Datensicherheit und Datenschutz) seit 2016 in einer Stakeholder-Map zusammen.

Stakeholder werden über Medien und Kanäle wie die Unternehmenswebsite, Geschäftsberichte, die aktive Öffentlichkeitsarbeit und Messeauftritte angesprochen. Außerdem werden wichtige politische Stakeholder durch Veranstaltungen und bilaterale Gespräche adressiert.

Um nutzbringende und anwenderfreundliche Lösungen zu erarbeiten, setzt die Bundesdruckerei auf Kooperationen mit den besten Experten: den eigenen Kunden. Partner und Kunden werden daher früh im Produktentwicklungsprozess eingebunden. Für den rheinlandpfälzischen Energieversorger EWR AG hat die Bundesdruckerei 2015 auf Basis intensiver Zusammenarbeit passgenaue Lösungen zur Adaption des neuen branchenweiten IT-Sicherheitskatalogs entwickelt. Der kontinuierliche Dialog mit den Kunden ist für die Bundesdruckerei ein zentraler Erfolgsfaktor. Neben regelmäßigen Kundengesprächen und einem umfangreichen Kundensupport sowie Beschwerdemanagement, bezieht die Bundesdruckerei regelmäßig Behördenmitarbeiter in Verbesserungsmöglichkeiten bei ihren Produkten ein.

Sicherheit und Qualität der Produkte sind für die Bundesdruckerei von herausragender Bedeutung und werden durch ein umfangreiches Qualitätsmanagement gewährleistet. Reklamationen werden systematisch analysiert und dienen als Ansatzpunkt für Verbesserung. Zudem werden die zugelieferten Komponenten und Rohstoffe laufend bewertet und durch die Lieferanten entsprechend weiterentwickelt. Intern setzt die Bundesdruckerei sog. „Operational Teams“ bzw. cross-funktionale Teams ein, in denen Mitarbeiter aus unterschiedlichen Bereichen in Optimierungsprozesse einbezogen werden. Die „Operational Teams“ geben den Beschäftigten die Möglichkeit, neue Abläufe, Prozesse und Produkte vorzustellen und Ideen, Kundenwünsche sowie Verbesserungsvorschläge zu diskutieren und deren Umsetzungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Darüber hinaus können sich alle Mitarbeiter der Bundesdruckerei im Rahmen des betrieblichen Vorschlagswesens an Qualitätsverbesserungen beteiligen.

Als Mitglied in verschiedenen Gremien und Verbänden setzt sich die Bundesdruckerei ebenfalls aktiv für den branchenspezifischen und branchenübergreifenden Austausch ein (siehe Kriterium 19).