9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Beziehungskiste – unsere Stakeholder und wir

Was wären wir ohne unsere Mitarbeiter? Ohne unsere Kunden, Banken, Behörden oder Lieferanten? Jedenfalls nicht das, was wir sind. Wir sind Teil eines Universums aus Stakeholdern – mit Beziehungen, Erwartungen und gegenseitigen Abhängigkeiten.

Die sorgfältige Pflege unserer Stakeholderbeziehungen ist deshalb weit mehr als eine höfliche Geste: Feedback von und Dialog mit unseren Stakeholdern ist für uns ein Schlüsselfaktor. Mit unseren Stakeholdern tauschen wir uns geplant und ungeplant, regelmäßig und unregelmäßig, systematisch und unsystematisch aus. Viele besonders wichtige Impulse ergeben sich spontan. Wichtig ist, dass wir offen sind für Dialog – wo, wie und wann auch immer er sich ergibt.

Normen und Standards fordern häufig einen gezielten und systematischen Stakeholderprozess: Anspruchsgruppen systematisch erfassen, sie strukturiert nach ihren Erwartungen befragen, ihre Prioritäten gezielt in die Unternehmensplanungen einbinden. Das wir dies tun, ist für uns keine Frage. Auch die geplanten Dialoge in Arbeitsgruppen, Foren, Beratungsausschüssen & Co sind für uns selbstverständlich. Aber: Darüber sollen uns nicht die Anregungen und Meinungen verloren gehen, die wir außerhalb eng definierter Abläufe bekommen. Es ist gerade auch der bunte, flexible und manchmal unerwartete Austausch, der uns wichtig ist und oft besondere Einsichten und Erkenntnisse bringt.

Unsere Wesentlichkeitsanalyse wird alle drei Jahre grundlegend überarbeitet und angepasst. In die Wesentlichkeitsanalyse 2016 ist zum Beispiel eine repräsentative Umfrage unter 1.000 Bio-Kunden eingeflossen. Die Themen unter anderem: Welche Nachhaltigkeitsthemen sind Ihnen wichtig? Wie bewerten Sie unsere Marke in Bezug auf Nachhaltigkeit? Auch eine interne Mitarbeiterbefragung zum Thema „Wichtigkeit von Nachhaltigkeitsaspekten" haben wir dafür durchgeführt. Außerdem haben wir Wesentlichkeitsanalysen, Nachhaltigkeitsberichte und andere Informationen von Lieferanten, Kunden und Wettbewerbern ausgewertet. 

Zudem lassen wir viele Stakeholder direkt über Interviews in unserem Nachhaltigkeitsbericht zu Wort kommen. Besonders konkrete und wichtige Stakeholderthemen haben wir in entsprechenden Berichtstexten aufgegriffen. So berichten wir zum Beispiel darüber, wie wir mit kritischen Hinweisen des Bundesinstituts für Risikobewertung und verschiedener Medien zu Pyrrolizidinalkaloiden umgehen. In unserem Text zum Lebensbaum Partnersystem gehen wir auf unsere Anforderungen zur Transparenz von sozialen Standards in der Lieferkette ein, die unsere Kunden zu Recht von uns erwarten. Auch dem immer wieder von Verbrauchern geforderten Thema der umweltfreundlichen Verpackungen widmen wir einen eigenen Text.