9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Die für die REWE Group relevanten Stakeholdergruppen wurden im Rahmen der 2008 erarbeiteten Nachhaltigkeitsstrategie festgelegt. Durch den intensiven Austausch, beispielsweise bei den REWE Dialogforen, den Nachhaltigkeitswochen, im PRO PLANET-Beirat oder Stakeholderbefragungen, wird die Auswahl auch immer wieder neu justiert. Zu den wesentlichen Stakeholdergruppen, mit denen das Unternehmen im Austausch steht, zählen Lieferanten, Konsumenten, Geschäftspartner, Politik, Behörden, Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen, aber auch die eigenen Mitarbeiter, Führungskräfte und die selbstständigen Partnerkaufleute.

Mehr Informationen zu den einbezogenen Stakeholdergruppen im REWE Group Nachhaltigkeitsbericht unter G4-24 im Bereich "Strategie und Profil".

Seit 2010 organisiert die REWE Group mit ihren Dialogforen einen persönlichen, offenen und kritischen Austausch mit Anspruchsgruppen. Hier wird auch darüber diskutiert, wie Handel und Industrie Verbraucher zu nachhaltigerem Konsum bewegen können. 2013 und 2014 haben sich insgesamt rund 900 Teilnehmer an vier Dialogforen beteiligt. Dazu gehören Vertreter von Politik, NGOs, Wissenschaft und Industrie ebenso wie Mitarbeiter der REWE Group, aber auch Kunden. Zu den Themen zählten Ressourcenschonung, Schutz der Tier- und Pflanzenwelt, soziale Verantwortung und die Zukunft des nachhaltigen Konsums. Die zentralen Anliegen der Stakeholder wurden vor Ort diskutiert. Sie prägen die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie der REWE Group.

Ein wichtiges Organ des Stakeholderdialogs ist der PRO PLANET-Beirat, der die REWE Group bei ihren Aktivitäten zur nachhaltigeren Sortimentsgestaltung als fachlicher und technischer Berater unterstützt und in Kommunikationsfragen hinzugezogen wird. Der Beirat besteht aus fünf ständigen Mitgliedern. Vorsitzender ist Bernward Geier. Der in der Landwirtschafts- und Umweltpolitik engagierte Journalist und Berater ist langjähriger Experte im Bereich Nachhaltigkeit. Barbara Studeny von GLOBAL 2000 und Florian Schöne vom Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) vertreten den Bereich Ökologie. Die Belange der Verbraucher werden durch Georg Abel, Bundes-geschäftsführer der VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. repräsentiert. Für das Feld Soziales konnte Friedel Hütz-Adams vom SÜDWIND-Institut als Beiratsmitglied gewonnen werden. Zusätzlich wird der Beirat bei spezifischen Fragestellungen durch externe Berater unterstützt (siehe auch PRO PLANET ).