9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Auf Grundlage einer Stakeholder-Analyse wurden folgende Stakeholder als entscheidend für unsere Geschäftsprozesse identifiziert:

  • Mieterschaft inkl. Mieterräten
  • Mieterbeiräte
  • Geschäftspartner
  • Gesellschafter
  • Kreditgeber
  • Mitarbeiter mitsamt ihren Interessensvertretungen
  • Politik
  • die öffentliche Verwaltung und Verbände.

Die Themen unserer Stakeholder entsprechen denen, die im Kriterium 2 “Wesentlichkeit” dargestellt sind. Bei der Außenkommunikation der WBM erweitert sich der Kreis der Stakeholder um sozial, ökologisch und/oder kulturell ausgerichtete Initiativen und Organisationen sowie Gewerbetreibende. Mit diesen arbeitet das Unternehmen traditionell eng im Sinne von Gemeinwohl und sozialem Zusammenhalt zusammen. Dabei tritt die WBM als Förderer, Partner oder auch Initiator in zahlreichen Projekten im Sinne der Interessen ihrer Anspruchsgruppen auf.  

Als ergänzenden Schritt zur Weiterentwicklung unserer Stakeholder-Kommunikationsstrategie wird die WBM eine aktualisierte Kommunikationsmatrix erarbeiten. Auf der Grundlage von Mitarbeiter- und Mieterbefragungen sowie von Informationsveranstaltungen wird unsere Kommunikationsmatrix künftig neu ausgerichtet.  

Ihre Mieter beteiligt die WBM über den Mieterrat und die Mieterbeiräte sowie bei aktuellen Bauvorhaben in Form von Bürgerbeteiligungen. 2019 waren bei der WBM 15 Mieterbeiräte aktiv. Die Gründung weiterer Mieterbeiräte ist ausdrücklich erwünscht und wird gefördert. Im Bereich der sozialen Mieterbetreuung arbeitet die WBM zudem mit spezialisierten Kooperationspartnern aus dem sozialen Sektor zusammen, da Themen wie z.B. “Schuldnerberatung” nicht zu den Kernkompetenzen der WBM gehören.  

Durch den Dialog mit den Stakeholdern erlangt die WBM Rückmeldungen zu Ihrer Geschäftspolitik und kann diese ggf. modifizieren bzw. die Nachhaltigkeitsziele in Ihrer inhaltlichen Ausgestaltung anpassen.  

Die in der Trialog-Reihe „Partizipation im Wohnungsneubau“ erarbeiteten Leitlinien werden vorhabenbezogen konkretisiert umgesetzt. Insbesondere bei komplexen Quartiersentwicklungen bezieht die WBM Stakeholder systematisch ein. Dies geschieht mittels neuer Kooperationen und unter einer breiten Mitwirkung der Stadtgesellschaft.