9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.



SBH hat mit der Methodik des Stakeholderradars interne und externe Anspruchsgruppen identifiziert. Anspruchsgruppen zeichnen sich dadurch aus, dass ein regelmäßiger Dialog oder eine Zusammenarbeit mit den Beteiligten stattfindet. Interne Anspruchsgruppen fassen unterschiedliche Gruppen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammen, die einzeln oder gemeinsam gleiche oder ähnlich gelagerte Interessen vertreten. Externe Anspruchsgruppen sind alle Stakeholder, die im Rahmen der Miet- und Eigentumsverhältnisse mit SBH verbunden sind, sowie enge mittel- bis längerfristige Kooperationspartner aus den Bereichen Planung, Bau und Bewirtschaftung. Hinzu kommen Akteure der Hamburger Politik sowie die Nutzerinnen und Nutzer der Gebäude – zum Beispiel Schulgemeinschaften oder Sportvereine.  

SBH steht mit allen Stakeholdern im regelmäßigen Dialog, der sich je nach Zielgruppe unterschiedlich gestaltet. Darüber hinaus stehen Feedback-Instrumente zur Verfügung, die beispielsweise Rückmeldungen zur Zusammenarbeit ermöglichen, aber auch zur langfristigen und nachhaltigen Verbesserung von Prozessen und Produkten beitragen. Zu den Instrumenten zählen: ein umfangreiches Berichtswesen, Regeltermine und Einzelveranstaltungen, Kundenumfragen mit Schulleitungen, Befragungen mit Handels- und Handwerkskammer sowie Feedbackrunden mit Vertragsfirmen (z.B. im Kontext des Planerpools aus Büros für die technische Gebäudeausstattung).Bei Bauprojekten bindet SBH die zukünftigen Nutzergruppen im Rahmen einer „Phase Null“ in den Planungsprozess ein. Der Dialog ist nach wie vor die wichtigste Form, um auf kurzem Wege Rückmeldungen einzuholen, Ideen zu bewerten und diese auch im Bereich Nachhaltigkeit umzusetzen. Da fast alle Stakeholder in Hamburg ansässig sind, erleichtert die räumliche Nähe diesen Austausch. In einigen Fällen gibt es spezielle Arbeitsgruppen zu nachhaltigen Themen – etwa mit Schulleiterinnen und Schulleitern zum Thema Mülltrennung. Zudem hat es sich als erfolgreich erwiesen, direkte Ansprechpersonen bei Kooperationsfirmen zu etablieren, um in Nachhaltigkeitsthemen besser zusammenzuarbeiten. Ein gutes Beispiel ist der direkte Ansprechpartner bei der Hamburger Stadtreinigung.  

Für diesen Nachhaltigkeitsbericht hat SBH ausgewählte Stakeholder im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse befragt. Zudem ist geplant, den Nachhaltigkeitsbericht später Stakeholdern detaillierter vorzustellen und Feedback einzuholen. In zukünftigen Nachhaltigkeitsberichten soll das Feedback der Stakeholder noch systematischer einfließen.