9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Anspruchsgruppen

Die Anspruchsgruppen wurden im Rahmen der Einführung des werteorientierten Zielsystems im Jahr 2010 ermittelt.

Dem Stakeholder-Konzept lagen folgende Fragen zugrunde:

•    Wie verhalten sich die AWM gegenüber den Kunden und wie verhalten sich diese gegenüber dem Unternehmen?
•    Welche Erwartungen haben Mitarbeitende und potenzielle Bewerber und wie gehen die AWM damit um?
•    Welche Anforderungen haben staatliche Einrichtungen und sonstige Verwaltungsorgane? Welche Handlungen des Unternehmens sind davon betroffen?
•    Wie sieht die Öffentlichkeit die AWM und wie berichtet die Presse über das Unternehmen? Welche Themen werden diskutiert?
•    Mit welchen Unternehmen haben die AWM ein partnerschaftliches Verhältnis? Von welchen sind die AWM in besonderer Weise abhängig? Wie gehen die AWM mit den damit verbundenen Risiken um?

Das Stakeholder-Konzept hilft dabei,

•    die relevanten Stakeholder, ihre Erwartungen, ihre Interessen und ihre Einflussmöglichkeiten zu erkennen,
•    die Bedeutung der Stakeholder für das Unternehmen einzuschätzen und damit verbundene Potenziale und Chancen sowie Gefahren und Risiken zu klären sowie
•    mit den Erwartungen, Interessen und Anforderungen der Stakeholder so umzugehen, dass für das Unternehmen hilfreiche Einflüsse genutzt und schädliche begrenzt werden.

Wesentliche Anspruchsgruppen der AWM im Überblick

Interne Anspruchsgruppen:

•    Rat und Verwaltung
•    Mitarbeitende
•    Betriebsausschuss

Externe Anspruchsgruppen:

•    Bürgerinnen und Bürger
•    Netzwerkpartner
•    Lieferanten, Kunden, Dienstleister
•    Gewerkschaften
•    Vereine und Verbände
•    Medien
•    Bildungseinrichtungen
•    Banken und Versicherungen
•    Wirtschafts- und Betriebsprüfer

Eine besondere Methode kam bei der Identifizierung der Anspruchsgruppen nicht zum Einsatz.

Austausch mit den Anspruchsgruppen

Der Austausch mit den Anspruchsgruppen erfolgt vielschichtig im Sinne des Ziels, als „vernetzter Partner“ in Münster wahrgenommen zu werden. Ein idealtypisches Beispiel ist die Aktion „Sauberes Münster“ (vgl. Kriterium 18).
Im Bereich der nachhaltigkeitspädagogischen Angebote war eine Mitarbeiterin im Berichtsjahr für die Netzwerkarbeit zuständig.
In der Vision 2030 ist das partnerschaftliche und dialogische Verhältnis zwischen den Mitarbeitenden der AWM und den Bürgerinnen und Bürgern beschrieben. Dieser Perspektivwechsel und Wandel des Selbstverständnisses der AWM vom Dienstleister zum Partner ermöglicht es noch effizienter, Maßnahmen im Sinne der nachhaltigen Entwicklung gemeinsam umzusetzen.