9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Durch „Stakeholder Mapping“ lassen sich für die Hamburger Messe und Congress GmbH (HMC) die relevanten Anspruchsgruppen identifizieren. Diese Methode ermöglicht die systematische Bestimmung der Erwartungen, Bedürfnisse, Wichtigkeit und Macht der entsprechenden Gruppen. Hierzu zählen u.a. die folgenden Interessengruppen:
  • Hamburg Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH (HGV)
  • Freie und Hansestadt Hamburg (FHH) / Behörden (Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft)
  • Beschäftigte (zum 31.12.2019: 340, davon 2 Geschäftsführer und 21 Auszubildende (inkl. Beschäftigte in Elternzeit u. Langzeitkranke))
  • Organisationen, insbesondere Ausstellungs- und Messeausschuss der Deutschen Wirtschaft e. V. (AUMA.), Interessengemeinschaft deutscher Fachmessen- und Ausstellungsstädte (IDFA) und UFI The Global Association of the Exhibition Industry
  • Unternehmen der UmweltPartnerschaft und Klima-Partner-Vereinbarung
  • Aussteller (Firmenkunden, Verbände, Vereine, etc.; jährlich bis zu 15.000)
  • Besucher (jährlich bis zu 700.000)
  • Veranstalter
  • Geschäftspartner
  • Dienstleister / Servicepartner
  • Gesellschaft / breite Öffentlichkeit / Wissenschaft 
Für das CCH – Congress Center Hamburg – sind darüber hinaus insbesondere das German Convention Bureau e.V. (GCB) und der Europäischer Verband der Veranstaltungscentren e.V. (EVVC) als Interessenvertretung, durch Informationsveranstaltungen (z. B. Green Meetings und Events Konferenz) und als starke Netzwerker im Kontext der Nachhaltigkeit relevant.

Von besonderer Wichtigkeit für die HMC als Unternehmen der öffentlichen Hand sind der Gesellschafter HGV sowie die Freie und Hansestadt Hamburg (FHH). So verpflichtet sich die HMC entschlossen deren Richtlinien und Nachhaltigkeitszielen wie beispielsweise den Klimazielen des Senats. Sowohl in der Rolle als Gesellschafter als auch bei der Wahrnehmung von Aufsichtsrat-Mandaten hat die HGV die Aufgabe, bei seinen Tochterunternehmen auf die Verwirklichung von nachhaltigen Zielen und das öffentliche Interesse einzuwirken.

Zudem ist die HMC im ständigen Austausch zu Aspekten der Nachhaltigkeit mit den Behörden des Landes Hamburg (z. B. Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation). So kann beispielsweise die Möglichkeit wahrgenommen werden, an Informationsveranstaltungen der Behörden zu verschiedensten Themen der Nachhaltigkeit wie etwa der Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts oder der Realisierung der Klimaziele teilzunehmen.

Darüber hinaus stellen auch die Beschäftigten der HMC eine wesentliche Interessengruppe dar. Durch Umfragen, Aktionstage und Anreize, insbesondere hinsichtlich nachhaltiger Mobilität, wird mehr Bewusstsein für Nachhaltigkeit geschaffen. Im Intranet und über Newsletter wird zudem über aktuelle Themen informiert und relevante Dokumente werden für alle Beschäftigten zur freien Verfügung gestellt. Den Beschäftigten wird die Möglichkeit geboten, ihre Meinung im Intranet an der „Pinnwand“ im Bereich Klimaschutz kundzutun oder direkt an die/den Klimaschutzbeauftragte/-n als Ansprechpartner/-in zu tragen. Ganz besonders involviert sind diejenigen Beschäftigten, die Teil der abteilungsübergreifenden Projektgruppe sind. Kurz- bis mittelfristig wird der Dialog zur Weiterentwicklung außerdem durch die ausgebildeten Energie-Scouts gefördert werden, die ihre fundierten Vorschläge zu Energie- und Ressourceneffizienz kommunizieren können.

Eine weitere wichtige externe Ansprechgruppe für das Nachhaltigkeitsmanagement sind Organisationen. Es findet daher ein regelmäßiger Austausch speziell mit dem Ausstellungs- und Messeausschuss der Deutschen Wirtschaft e. V. (AUMA.), der Interessengemeinschaft deutscher Fachmessen- und Ausstellungsstädte (IDFA) sowie der UFI The Global Association of the Exhibition Industry statt. Insbesondere der AUMA vertritt die Interessen der HMC in der Politik.

Auch Unternehmen der Klima-Partner-Vereinbarung (seit 2018) sowie die Mitgliedschaft in der UmweltPartnerschaft (seit 2019) und der Luftgütepartnerschaft (ab 2020) stellen für die HMC Möglichkeiten zum fachlichen Austausch und zur stetigen Verbesserung dar.

Zudem stellen die Aussteller eine starke Interessengruppe dar. Insbesondere bei Eigenveranstaltungen wie der WindEnergy, der SMM und der INTERNORGA sowie bei Gastveranstaltungen wie dem Heldenmarkt erwartet diese Interessengruppe eine nachhaltige Ausrichtung der jeweiligen Veranstaltung. Die HMC bietet den Ausstellern zudem einen „GRÜNEN LEITFADEN“ zur Unterstützung ihres ökologisch nachhaltigen Veranstaltungsauftritts an.

Auch die Besucher als eine weitere starke Interessengruppe werden über Besucherbefragungen und Newsletter einbezogen. Ein spezielles Nachhaltigkeitsthema der Besucher stellt die Anreise dar.

Mittel- bis langfristig soll das Thema Nachhaltigkeit auch in die Workshops der Führungskräfte der HMC integriert werden. Die Geschäftsführung ist überzeugt, dass der Klimaschutz als Querschnittsaufgabe verstanden werden muss, um dabei Fortschritte erzielen zu können. Sie hält es deshalb für geboten, den Klimaschutz als Aufgabe auf sämtlichen Stufen der Wertschöpfungskette zu verankern und in der Geschäftstätigkeit der HMC zu berücksichtigen. Auf der Internetseite der HMC werden Informationen zu Corporate Social Responsibility (CSR) für alle Interessierten bereitgestellt.


Siehe auch: „Unser Beitrag zu den 17 UN-Zielen für eine nachhaltige Entwicklung
  • SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz
  • SDG 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele