9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Die Sparda-Bank München eG ist in der Form einer Genossenschaft organisiert. Jedes Mitglied hat daher unabhängig von der Anzahl der Geschäftsanteile ein generelles Stimmrecht. Aufgrund der Größe der Genossenschaft mit 301.358 Mitgliedern per 31.12.2020 werden die Mitglieder durch die Vertreterversammlung vertreten (derzeit 231 Mitglieder).  

Die Vertreterversammlung wählt sechs Mitglieder für den Aufsichtsrat, drei Aufsichtsratsmitglieder werden über das Drittelbeteiligungsgesetz von den Mitarbeitern der Sparda-Bank München eG gewählt. Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand.  

Über die durch die Satzung und das Genossenschaftsgesetz vorgegebene Einbindung von Stakeholder-Gruppen hinaus hat die Sparda-Bank München eG, wie bereits unter DNK-Kriterium 2 beschrieben, auch schon in der Vergangenheit einen kontinuierlichen Dialog mit ihren wichtigsten Stakeholder-Gruppen geführt. Im Rahmen des Projekts „Institutionalisiertes Stakeholder-Management“ wurden Anfang 2017 in einem gemeinsamen Workshop mit Vorstand, Projektleitung, Vertretern aller relevanten internen Abteilungen und einer externen Begleitung alle Stakeholder-Gruppen des Unternehmens identifiziert. Im Anschluss daran wurde im Projektteam ein Befragungskonzept erarbeitet. 

Folgende Stakeholder-Gruppen wurden dabei als am wesentlichsten für die Sparda-Bank München eG ermittelt:
Über die Befragungsergebnisse wurden Nachhaltigkeitsthemen identifiziert, die für die Sparda-Bank München eG relevant sind. Besonders jene Ergebnisse, die sich aus der Evaluation der vergleichbaren Kernbereiche der Befragungen ergaben, wurden unter Berücksichtigung aller Befragungsgruppen zu drei übergeordneten Themenbereichen zusammengefasst: Image/Nachhaltigkeit, unternehmerisches Handeln und Zufriedenheit (Details hierzu finden sich unter Leistungsindikator GRI SRS-102-44).  

Die Befragungsmatrix wird zukünftig mit den Ergebnissen aus regelmäßigen Folgebefragungen und zielgruppengerechten Stakeholder-Dialog-Formaten kontinuierlich ergänzt und weiterentwickelt. Somit wird die Wesentlichkeitsanalyse der Nachhaltigkeitsthemen in Zukunft zum einen durch die Bewertung der Stakeholder-Gruppen und zum anderen durch die Einschätzung der Sparda-Bank München eG selbst gespeist.  

Die Befragungen aller o. g. Stakeholder-Gruppen wurden Ende 2018 abgeschlossen und die Ergebnisse an die Befragten sowie gegebenenfalls die beteiligten Fachabteilungen rückgemeldet. Ausgewählte Ergebnisse wurden für die Gruppe der Mitglieder und Kunden in der Kundenzeitschrift veröffentlicht; die Vertreterversammlung als vertretendes Organ hat eine eigene Befragung inklusive Rückmeldung erhalten. Nachdem die Gesamtevaluation aller in 2017 und 2018 durchgeführten Befragungen im Frühjahr 2019 vorlag, sollten daran anknüpfend weitere Maßnahmen initiiert werden. Dieses Vorhaben konnte - wie im letzten Bericht aufgeführt - 2019 aufgrund interner Ressourcenengpässe nicht umgesetzt werden. 2020 wurden Teile der Ergebnisse bei der Erstellung von Maßnahmen hinsichtlich der SDGs berücksichtigt und werden in 2021 weiter vorangetrieben werden.