9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Die Sparda-Bank München eG ist in der Form einer Genossenschaft organisiert. Jedes Mitglied hat daher unabhängig von der Anzahl der Geschäftsanteile ein generelles Stimmrecht. Aufgrund der Größe der Genossenschaft mit 307.544 Mitgliedern per 31.12.2018 werden die Mitglieder durch die Vertreterversammlung vertreten (derzeit 231 Mitglieder).

Die Vertreterversammlung wählt sechs Mitglieder für den Aufsichtsrat, drei Aufsichtsratsmitglieder werden über das Drittelbeteiligungsgesetz von den Mitarbeitern der Sparda-Bank München eG gewählt. Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand.

Über die durch die Satzung und das Genossenschaftsgesetz vorgegebene Einbindung von Anspruchsgruppen hinaus hat die Sparda-Bank München eG, wie bereits unter Kriterium 2 beschrieben, auch schon in der Vergangenheit einen kontinuierlichen Dialog mit ihren wichtigsten Anspruchsgruppen geführt. Im Rahmen des Projekts „Institutionalisiertes Stakeholder-Management“ wurden Anfang 2017 in einem gemeinsamen Workshop mit Vorstand, Projektleitung, Vertreter aller relevanten internen Abteilungen und einer externen Begleitung alle Anspruchsgruppen des Unternehmens identifiziert und im Anschluss daran im Projektteam ein Befragungskonzept erarbeitet. Dieses bietet zum einen die Möglichkeit der umfassenden Auslotung der Beziehung mit der jeweiligen Anspruchsgruppe und zum anderen auch eine breite Basis der Vergleichbarkeit der Antworten aller befragten Anspruchsgruppen untereinander.

Folgende Stakeholder-Gruppen wurden dabei als am wesentlichsten für die Sparda-Bank München eG ermittelt:

• Mitglieder der Vertreterversammlung
• Aufsichtsrat
• Mitglieder und Kunden
• Mitarbeiter
• Lieferanten
• Produktpartner  

Durch die Auswertung dieser sechs Befragungsgruppen wurden diverse Nachhaltigkeitsthemen identifiziert, die für die Sparda-Bank München eG relevant sind. Besonders jene Ergebnisse, die sich aus der Evaluation der vergleichbaren Kernbereiche der Befragungen ergaben, wurden unter Berücksichtigung aller Befragungsgruppen zu drei übergeordneten Themenbereichen zusammengefasst: Image& Nachhaltigkeit, unternehmerisches Handeln und Zufriedenheit (Details hierzu finden sich unter Leistungsindikator GRI SRS-102-44).

Da die Befragungen bis Ende 2018 durchgeführt wurden, ist im Berichtsjahr 2018 noch keine endgültige Ergebnis-Matrix aus den Befragungsergebnissen gewachsen. Dieses Ziel ist daher für 2019 vorgesehen. Die Matrix wird zukünftig mit den Ergebnissen aus regelmäßigen Folgebefragungen und zielgruppengerechten Stakeholder-Dialogformaten kontinuierlich ergänzt und weiterentwickelt. Somit wird die Wesentlichkeitsanalyse der Nachhaltigkeitsthemen in Zukunft zum einen durch die Bewertung der Stakeholder-Gruppen und zum anderen durch die Einschätzung der Sparda-Bank München eG selbst gespeist.

Die Befragungen aller o.g. Stakeholder-Gruppen wurden Ende 2018 abgeschlossen und die Ergebnisse an die Befragten, sowie ggf. beteiligten Fachabteilungen rückgemeldet. Die Gruppe der Mitglieder und Kunden ist aufgrund ihrer Größe hiervon ausgenommen; die Vertreterversammlung als vertretendes Organ hat eine eigene Befragung inklusive Rückmeldung erhalten. Nachdem bis zum Frühjahr 2019 die Gesamtevaluation aller in 2017 und 2018 durchgeführten Befragungen vorliegt, wird daran anknüpfend das Projektteam „Institutionalisiertes Stakeholder-Management“ erneut gemeinsam mit dem Vorstand und Vertretern aller relevanten internen Abteilungen die Ergebnisse im Gesamtüberblick besprechen. Weitere konkrete Schritte im Rahmen des Stakeholder-Managements werden dann auf diesen Gesprächsergebnissen basierend festgelegt.